Frage von Mary144, 99

Absatz unten lassen?

Hallo liebe community :) Ich habe beim Leichttraben folgendes Problem: Beim Aufstehen ziehe ich automatisch den Absatz nach oben und rutsche deswegen immer in den Steigbügel hinein. Außerdem sind meine Beine allgemein sehr unruhig :( Muss ich üben, den Absatz unten zu lassen oder soll ich die Steigbügel kürzer schnallen? Soll ich zudem meine Knie an den Sattel pressen, um meine Beine ruhig zu halten? (Dies habe ich nämlich häufig gelesen) Ich bin für jede hilfreiche Antwort dankbar LG, Mary

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 26

- Ob Deine  steigbügel die richtige Länge haben, kann man nicht sagen, ohne dich reiten zu sehen. Viele reiten allerdings im ehrgeizigen. Versuch, ein " langes Bein " haben, mit zu langen Bügeln rum.  Probier es aus. Beim stehenden  Pferd Absätze runter und aufstehen - erst wenn dein Schritt ( also da, wo die beine zuende sind😉) höher kommt als der Vorderzwiesel des Sattels, sind sie zu kurz. 

- Knie auf keinen Fall anpressen, sondern nur losen Kontakt halten. Zum Üben lieber sogar   das Knie mal nen Zentimeter weg vom Sattel, da,it du mejr im Bügel balancierst und nicht klemmst.

- dein sitz wird ruhiger, wenn du auhhörst, dich so viel um deine Beine zu kümmern. Die wackeln nämlich nur rum, weil Hüfte und Mittelpositur nicht locker im Gleichgewicht schwingen.

- dass der Absatz unten bleibt, ist nicht das wichtigste. Der soll auf und ab federn. Zwar idealerweise nicht höher, als bis der Fuß waagerecht ist, aber das ist auch eine Frage deiner eigenen Körperproportionen und wie gelenkig du bist. Letzteres übst du besser vorher zu Fuß.

Kommentar von Urlewas ,

Freut mich, dass ich dir helfen kann. Danke fur den Stern 💫

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 22

du musst nichts weiter tun, als die fussspitzen IMMER NACH VORN zu machen und das becken und den kopf aufzurichten.

der rest ergibt sich von allein. du musst nur IMMER dran denken beim reiten und es auch tun.

Kommentar von Mary144 ,

Natürlich sind meine Fußspitzen nach vorn gerichtet, wo sollte ich sie denn sonst hin tun?! Wahrscheinlich hängt das alles mit der Übung zusammen....

Kommentar von Urlewas ,

Nun ja - schau mal nahc dem reiten deine Stiefel an...

Bei vielen Anfängern ist micht die Wqde, sondern die hinterseite des Stiefels schmutzig, woran man sieht, dass die Fußspitzen ziemlich stark nahc aussen wandern, weil man mit den Fersen klammert.

Kommentar von ponyfliege ,

wenn die fussspitzen nach vorn zeigen, kommen die absätze nicht hoch.

ausserdem steht man beim leichttraben nicht auf.

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 8

Der Steigbügel gehört nie pauschal kürzer oder länger gestellt, sondern man setzt den Reiter in den Sattel und sieht sich an, wo sein Bein locker und bequem hängt. Dann wird der Steigbügel so geschnallt, dass er etwa auf Höhe des bequem hängenden Fußgelenks ist. Damit übernimmt man die für den Schnitt des Sattelblattes passende Länge. Kann auch sein, dass dem Reiter der Sattel überhaupt nicht passt. Das ist sowas, womit man sich arrangieren muss und eben Abstriche in Kauf nehmen muss, da es nicht möglich ist, für jeden Reiter einen passenden Sattel vorzuhalten. Hat man mal sein eigenes Pferd, achtet man natürlich bei Kauf darauf, dass einem selbst der Sattel auch passt und nicht nur dem Pferd. Es gibt schließlich Menschen mit breitem und welche mit schmalem Becken, es gibt welche, die leicht ins Hohlkreuz geraten und welche, die das gar nicht tun, es gibt Menschen mit verhältnismäßig zum Unterschenkel langem Oberschenkel und welche mit kurzem, es gibt kleine und große Menschen und es gibt welche, die Sitzriesen sind und auch welche mit langen Beinen und eher kurzem Rumpf - und je nachdem, wie man selbst gebaut ist, liegt einem ein anderer Sattel.

Du reitest Pferde, die eben ihren Sattel haben, also musst Du das beste aus der Sache machen. Dazu gehört ganz wesentlich Entspannung. Nichts versuchen mit Kraft hinzudrehen. Alles, was ich mit Muskelkraft in eine Position zu bringen versuche, kann ich dort nicht wirklich halten - außer in Verspannung, die wir aber auch wieder nicht wollen. Grundsätzlich beginnt alles mit bequem sitzen und dann den Kopf neugierig oben lassen und locker bleiben. Geritten wird nur, was locker geht. Das wird am Anfang nicht viel sein, weil die Muskulatur ja gar nicht auf reiten eingestellt ist, aber mit dem Training wird es mehr.

