Abmahung für Nichts?

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15 Antworten

Die Forderung, du hättest deine Krankheit am Montag schon am Freitag ankündigen müssen, ist natürlich Quatsch! Die Abmahnung ist hier auch nicht haltbar. Du kannst gegen die Abmahnung vorgehen und wirst Recht bekommen.

Der fehlende Tankgutschein ist so eine Sache. Falls dieser eine freiwillige Dreingabe deines Chefs ist, auf den du vertraglich keinen Anspruch hättest, kannst du nicht viel machen, ausser es wäre betriebliche Übung.

Ob sich das Einschalten eines Anwaltes lohnt, musst du letztlich selbst wissen. Auf der einen Seite muss natürlich Recht bleiben, was Recht ist. Auf der anderen Seite wird dadurch das Verhältnis zu deinem Chef nicht besser.

Bevor du die große Keule Anwalt rausholst, wäre es vielleich angebracht, mit dem Chef mal ein paar Worte unter 4 Augen zu reden und die Sache klarzustellen.

Kann es sein, dass du auch an anderer Stelle mit deinem Chef Probleme hast oder er mit dir? Irgendwie sieht mir diese Abmahnung wie eine billige Retourkutsche aus.

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Empfehlt ihr mir mit einem Anwalt dagegen vorzugehen?

Wenn Du wieder gesund bist gehe zu Deinem Chef und bitte ihn um ein Gespräch oder wenn es ein Betriebsrat gibt kannst Du Dich auch an den wenden.

Dann die Sache erklären wie Du es hier gemacht hast, vielleicht man man sich nur in der Person vertan.

Kann ja nicht angehen das man eine Abmahnung aus dem angegebenem Grund bekommt.

Dazu kommt, dass ich zum Lohn immer eine Tankkarte im Wert von 50Euro bekomme, diese wird mir nun als Strafe für diesen Monat gestrichen.

Wenn es eine freiwillige Leistung ist, was ich vermute, kannst Du nichts dagegen machen.


Du kannst dann immer noch der Abmahnung widersprechen, es gibt keine Fristen für Widerspruch:

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt\_Arbeitsrecht\_Handbuch\_Abmahnung\_Fristen.html#tocitem3

MfG

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da ich mich bis Freitag 13 Uhr nicht gemeldet habe

zunächst mal klären warum und wieso? Das wird nichts mit der Krankmeldung zu tun gehabt haben, das war ein anderer Vorfall

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Ruf im Betrieb an, da ist irgendwas schief gelaufen. Sag denen am Telefon, dass Du am Montag selbst die Krankmeldung abgegeben hast und es nicht der Wahrheit entspricht, dass Du Dich einfach nicht gemeldet hast.

Ich hoffe, die Sache klärt sich auf. Sollten die die Krankmeldung verschusselt haben, hast Du ja immer noch den Beweis, dass Du die Zweitschrift an die Kasse geschickt hast. Hast Du doch, oder? lg Lilo

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Kommentar von ChristianLE
20.01.2016, 13:12

Ruf im Betrieb an, da ist irgendwas schief gelaufen. Sag denen am Telefon, dass Du am Montag selbst die Krankmeldung abgegeben hast und es nicht der Wahrheit entspricht, dass Du Dich einfach nicht gemeldet hast.

Einer Abmahnung sollte man niemals telefonisch widersprechen, sondern immer schriftlich. Ein Anruf dürfte hier ins Leere laufen.

Sollten die die Krankmeldung verschusselt haben, hast Du ja immer noch den Beweis, dass Du die Zweitschrift an die Kasse geschickt hast.

Was soll das für ein Beweis sein? Allein die Tatsache, dass der Krankenschein bei der Krankenkasse eingereicht wurde, beweist längst nicht, dass auch ein Schein beim Arbeitgeber eingereicht wurde.

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Du hättest Freitag schon wissen sollen, dass du drei Tage später krank bist? Das ist natürlich eine unsinnige Forderung und somit wäre es die Abmahnung auch. Wenn das so in der Abmahnung formuliert ist, hast du mehrere Möglichkeiten:

1. du kannst mit dem Chef reden und ihn bitten, die Abmahnung zurück zu nehmen.

2. du kannst eine schriftliche Stellungnahme einreichen, die zu den Akten genommen wird. Darin widersprichst du der Abmahnung mit dem genannten Agrument.

3. Du lässt einen Anwalt ein entsprechendes Schreiben formulieren, was ich allerdings eher nicht tun würde, weil es dich Geld kostet und die Angelegenheit vermutlich auch ohne Anwalt klar ist.

4. du machst gar nichts, denn sollte es irgendwann mal zu weiteren Schwierigkeiten kommen, kannst du diese Abmahnung immer noch anfechten und vom Tisch bringen. Was angesichts der offensichtlich utopischen Forderung leicht sein dürfte. Dann ist der Überraschungseffekt für deinen Chef vermutlich noch größer.

Ein wenig hab ich gezögert bei deiner Schilderung und frage mich, ob du denn das Attest gleich zu Beginn deiner Arbeit abgegeben hast oder erst später. Hättest du erst später abgegeben und nicht vorher Bescheid gesagt, dann könnte man dir das sehr wohl vowerfen. Aber eben nicht mit der Forderung, dich schon freitags zu melden.

