Frage von OneQuest, 159

Abmeldung aus Deutschland, Krankenversicherungspflicht?

Ich möchte demnächst auswanden und will mich deshalb ordnungsgemäß abmelden. Meine deutsche Staatsbürgerschaft möchte ich vorerst behalten.

Jetzt frage ich mich wie es mit der Krankenversicherung aussieht. Das Land in das ich auswandere hat zum Glück keine Krankenversicherungspflicht und ich persönlich brauche auch keine KV (habe genug Eigenkapital für den Notfall, also ist eine Versicherung für mich grundsätzlich unnötig). Kann ich hier also einfach aus meiner KV austreten, obwohl ich noch deutscher Staatsbürger bin und nicht in eine andere Versicherung wechsle?

Wenn ja: Ab wann kann ich dann austreten? Ab dem Zeitpunkt der Abmeldung oder wenn ich ausreise? Mir wurde empfohlen mich 2-3 Wochen vor der Ausreise abzumelden.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Apolon, 89

Wenn du deine Wohnung in Deutschland auflöst und dich beim Einwohnermeldeamt abmeldest, kann die Krankenversicherung aufgelöst werden.

Die Krankenkasse benötigt dafür eine Abmeldebescheinigung vom Einwohnermeldeamt.

Kommentar von OneQuest ,

Wunderbar. Weißt du zufällig den Paragraphen im Gesetzbuch oder hast du einen Link, damit ich mir die Rechtslage nochmal genau durchlesen kann? Habe leider im Internet nichts finden können.

Kommentar von Apolon ,

Nur wenn man in Deutschland mir Hauptwohnsitz gemeldet ist, besteht die Pflicht eine Krankenversicherung GKV oder PKV zu haben.

Wenn du dich in Deutschland abmeldest und auswanderst greift das Sozialgesetzbuch V nicht mehr.

Kommentar von OneQuest ,

Demnach könnte ich sogar noch einen Zweitwohnsitz in DE haben und wäre trotzdem nicht Krankenversicherungspflichtig, solange ich weniger als 6 Monate pro Jahr in Deutschland bin?

Kommentar von ClochardFranken ,

Versicherungspflicht besteht nur, wenn man sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Oder sehe ich das falsch?

Kommentar von butz1510 ,

Du kannst keinen (offiziellen) Zweitwohnsitz in Deutschland haben, wenn Dein Hauptwohnsitz im Ausland ist. Du kannst hier gemeldet bleiben oder eben nicht. Entweder - oder. Deine KV kannst Du abmelden, wenn Du Dich komplett ins Ausland abmeldest.

Kommentar von OneQuest ,

Nein, jeder der in Deutschland lebt wird dazu gewzungen sich zu versichern. Wenn du dies nicht tust wirst du zwangsläufig irgendwo versichert und wenn du diese Versicherung nicht zahlst steht das Hauptzollamt vor deiner Haustür und pfändet dir alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist.

Kommentar von LouPing ,

Hey OneQuest

Keine Ahnung wo du deine recht seltsamen Informationen her hast.

Fakt ist, weit über 100 000 Mensch in Deutschland sind nicht krankenversichert, das wurde bereits 2014 dokumentiert.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ohne-krankenschutz-die-unversich...

Was dein Auswandern angeht, ich sehe dein Vorhaben mit gewisser Sorge. Du wirkst uninformiert, die Einstellung zu deiner Gesundheit bzw. Arbeitskraft ist leichtsinnig. 

Genug Geld? Was ist genug, woher weißt du was das Leben kostet-ohne Eltern? 

Hast du bereits einen Job und eine Wohnung am Ort deiner Wahl? Sprichst du die Sprache? 

Was sicher ist,du verzichtest auf das wichtigste-den Krankenschutz. Bereits ein Unfall kann ich ein Leben lang ruinieren. 

Aus der KV rauszukommen ist eine Sache von 5 min. Kündigen und fertig. 

Kommentar von OneQuest ,

Das sind keine recht seltsamen Informationen, sondern Tatsachen, die ich am eigenem Leibe erfahren musste.

Ich habe nie einen Vertrag bei einer Krankenversicherung unterschrieben. Wurde irgendwann einfach angeschrieben, dass ich dort jetzt Pflichtversichert bin und jeden Monat Summe X bezahlen muss.

Als ich nach der Rechtsgrundlage gefragt habe, wurde dies mit der KV-Pflicht begründet und ich habe die Gesetzestexte auch nachgelesen. Steht alles im Sozialgesetzbuch.
Als ich die Zahlung verweigert habe kam dann Post vom Hauptzollamt: "Vollstreckungsankündigung"
Habe dann gezahlt und zahle seitdem.

Die einzige möglichkeit aus der KV rauszukommen ist, sich eine andere KV zu suchen oder eben auszuwandern.

Sonst wäre es ja keine Pflicht. Du kannst ja auch nicht einfach deinen Rundfunkbeitrag oder deine Steuern kündigen.
Es sind Pflichtabgaben, zu denen du in diesem Land gezwungen wirst und gegen die du dich nicht wehren kannst.
Ist zwar traurig, aber leider war.

Um deine anderen Fragen noch zu beantworten:
Genug Geld  - ja, im 6-stelligem Bereich
Wissen was das Leben kostet - ja
Job habe ich bzw ich arbeite im Internet, also kann von überall aus arbeiten.
Wohnung habe ich noch nicht, sollte aber kein Problem sein.
Sprache spreche ich fließend.

Kommentar von Apolon ,

Nein, jeder der in Deutschland lebt wird dazu gewzungen sich zu versichern.

Wie kommt man nur auf so eigenartige Ideen?

Nein, denn auch die US-Streitkräfte leben in Deutschland und benötigen keine deutsche Krankenversicherung.

Sie sind auch nicht mit Hauptwohnsitz hier gemeldet.

Kommentar von OneQuest ,

Mit "jeder in Deutschland lebt" meinte ich jeden, der seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hat.

Kommentar von Apolon ,

Ja, das siehst du falsch.

Auch jeder Selbständige, oder Beamter der in Deutschland mit Hauptwohnsitz gemeldet ist muss eine Krankenversicherung abschließen.

Antwort
von AnjaStrabu, 22

Hallo OneQuest,

wenn Du genug Eigenkapital für den Notfall hast, dann sollte es auch für die monatliche Krankenversicherung reichen, oder?

Anders gefragt: Was ist für Dich ein Notfall? Unfall mit langer Nachsorge, Krebserkrankung, Diabetes, Hirntumor, Herzinfarkt, Schlaganfall? Manchmal reicht auch ein komplizierter Bruch, wenn Du vom Bordstein kippst, um dich für einiges an Geld außer Gefecht zu setzen.

Mach Dich auch mal in Deinem Zielland kundig, was ein Tag auf der Intensivstation kostet. Hast Du das wirklich bis zu Ende durchgerechnet? 

Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber es gibt durchaus fiese Krankheiten, die man auch in jungen Jahren bekommen kann und die richtig teuer werden können. Und irgendwann ist eben auch der Lack ab. Je jünger Du bist, desto weniger Lust hast Du vielleicht auch, dann wegen einer medizinischen Versorgung langfristig gesundheitlich doof dazustehen.

Viel Spaß beim Rechnen und eine gute Gesundheit, egal wie Deine Entscheidung sein wird.

Anja

Kommentar von OneQuest ,

Hallo Anja,

Natürlich reicht mein Kapital und mein monatliches Einkommen für eine Krankenversicherung. Aber was ist das denn für eine Argumentationsgrundlage? Ich buche mir doch auch keine Putzfrau, obwohl ich sie nicht brauche, nur weil mein Kapital dafür theoretisch ausreichen würde. Das eine hat doch mit dem anderen rein gar nichts zu tun.

Generell habe ich gegen Krankenversicherungen oder Versicherungen im allgemeinen nichts einzuwänden und finde es sehr gut, dass es Versicherungen gibt.

Wogegen ich etwas habe ist die Pflicht eine Krankenversicherung zu besitzen und diverse andere gesetzliche Regilierungen, die einen freien Markt in der Krankenversicherungsindustrie unmöglich machen.

Außerdem:

- Muss ich mit meinem gesunden Lebensstil für alle Versicherten mit ungesundem Lebensstil (die dadurch häufiger krank werden) mitbezahlen.
- Muss ich für Chemotherapien, Transplantationen und diverse andere extrem teure Operationen und Therapien für andere Versicherte mitbezahlen, obwohl ich persönlich diese als Versicherter niemals in Anspruch nehmen würde.
- Muss ich für Geschlechtsumwandlungen und diverse andere Dinge mitbezahlen, die ich persönlich nicht für gesundheitlich relevant halte.

Um hier nur mal ein paar Stichpunkte zu nennen. Ich könnte hier noch hundert weitere aufzählen.

Die wenigen Dinge, die ich in Anspruch nehmen würde sind da leider auch noch genau die Dinge, bei denen man draufzahlen muss. (Zahnärzte)

Es ist also im Prinzip so, als würde man einen Veganer dazu zwingen, in ein "all you can eat" Fleisch-Restaurant zu gehen und die 50€ Eintrittsgebür zu zahlen, obwohl von vornherein klar ist, dass dieser dort nur die vergleichsweise günstigen Beilagen essen wird und dazu noch ein Glas Wasser trinkt, für das er dann auch noch selbst zahlen muss.
Der zahlt dann für alle anderen unfreiwillig mit.

Hinzu kommt noch, dass ich bei meinem monatlichen Einkommen sogar noch mehr zahlen muss als die Meisten in meinem Alter.

Um es zusammenzufassen finde ich das komplette System moralisch verwerflich, was vor allem auf den Zwang und die gesetzlichen Regilierungen zurückzuführen ist.
Würde es diese nicht geben, dann gäbe es viel mehr Auswahl an Versicherungen und auch ich würde ggf. eine Versicherung abschließen, wenn ich mit dem Preis/Leistungsverhälnis zufrieden bin.

Trotzdem danke für deine Anregungen. Ich kann deinen Standpunkt gut nachvollziehen, da ich früher selber so gedacht habe, bis ich mal angefangen habe dieses ganze System zu hinterfragen.

Kommentar von AnjaStrabu ,

Hallo OneQuest,

ich kann Deine Argumente gut nachvollziehen. Ich habe auch keine Lust, für Raucher etc. mitzuzahlen. Allerdings habe ich eine Putzfrau. Ob ich sie zum Überleben brauche, sei mal dahingestellt. ;-)

Für mich ist damals, als ich noch in Deutschland gewohnt habe, die Wahl auf eine private Krankenversicherung mit sehr hoher Eigenbeteiligung gefallen. Das war für mich ein guter Kompromiss zwischen Absicherung im Notfall und dem Bezahlen für Leistungen, die ich nicht in Anspruch genommen habe.

Wenn Du hauptberuflich selbstständig bist, bist Du doch sowieso von der Krankenversicherungspflicht befreit in Deutschland? Oder hat sich daran was geändert in den letzten Jahren?

Lieben Gruß von
Anja

Kommentar von OneQuest ,

Hallo Anja,

Es freut mich, dass du die Argumente nachvollziehen kannst.

Wenn Du hauptberuflich selbstständig bist, bist Du doch sowieso von der
Krankenversicherungspflicht befreit in Deutschland? Oder hat sich daran
was geändert in den letzten Jahren?

Ja, die Änderung gab es vor schätzungsweise 5-10 Jahren. Seitdem ist jeder, der in Deutschland seinen Hauptwohnsitz hat Krankenversicherungspflichtig.

Antwort
von 1988Ritter, 47

Die Krankenversicherungspflicht endet mit der Beitragspflicht.

Dies ist dann gegeben, wenn Du Dich nicht mehr im Geltungsbereich der BRD aufhälst.

Antwort
von BenniXYZ, 49

Ganz einfach. Du gehst zum Einwohnermeldeamt und meldest dich aus Deutschland ab. Diesen Schriebs leitest du an deine GKV weiter, dann bist du raus. Das kannst du auch 14 Tage vor deiner Abreise erledigen.

Schwieriger wird es, wenn du nach z.B.15 Jahren krank wieder angekrochen kommst. Weil dir in deinem Wunderausland nicht geholfen werden kann. Dann muß dich deine alte Kasse nicht zurück nehmen, weil du freiwillig versichert warst und nicht pflichtversichert. Bleibt dir nur noch die Basisversicherung der PKV. Deren Beiträge berechnen sich bekanntlich nach dem Gesundheitsstatus ihrer Mitglieder. Kannst du mit saftigen Zuschlägen rechnen.

Und Pflegeversicherungsmäßig bekommst du nichts. Dazu müßtest du in 10 Jahren mindestens 24 Monatsbeiträge bezahlt haben.

Um das alles zu umgehen, müßtest du eine Anwartschaft abschließen. Blos, das ist ja wieder etwas, wo du heute keinen Sinn drin siehst. Und du wirst ja nicht krank.


Kommentar von Apolon ,

 Dann muß dich deine alte Kasse nicht zurück nehmen, weil du freiwillig versichert warst und nicht pflichtversichert. Bleibt dir nur noch die Basisversicherung der PKV.

Dies ist totaler Unsinn.

Maßgebend ist, wie er zuletzt krankenversichert war.

Bedeutet, wenn er im Ausland nirgends versichert war muss er in Deutschland wieder in die GKV.

Kommentar von BenniXYZ ,

Moin Apolon,

lies doch mal das SGB 5, § 52a "Leistungsausschluß". Gibt es zig Urteile dazu. Die GKV muß nur aufnehmen, wer vor seiner Auswanderung pflichtversichert war. Unser Fragesteller ist jedoch freiwillig versichertes Mitglied. Folglich kann die Gesetzliche dankend ablehnen.

Antwort
von from1, 46

Moin da kann ich dir kompetent weiterhelfen. Du kannst dich bei deiner gesetzlichen Kasse abmelden, da du dich abmeldest in Deutschland - die Bestätigung der Abmeldung wird von der Kasse benötigt um deine "freiwillige KV" zu beendet und ist ausreichend. Beitragspflicht endet somit ebenfalls mit dem Datum deiner Abmeldung. Fristen gibt es hier nicht zu beachten. Dies geht auch Rückwirkend. Warte jedoch nixjt zulange um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Es ist also wirklich sehr unkomplizierte :)

Kommentar von OneQuest ,

Super, das freut mich zu hören! :)

Danke vielmals

Antwort
von ClochardFranken, 95

Gerade wenn du genügend Eigenkapital hast, solltest du nicht an der Krankenversicherung sparen. Es sei denn, du bist mehrfacher Millionär.

Ich weiß nicht, was du glaubst, was z.Bsp. eine kleine Operation, mit ein paar Tagen Krankenhausaufenthalt kostet. Oder eine Krebsbehandlung, oder tägliche Medikamente, bei einer chronischen Erkrankung wie Diabetes.

Bist du Privat oder gesetzlich versichert?

Kommentar von OneQuest ,

Ich bin in einer gesetzlichen Krankenkasse "freiwillig Versichert"

Ich war bis 23 bei meinen Eltern mitversichert und wurde dann einfach von der Versicherung übernommen, ohne dass ich jemals einen Vertrag dort unterschrieben habe. Ich kenne also meinen Vertrag nicht.
Auf Nachfrage wurde mir dann sinngemäß geschrieben, dass ich keine Chance habe aus der Versicherung auszutreten, es sei denn ich wechsle in eine andere Versicherung.

Danke für deine Bedenken. Ich habe aber trotzdem kein Interesse an einer KV. Ich zahle für meine KV derzeit weitaus mehr, als ich im Monat beispielsweise für Lebensmittel bezahle und ich war seit über 10 Jahren nicht mehr beim Arzt. Dann lege ich mir das Geld lieber selber zur Seite und zahle dann im Ernstfall meine Behalndlung selber. Mir ist durchaus bewusst was eine Operation kostet und es lohnt sich einfach für mich nicht. Selbst wenn ich jedes Jahr vom Auto angefahren werde, wäre ich finanziell i.d.R. immer besser bei Selbstzahlung dran. Bei richtig teuren Behandlungen (Krebs, etc.) würde ich ohnehin keine Chemo machen.

Es geht mir aber vor allem um den Zwang. Gegen Krankenversicherungen habe ich eigentlich gar nichts einzuwenden, aber einer der Hauptgründe, warum ich überhaupt auswandern will, ist einfach, dass ich in diesem Land ständig dazu gezwungen werde Leistungen zu bezahlen, die ich gar nicht beantsprucht habe oder haben möchte.
Sei es die Krankenversicherung, die ich nicht brauche, oder der Rundfunkbeitrag, obwohl ich gar keinen Fernseher habe und auch die Bankenrettungen, Griechenland, Asylflut, Waffenindustrie und viele weitere Dinge sind einfach Sachen, die ich moralisch nicht unterstütze und trotzdem dazu (in letzter Instanz sogar mittels Waffengewalt oder Freiheitsentzug) gezwungen werde diese mitzufinanzieren. So etwas sollte es in einem freien Land meiner Meinung nach nicht geben.

Kommentar von ClochardFranken ,

Ich könnte dazu jetzt einiges sagen, z.Bsp. das eine fehlende Krankenversicherung, das größte Armutsrisiko, nicht nur bei Auswanderern ist. Aber ich denke, du bist deiner Sache sehr sicher, und hast deine festen Überzeugungen.

Ich denke du kannst ohne Einhalt von Fristen kündigen.

Formloses Schreiben, mit einer Kopie der Abmeldung des Wohnsitzes, und mit der Begründung: Verlagerung des Hauptwohnsitzes ins Ausland.

Viel Glück!