Generell falsch ist: Bei jedem zweiten Tritt treiben. Beim Hinsetzen treiben ist oberfalsch, weil man auf ein Bein einwirkt, das nicht vermehrt getrieben werden sollte, beim Aufstehen treiben wird nur dann gemacht, wenn man was an der Bewegung verbessern möchte, aber an dem Punkt ist man noch nicht, wenn man noch nicht locker einfach dahin treiben kann. Das heißt, man bereitet im Schritt schön vor, dass das Pferd an den Hilfen steht, trabt dann an und taktet sich dann bequem ins Leichttraben ein. Auch steht man niemals bewusst auf, sondern lässt lediglich zu, dass einen das Pferd etwas anhebt. Wenn es gefühlt dann nur 2 mm sind, die man sich bewegt, dann passt auch das erst mal, man macht sich quasi für das Pferd bequem, beeinflusst es erst mal möglichst wenig. Erst, wenn man so weit ist, dass man so stundenlang dahin reiten könnte, ohne zu ermüden, probiert man die Einwirkungen aus, lernt, wieviel wovon man machen muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Das Knie gehört erstmal grundsätzlich niemals an den Sattel gepresst. Der Begriff Knieschluss hat in der Freizeitreiterei rein gar überhaupt nichts zu suchen (wann er sinnvoll ist, lernst in ein paar Jahren von selber), es sei denn, man mag sich bei der kleinsten falschen Bewegung direkt selbst aus dem Sattel schießen. Das Bein einfach locker liegen haben und wenn mal was sein sollte, dann das Bein locker nach unten hängen lassen, sich möglichst bequem auf seinen Hintern setzen, auch wenn das "Sofa" grade schaukelt.

Wünsche viel Spaß und Erfolg mit einem hohen Maß an "Losgelassenheit" - so heißt die Lockerheit, die eines der hohen Ausbildungsziele ist, die wir von unserem Pferd möchten und die ist nur mit einem losgelassen sitzenden Reiter zu erreichen.

Antwort
von netflixanddyl, 19

Ich weiß nicht wie ich es hinbekommen habe, aber nach ein paar Monaten hast du das drauf. Die Knie anpressen solltest du aber nicht! Zum Üben ist es sogar mal gut, sie vom Pferd wegzuhalten.

Kürzer machen solltest du die Bügel nicht, es liegt ja an deinen Fersen und nicht an der Beinlänge. Anfangs hatte das Problem jeder, mach dir also keinen Kopf. Es bleibt nur üben üben üben. Vielleicht mal ohne Bügel reiten und dabei die Fersen extra runterziehen, das ist auch gut.

Was mir aber geholfen hat "flexibler" zu werden, sind Trockenübungen. Ich habe mich immer auf eine Treppenstufe gestellt, aber nur mit den vorderen Ballen, wie im Steigbügel. Und dann immer ganz kleine Stückchen Hoch und Runter gewippt, wie beim Leichttraben.

Antwort
von LILOSee, 30

Hallo, 

ich hatte das gleiche Problem wie du. Von der Länge solltest du die Bügel nicht verstellen, denn das führt nur dazu, dass du sozusagen die falsche weiße trainierst. Bei mir hat es geholfen, mir vorzustellen, dass unter dem Bauch des Pferdes ein Brett ist, auf dem ich stehe. Außerdem habe ich probiert mit Absicht die Beine "auszuhängen", also vom Körper desPferdes wwgzustrecken, um den knieschluss zu erhöhen. Das trainiert das Gefühl dafür den Schenkel ruhig zu halten und trainiert zudem die richtigen Muskeln.  

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. 

Antwort
von WesternCalimero, 17

Erst einmal stellt sich die Frage, wie du das Leichttraben gelernt hast.

Man kann entweder beim "aufstehen" treiben, oder beim "hinsetzen". Der Unterschied ist von außen sehr leicht zu sehen.

  • Diejenigen, die beim "hinsetzen" treiben, stehen beim "aufstehen" in den Steigbügeln - damit gehen diese nach außen. Beim "Hinsetzen wird dann getrieben und damit gehen die Beine deutlich an das Pferd. --Das sieht sehr unruhig aus --
  • Diejenigen, die beim "aufstehen" treiben, behalten das Bein wesentlich konstanter am Pferd.

Die nächste Frage stellt sich über den Sinn des tiefen Absatzes.

Normalerweise wird leider nicht erklärt, warum man den Absatz herunternehmen soll. Die Wade kann nur dann angespannt werden, wenn der Absatz tiefer ist, als der Ballen. Das kann man leicht auf der Stufe einer Treppe ausprobieren. Wenn man den Absatz hochzieht, kann man die Wade nicht anspannen. Ist der Absatz tief, wird die Wade sehr viel härter.

Wenn man nun aber mit der Wade treiben will und nicht wie die meisten Anfänger mit dem Absatz, bleibt nur der Weg des tiefen Absatzes.

LG Calimero

Antwort
von Hasenlover7000, 12

Also bezüglich zi den Absatz tief, eine unserer Reitlehrer sagt immer:"die Sohle muss parallel zum Boden sein, das das Beon locker ist ubd nicht verkrampft, stelle dir vor, du musst mit Inline Skater mitfahren!"

Und das stimmt wirklich :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten