Frage von anonym4545,

abmahnung in der probezeit,was tun

Hallo ich befinde mich seit 01.09. in einer Ausbildung. Bis jetzt habe ich noch immer keinen Ausbildungsvertrag zurück bekommen. Jetzt habe ich eine Abmahnung bekommen, weil ich mein Berichtsheft nicht abgegeben habe. In dieser Abmahnung steht, das ich laut Arbeitsvertrag meinen Pflichten und somit den Führen eines Berichtsheftes nachkommen soll. Leider habe ich meinen Ausbildungsvertrag noch nicht ausgehändigt bekommen weil dieser noch bei der IHK ist und es war Februar als ich ihn unterschrieben habe. Desweiteren steht darin, dass ich schriftlich ermahnt wurde, welches aber nicht stimmt, da ich nichts bekommen habe. An demselben Tag als ich diese schriftliche Ermahnung bekommen haben sollte, war ich bei meinen Chef und der hat mir auch nichts gesagt. Jetzt habe ich erfahren, dass ein Zettel im Personalraum für alle gehangen hat. Diesen konnte ich aber nicht lesen, da ich zu dieser Zeit Berufsschule hatte. Leider bekam ich am Anfang meiner Ausbildung keine Unterweisung, wann ich mein Berichtsheft abzugeben habe und das ich auch während der Schulzeit und während meines Urlaubs an meiner Arbeit vorbeischauen muss. Als letzter Satz steht nun, dass dies in die Personalakte gelegt wird und bei jeden weiteren Verstoß eine fristlose Kündigung folgt. Was soll ich jetzt tun und was soll ich davon halten? Andere Azubis haben auch eine solche Abmahnung bekommen, diese sind aber 2. Lj.

Antwort von GerdaG,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Seltsamer Sachverhalt, auf den man hier nicht komplett eingehen kann. Vielleicht solltest Du mal Deine Eltern oder einen Berufsschullehrer einschalten. Oder auch die für die Ausbildung zuständige Kammer.

Kommentar von Arwen45,

Das hört sich aber seltsam an, er/sie hat nicht gemerkt, dass alle anderen ein Berichtsheft führen??? Holzauge sei wachsam!

Kommentar von GerdaG,

Nicht nur das. Ein Aushang wird nicht gesehen (war der nur 1 Tag da?) usw.

Kommentar von anonym4545,

ich war ja 14 tage in der schule und als ich angerufen hab wie ich am wochenende arbeiten muss und gefragt hab ob es was gibt, hat mir auch keiner was gesagt....

Kommentar von GerdaG,

Kennst Du nicht einen Erwachsenen, der Dir helfen kann? Wenn die Dich wirklich über den Tisch ziehen wollen, dann brauchst Du einen Menschen an Deiner Seite.

Antwort von Installateur,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Naja, ob das so wirklich unzulässig ist kann ich net sagen.

Zu deinen Pflichten als Azubi gehört es auch dich zu erkundigen wie, wann und was du zu tun hast.

Wie du schreibst gibt es in deinem Betrieb Azubi's die schon länger dort sind, diese hättest du längst mal fragen können wie das läuft! Also hattest du gelegenheit dich zu informieren. Und du hättest auch gelegenheit gehabt den Aushang zu lesen.

Du solltest dein Berichtsheft schnellstmöglich uns sehr ordentlich abgeben und dich entschuldigen. Zudem sollte dir das nicht nocheinmal unterlaufen.

Eine Abmahnung ist nicht weiter wild solange es nicht zu einer zweiten kommt.

Das einzige was mir schleierhaft ist, meines wissens erfolgt so eine Abmahnung zuerst mündlich und wird später schrifftlich festgehalten, so das du in dem Moment der Abmahnung noch die Gelegenheit zur darlegung deiner Gründe hast. Da du nun aber längere Zeit nicht anwesend warst hatte natürlich auch niemand Gelegenheit dich mündlich abzumahnen ... wie sich das ganze rechtlich genau verhält - kein plan. Bin leider kein Rechtsverdreher.

Solltet ihr einen Betriebsrat haben, könntest du dort höflcih und vorsichtig einmal nachfragen wie sich das nun verhält. Aber da du noch in der Probezeit bist würde ich an deiner stelle keinen zu großen Aufstand machen, denn sonst ists schnell zuende, denke ich mir.

Naja, wie gesagt schnellstens abgeben das ding und immer brav führen, dann ist alles gut.

Viel Glück und alles gut bei der Ausbildung.

mfg

Antwort von bulli66,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

du arbeitest schon mal in einem erbärmlichen betrieb. wenn ihr eine jugendvertretung oder besser einen betriebsrat habt, schildere denen den fall. abmahnungen verfallen nach zwei jahren. auch hast du das recht nach zwei jahren persönlich in deiner personalakte nachzusehen ob die abmahnung wirklich gelöscht wurde. um dich zu kündigen, muss er dich dreimal mit dem selben grund abmahnen, sonst ist die kündigung beim vierten gleichen verstoss ungültig. auch wenn in der abmahnung drinnensteht, dass du beim nächstenmal gekündigt wirst, ist das nicht möglich vom arbeitgeber her.

Kommentar von Installateur,

Er muss nicht aus dem selben Grund abmahnen. Der Grund ist egal, bei 3 Abmahnungen ist es aus, dann bist du raus.