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Das geht auch erst einmal ohne Anwalt, da die Sache eindeutig erscheint. Widerspreche der Abmahnung schriftlich und nachweislich und fordere eine Rücknahme der Abmahnung.

Erst wenn dies ins Leer läuft, macht ein Anwalt Sinn.

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es steht dort drin, da ich mich bis Freitag 13 Uhr nicht gemeldet habe werde ich abgemahnt [...] schließlich habe ich meinen Krankenschein sofort am Montag abgeben.

Es geht ja aber offensichtlich nicht darum ob dein Krankenschein pünktlich kam sondern darum, dass du dich Freitag nicht beim Betrieb gemeldet hast.

Das geht gar nicht. Da gibts - meiner Meinung nach - zurecht eine Abmahnung.

Das nächste mal rechtzeitig krankmelden damit der Betrieb für den Tag Bescheid weiß.

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Wenn du tatsächlich gleich am ersten Tag deiner Krankschreibung die Krankmeldung im Betrieb abgegeben hast und du wegen fehlender Meldung die Abmahnung erhaklten hast, dann ist die Abmahnung nicht gerechtfertigt.

Du musst der Abmahnung unbedingt widersprechen und Rücknahme der Abmahnung erwirken. Das kann, wenn es gut läuft, bei einem persönlcihen Gespräch mit dem Chef erledigt werden (so hatte ich das erledigt, als ich vor Jahren mal eine ungerechtfertigte Abmahnung bekam - da ging ich mit dem Schrieb zum Boss, legte ihm das vor und wies darauf hin, dass das Ding sachlich unbegründet war; daraufhin zerriß der Boss die Abmahnung und ging gleich ins Personalbüro, den Eintrag in der Personalakte sofort entfernen lassen). Wenn dein Chef derartige Vorgehen jedoch nicht ermöglicht, dan wirst du notfalls zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht gehen müssen. Es sei denn, ihr habt einen Betriebsrat, an den könntest du dich ebenfalls wenden.

Warum einer Abmahnung widersprochen werden muss? Weil andernfalls bei vorhandener Abmahnung eine Kündigung erfolgen kann.

Ach ja, bist du dir sicher, dass es sich um eine Abmahnung handelt? Wird darin eine Kündigung erwähnt? Falls nicht, wäre es nur eine Ermahnung, und die wäre dann nicht so bedeutungsvoll.

Gute Zusammenstellung zum Thema findest du u.a. auch hier:

http://kuendigungsanwalt.de/abmahnung.html

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Kommentar von PeterSchu
21.01.2016, 00:42

"Warum einer Abmahnung widersprochen werden muss? Weil andernfalls bei vorhandener Abmahnung eine Kündigung erfolgen kann."

Eine Kündigung kann es zwar geben, aber die bekommt man schnell vom Tisch, wenn das Gericht dabei die Abmahnung betrachtet und befindet, dass sie ungerechtfertigt ist. Also kann man den Chef durchaus im Glauben lassen, dass er eine wirksame Abmahnung in der Hand hat.

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Anwalt noch nicht, versuche das erstmal mit dem Vorgesetzten zu klären, für den Anwalt bleibt noch Zeit, wenn das Gespräch zu nichts führt. Nur gefallen lassen solltest es Du Dir nicht

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Hier liegt doch offensichtlich ein Versehen vor.

Oder der Arbeitgeber setzt bei dir hellseherische Fähigkeiten voraus: "Ist doch klar, wenn du am Montag zum Arzt gehst, musst du das doch am Freitag vormittags wissen".

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du weißt nicht, daß man bei starken Schmerzen zum Arzt soll, der einen krank schreibt?

woher hast du dann die Krankmeldung, bzw. wann warst du das letzte Mal beim Arbeiten?

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Kommentar von Familiengerd
20.01.2016, 13:34

du weißt nicht, daß man bei starken Schmerzen zum Arzt soll, der einen krank schreibt?

Er wusste am Freitag selbstverständlich noch nicht, dass er am Montag früh zum Arzt musste!

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da ich mich bis Freitag 13 Uhr nicht gemeldet habe werde ich abgemahnt.

Kann es vielleicht sein, dass es da um einen völlig anderen Sachverhalt geht als um die montägliche Krankheit?

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Hast du dich Montag morgen denn zum Arbeitsbeginn krank gemeldet?

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Bis Freitag 13 Uhr wenn du Montag Krank warst? Das passt ja vorne und hinten nicht. Auch als Strafe Geld abzuziehen oder ähnliches ist nicht erlaubt.

Man darf keine "Strafe" aushändigen in dem man Lohn oder ähnliches streicht wodurch du nun mehr kosten hast.

Warst du denn Freitag arbeiten?

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Wenn Du Freitag schon von der Arbeit ferngeblieben bist und Dich nicht abgemeldet hast und offenbar in Deinem Vertrag steht, wann Du Dich zu melden hast, nutzt ein Anwalt wohl auch nichts.

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Kommentar von XIhrJungeX
20.01.2016, 12:49

Ich war Freitag noch bei der Arbeit, ich bin erst am Montag in der Früh zum Doktor gefahren.

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