Abofalle durch avenue-shopping.de. Was soll ich jetzt tun?

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7 Antworten

Da muss ich zuerst mal die Gegenfrage stellen: Bist du ein Verbraucher (Privatperson) oder ein Gewerbetreibender.

Denn bei Verbraucher hast du umfassende Rechte.

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Kommentar von PrinzSan
20.01.2016, 08:31

bin Selbstständig im Nebenerwerb. Aber ist nicht auch ein Gewerbetreibender Verbraucher?

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Es bringt nichts hier zu versuchen den "kommerziellen" Charakter der Eintragung zu bestreiten(und sich als Verbraucher ausgeben). Spätestens vor Gericht erleidet man Schiffbruch mit dieser Taktik. 

Einfach ehrlich sein. Das ist die beste Methode. Denn der Gegner wird es nicht sein (was ermittelt werden kann) und wenn er es doch ist, dann gibts sowieso keinen Vertrag.

- Die Verbraucherschutzvorschriften wie Widerruf, AGB, Butto -Lösung etc. greifen hier deshalb nicht.

- Und trotzdem ist man auf der sicheren Seite. Denn die Dienstleistung die diese Seite anbietet entspricht nicht dem, womit sie wirbt. Sie wirbt mit Großhändlern. Tatsächlich finden sich nahezu ausschließlich "normale" online-Shops in deren Verzeichnis, die auch und gerade sich an Verbraucher richten. Demnach läge hier ein Fall der arglistigen Täuschung vor, weil gar nicht die Leistung erbracht wird, mit der geworben wird. In jedem Falle geht hilfsweise Anfechtung wegen Irrtum bei Vertragsabschluss durch (ein Schadensersatzanspruch aus Anfechtung brauch man hier nicht zu befürchten. wegen Mitverschuldens des Seitenbetreibers).

- Die Rechtssprechung hat früher solche Sachen zu Ungunsten von kommerziell Tätigen entschieden, weil man - wie ich finde zu Recht - davon ausging, dass jemand der im B2B-Bereich tätig ist, also mit Kauf, Verkauf, Dienstleistungen zu tun hat, weiß was er da tut bzw. man erwarten kann, dass er es weiß, weil es Teil seiner Geschäftstätigkeit ist. Deshalb kann man logischerweise nicht die Verbraucherschützenden Regelungen bei B2B anwenden. Da mittlerweile jedoch offensichtlich ist, dass solche Abofallen gerade keinen Mehrwert anbieten, sondern ausschließlich um in betrügerischer Absicht leichtgläubige und ängstliche Personen anzulocken existieren, entscheiden Gerichte mittlerweile nahezu überall zu Gunsten der "Reingelegten".

- Tipp: Umgehend ggü dem Abobetreiber schriftlich erklären: Widerruf der Willenserklärung  zum Vertragsabschluss / Anfechtung wegen arglistiger Täuschung / Anfechtung wegen Irrtums bei Vertragsschlus /  Nichtigkeit wegen Wucher - aufgrund offensichtlichem Missverhältnis zwischen Leistung (wenig Großhändler) und Gegenleistung (Forderung)/ Rücktritt vom Vertrag und außerordentliche (und ordentliche) Kündigung.

Außerdem muss klar erklärt werden, dass jegliche GeldForderung durch di Seitenbetreiber endgültig und vollständig bestritten wird. (der letzte Satz ist wichtig, weil hiernach der Versuch mit mehrfacher Inkasso- und Schufa-Androhung eine strafbare Nötigung darstellt)

Das ganze natürlich nur mit Einschreibe-Rückschein. Und das muss sofort!! gemacht werden. Wenn man nicht sofort nach Kenntnis der "Sauerei" die Anfechtung der eigenen  Willenserklärung erklärt, diese präkludiert.

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Deise Seite richtet sich an Gewerbetreibende. Für Gewerbetreibende gelten die Verbraucherrechte in der Regel nicht. Ich finde die Seite auch eher fragwürdig, ich weiß allerdings nicht, ob die Gerichte hier einen Vertragsschluss sehen oder ob sie die gleichen Anforderungen an einen Vertragsschluss bejahen, wie sie bei Onlinegeschäften mit Verbrauchern erfüllt sein müssen.

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Bezahlen sie nicht. JEDER DER BEHAUPTET DAS SIE ZAHLEN SOLLEN GEHÖRT ZU DEN ABZOCKERN. DIESE FIRMA HAT BISHER JEDE Gerichtsverhandlung verloren

Deutsche banken verweigern nicht ohne Grund die zusammenarbeit mit denen.

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Hey,

da kommst du einfach raus. Ich habe mir das gerade mal angesehen. Bei der Registration wird zwar auf die AGB verwiesen, der Button sagt jedoch nur aus: "jetzt anmelden" und nicht "jetzt kostenpflichtig anmelden". Ersteres ist bei kostenpflichtigen Diensten schon länger nicht mehr erlaubt.

Widerspreche denen mit der Argumentation und gehe zur Not zum Anwalt.

LG

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Kommentar von PrinzSan
20.01.2016, 08:24

Ok vielen dank Hazardious. Ich werde gleich mal ein Schreiben aufsetzen und es denen zuschicken.

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Kommentar von flirtheaven
20.01.2016, 08:34

Ersteres ist bei kostenpflichtigen Diensten schon länger nicht mehr erlaubt. 

Das gilt aber nur für Private Endverbraucher, diese Seite richtet sich aber definitiv an Gewerbetreibende. Ob das dann so einfach ist den Vertrag zu stornieren, ist zumindest fraglich. Eine Chance hätte man vielleicht, wenn der Seitenbetreiber keinen Gewerbenachweis verlangt

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Hallo, nimm dir einen Anwalt.

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Kommentar von PrinzSan
20.01.2016, 08:22

muss ich mir einen Anwalt nehmen oder kann ich das auch ohne Anwalt klären?

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Du könntest ja auch mal bei der Verbrauerzentrale nachfragen....

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Kommentar von PrinzSan
20.01.2016, 08:27

Gute Idee! Vielen Dank!

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Kommentar von flirtheaven
20.01.2016, 08:46

Die berät Verbraucher und keine B2B Probleme.

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