Frage von Murhpystar, 46

Abo Fahrkarte gefälscht post von Bundespolizei soll kommen zwecks schriftlicher Äußerung was für eine Strafe droht Frau Mitte 50 vorher nichts gewesen?

Antwort
von TheGrow, 19

Hallo Murhpystar,

mit der Fälschung der Fahrkarte hast Du tateinheitlich die drei folgenden Straftatbestände erfüllt:

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Auszug aus: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/\_\_263.html 

§ 263 StGB - Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

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§ 265a StGB - Erschleichen von Leistungen

(1) Wer die Leistung eines Automaten oder eines öffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationsnetzes, die Beförderung durch ein Verkehrsmittel oder den Zutritt zu einer Veranstaltung oder einer Einrichtung in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

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Auszug aus: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/\_\_267.html

§ 267 StGB - Urkundenfälschung

(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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Auch als Ersttäterin ist es ausgeschlossen, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren:

  • gem. § 153 StPO wegen Geringfügigkeit
  • gem. § 153a StPO gegen Auflagen

einstellt, da dieses nur möglich ist, wenn kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht. In dem von Dir geschilderten Fall ist aber von einem öffentlichen Interesse an der Strafverfolgung auszugehen.

Somit ist davon auszugehen, dass die im Gesetz vorgesehene Freiheitsstrafe  bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe  verhängt wird.

Ich würde aber nicht mit einer Freiheitsstrafe rechnen. Wahrscheinlich wird eine Geldstrafe von ca. 20 ~ 40 Tagessätzen verhängt.

Ein Tagessatz entspricht 1/30 des monatlichen Einkommens. Das heißt, wer nur ein geringes Einkommen hat, zahlt auch wenig.

Schöne Grüße
TheGrow

Kommentar von Murhpystar ,

Die Post kommt dann bekenne ich mich schuldig schicke die zurück und bekomme dann nochmals post zwecks Geldstrafe richtig oder muss ich irgendwo persönlich hin

Kommentar von TheGrow ,

Das kommt ganz auf die Staatsanwaltschaft an.

Es kann sowohl sein, dass es zu einer Hauptverhandlung kommt, in der Du Dich vor einem Richter verantworten musst. Es kann aber auch sein, dass Du um eine Hauptverhandlung rum kommst und die Strafe auf schriftlichen Antrag per Strafbefehl verhängt wird.

Die Vorrausetzungen für den Strafbefehl sind im folgendem Gesetz zu finden.

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§ 407 StPO - Zulässigkeit

(1) Im Verfahren vor dem Strafrichter und im Verfahren, das zur Zuständigkeit des Schöffengerichts gehört, können bei Vergehen auf schriftlichen Antrag der Staatsanwaltschaft die Rechtsfolgen der Tat durch schriftlichen Strafbefehl ohne Hauptverhandlung festgesetzt werden. Die Staatsanwaltschaft stellt diesen Antrag, wenn sie nach dem Ergebnis der Ermittlungen eine Hauptverhandlung nicht für erforderlich erachtet. Der Antrag ist auf bestimmte Rechtsfolgen zu richten. Durch ihn wird die öffentliche Klage erhoben.

(2) Durch Strafbefehl dürfen nur die folgenden Rechtsfolgen der Tat, allein oder nebeneinander, festgesetzt werden:

  1. Geldstrafe, Verwarnung mit Strafvorbehalt, Fahrverbot, Verfall, Einziehung, Vernichtung, Unbrauchbarmachung, Bekanntgabe der Verurteilung und Geldbuße gegen eine juristische Person oder Personenvereinigung,
  2. Entziehung der Fahrerlaubnis, bei der die Sperre nicht mehr als zwei Jahre beträgt,
2a. Verbot des Haltens oder Betreuens von sowie des Handels oder des sonstigen berufsmäßigen Umgangs mit Tieren jeder oder einer bestimmten Art für die Dauer von einem Jahr bis zu drei Jahren sowie
3.  Absehen von Strafe.

Hat der Angeschuldigte einen Verteidiger, so kann auch Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr festgesetzt werden, wenn deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird.

(3) Der vorherigen Anhörung des Angeschuldigten durch das Gericht (§ 33 Abs. 3) bedarf es nicht.

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Ein Strafbefehl ist natürlich von der Seite her besser, als dass dem Täter, bzw. in Deinem Fall der Täterin eine kostenintensive Hauptverhandlung erspart bleibt. Weitere Vor.- oder Nachteile sehe ich am Strafbefehl nicht

Antwort
von Murhpystar, 31

Ich habe lange vergessen mein abo zu zahlen und dann einfach das Datum rausgeschnitten und neue zahlen eingeklebt.

also wenn ich post bekomme und mich schuldig bekenne was dann

Antwort
von hamburgerjung69, 32

Wie kam raus dass sie gefälscht ist und wie hast du sie gefälscht?

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