Kommentar von Sniffys ,

Du bezahlst die SVs nicht für dich, sondern für die Allgemeinheit. Und die Allgemeinheit zahlt dann im Gegenzug für dich. So ist das System. Du könntest beispielsweise mal eine Spenderniere brauchen. Dann bist du mit mehreren 10000 Euro dabei. Die bezahlst nicht du, sondern die anderen. Man kann als junger gesunder Mensch leicht daherreden. Aber jeder alte oder chronisch kranker Mensch ist froh über eine Krankenversicherung. Genauso kann dich ein Schlaganfall o.ä. treffen. Das bedeutet meist eine lebenslange Behinderung. Und für die Folgekosten zahlt die Allgemeinheit, nicht du selbst. Daher kommt übrigens auch das Sozial in Sozialversicherung.

Kommentar von OneQuest ,

Mir ist bewusst, dass das System so funktioniert und genau das gefällt mir eben nicht.

Ich bin einzig und allein für mich selbst verantwortlich und erwarte auch im Gegenzug nicht, dass sich irgendjemand für mich verantwortlich fühlen muss.

Wenn du das System gut findest, dann habe ich da gar nichts gegen und du kannst ja auch gerne drin bleiben. Aber ich lasse mich nicht dazu zwingen und lasse mir auch kein Geld klauen.
Und es ist nunmal ein System was auf Zwang basiert. Wäre es ein freiwilliges System, dann hätte ich damit gar kein Problem.

In den Wörtern Sozialversucherung, Sozialismus, usw. steckt zwar das Wort Sozial drin, hat aber nichts mit "sozial" im Sinne von hilfsbereit, gemeinschaftlich zu tun.

Wenn ich mit Waffengewalt dazu gezwungen werde mein eigen verdientes Geld abzugeben, dann ist das per Definition Diebstahl und ist somit nicht sozial, sondern unmoralisch und verwerflich.

Und der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.

Sozial wäre es, wenn man jemandem freiwillig und selbstlos hilft.

Kommentar von Sniffys ,

Da würd ich mich aber eher über die Steuern aufregen als über ein Sozialsystem, um das uns sogar viele beneiden. Außerdem hast du bei Krankheit ja auch noch mit anderen Kosten zu rechnen. Du brichst dir ein Bein, mußt operiert werden. Gut, die 3000 Euro kannst du noch bezahlen, aber dann bist du noch mehrere Wochen krankgeschrieben. Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, dass heißt, du mußt wieder an dein erspartes. Laß das mal zwei, drei Monate dauern, dann sind schon 7000 oder 8000 Glocken weg. Das kannst du vielleicht noch stemmen und dann brichst du dir zwei Wochen später das andere Bein....

Kommentar von OneQuest ,

Steuern sind auch Zwangsabgaben und dafür gillt für mich genau das gleiche. Steuern sind für mich sogar noch schlimmer, weil ich damit zwangsläufig Dinge mitfinanziere, die ich überhaupt nicht unterstützen möchte oder sogar vollkommen dagegen bin.

Lohnfortzahlung trifft für mich nicht zu. Ich bin selbstständig und verdiene mein Geld mit nicht-körperlicher Arbeit.

Solange ich bei klarem Verstand bin und Internetzugang habe, kann ich Geld verdienen. Ob ich da ein gebrochenes Bein oder Rippe habe ist für meine Arbeit unrelevant.

Falls mir irgendetwas passieren sollte, was meine Denkfähigkeit so massiv beeiflusst, dass ich nicht mehr arbeiten kann, würde es für mich eh keinen Sinn mehr geben zu Leben.
Allgemein würde ich bei vielen Krankheiten den Tod vorziehen, als künstlich am Leben gehalten zu werden.

Außerdem ist auch die Gesundsheits- und Pharmaindustrie sehr Profitorientiert und viele Operationen oder Behandlungen sind entweder nahezu Nutzlos oder total überteuert.
Durch die Zwangsabgaben und die Monopolstellung gibt es keinen freien Markt, weswegen die Preise so hoch angesetzt werden können.

Ich könnte das jetzt noch weiter erläutern, aber das würde dich wahrscheinlich sowieso nicht von deiner Meinung abbringen.

Fakt ist einfach, dass die Chance, dass ich von einer KV profitiere geringer ist, als die Chance, dass ich bei einem Flugzeugabsturz verunglücke. Und das Risiko bin ich bereit einzugehen, genau wie ich bei jedem Flug auch das Risiko eingehe zu sterben, oder bei jedem Gang über die Straße.

Es gibt nie eine 100%ige Absicherung und jeder Mensch stirbt irgendwann. Egal ob er noch 10 Jahre künstlich am Leben gehalten wird oder nicht.

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