Kommentar von bulli66,

das ist falsch. definitiv 3x wegen dem selben grund. deine variante ist ein hartnäckiger irrglaube

Kommentar von bitmap,

@bulli66 Nö, deine Variante (3 x Abmahnung = Kündigung) ist ein hartnäckiger Irrglaube. Man kann - je nach Vergehen - auch ohne Abmahnung fristlos gekündigt werden. Und in der Probezeit einer Ausbildung nach BBiG kann man eh fristlos gekündigt werden ohne jeden Grund. http://kuerzer.de/zdZiuYW3X


''bmahnungen verfallen nach zwei jahren.''

Und eine 'Verfallfrist' für Abmahnungen gibts auch nicht. Wo haste denn das her?

Kommentar von Installateur,

Doch. Wurde 3x aus verschiedenen Gründen Abgemahnt ist das ein Kündigungsgrund, fristlos.

Wird aber zum 2ten mal aus dem selben Grund abgemahnt ist das auch eine Kündigung.

Siehe : http://www.froehling-albers.de/index.htm?aktuell/abmahnung.htm~mainFrame

Also immer schön das Berichtsheft führen und pünktlich abgeben, wie ich sagte.

Kommentar von bitmap,

Und hier die Aussage eines Fachaanwaltes für Arbeitsrecht zur Legende '3 x abmahnen = Kündigung':

''Muss man vor einer Kündigung mehrfach oder gar dreimal abmahnen?

Nein. Ebenso wenig wie man vor Erhebung einer Zahlungsklage den säumigen Schuldner dreimal zur Zahlung auffordern muss, muss man seinen gegen rechtliche Pflichten verstoßenden Arbeitsvertragspartner (Arbeitnehmer oder Arbeitgeber) vor Ausspruch einer Kündigung mehrfach oder gar dreimal abmahnen. Eine Abmahnung genügt, um im Wiederholungsfall eine Kündigung aussprechen zu können.''

http://kuerzer.de/iy8ZuWmlM

Antwort von moondiver,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Habt ihr keinen Betriebsrat? Der weiß da sicherlich bestens Bescheid... LG

Kommentar von anonym4545,

bei uns gibt es keinen betriebsrat und für september hab ich es auch schon mal abgegeben weil ich mir halt dacht gibst es mal für den monat ab und nun war ich in der schule und hab ja keinen schriftlichen bescheid bekommen und der chef selber hat auch nichts gesagt als ich im betrieb war...

Antwort von Melanchen,

http://www.hwk-duesseldorf.de/ausbild/beratung/fragen2.html

Antwort von bitmap,

''ich befinde mich seit 01.09. in einer Ausbildung.''

  • Na dann bist du unter Umständen noch in der Probezeit und da kann ohne Grund fristlos gekündigt werden. http://kuerzer.de/zdZiuYW3X Da brauchen die nicht mal ne Abmahnung für.

''Bis jetzt habe ich noch immer keinen Ausbildungsvertrag zurück bekommen.''

  • Das ist natürlich nicht okay. (§ 11 BBIG).

Ansonsten stellt sich mir die Frage, ob man wirklich in einer Ausbildung sein kann, ohne auch nur im geringsten mitbekommen zu können, dass man da ein Berichtsheft zu führen hat. Du hast (auch in der Berufsschule) Umgang mit anderen Auszubildenden und willst wirklich nirgendwo mitbekommen haben, dass das Führen eines Berichtsheftes zu den Pflichten des Azubi gehört?

Wie dem auch sei. Du solltest jetzt schleunigst das das Heft ergänzen und in Zukunft führen, denn - wie bereits erwähnt - brauchen die das nicht mal als Grund, um in der Probezeit zu kündigen.

''und das ich auch während der Schulzeit und während meines Urlaubs an meiner Arbeit vorbeischauen muss.''

  • Während des Urlaubs nicht, aber während der Schulzeit, ist es zumindest so, dass (je nach Alter) du nach der Schule evtl. nochmal in die Firma musst. Da gelten - je nach Alter - unterschiedliche Gesetze zur Arbeitszeit (ab 18 Arbeitszeitgesetz und unter 18 Jugendarbeitsschutzgesetz) und du bist ja (nach BBiG) nur für den Unterricht freigestellt. Das heißt also nicht automatisch, dass du, wenn du Schule hast, kein arbeiten angesagt ist.
Antwort von RamsesII,

Geh mal zum Betriebsrat, das ist so nicht zulässig.

Kommentar von GerdaG,

Nicht jeder Betrieb hat einen Betriebsrat.

Kommentar von RamsesII,

Dann zu dritt zur zuständigen Kammer.

Kommentar von Installateur,

Meinst du wirklich es ist gut dem Chef in der Probezeit wegen sowas zur Kammer zu schleifen? Der wird sich bedanken!

Antwort von claudia2566,

Ja , mein Sohn hatte auch sein Berichtsheft nicht abgegeben, er ist nicht mehr in der Lehre,,wegen so einem scheiß:-( Deshalb gib es ab!!

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    1 Ergänzung
  • Kündigungsfrist in der Probezeit verlängern! Bei einem neuen Job muss man ja erst einmal die Probezeit überstehen. Falls es dem Unternehmen dann schlecht geht, ist es auch üblich erst die Leute in Probezeit zu entlassen. Deshalb ist es sinnvoll, die Kündigungsfrist in der Probezeit auf mindestens 8 Wochen zu verlängern. Dann hat man im Kündigungsfall noch lange genug Zeit, sich eine neue Arbeit zu suchen.

    1 Ergänzung

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