Frage von donrhymer, 80

Ablehnung einer versicherungspflichtigen Arbeitsstelle bei Hartz 4, aufgrund nicht vorhandener Wohnung?

Hallo, ich hatte letzte woche am 02.12.15 ein Vorstellungsgespräch in Berlin (ca. 300 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt). Ich hätte die Stelle am Montag 07.12.15 antreten können, habe aber so schnell kein Zimmer, geschweigedenn eine Wohnung bekommen. Also ich habe die Arbeit zugesagt, unter der Option, dass ich "eine Schlafmöglichkeit" finden muss. Ich habe versucht bei Bekannten unterzukommen aber das hat leider nicht geklappt! Kann das Jobcenter nun meine Leistung kürzen, da ich diw Beschäftigung nicht angetreten habe? Ich weiß das ich bundesweit vermittelbar bin aber ich kann ja nicht innerhalb von 2 Werktagen bzw. 4 Tagen eine Wohnung in Berlin finden? Würde mich über Antworten freuen... Mit freundlichem Gruß Daniel

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz 4 & Jobcenter, 27

Warum sollten dir deine Leistungen gekürzt oder ganz sanktioniert werden ?

Du hättest die Beschäftigung doch gar nicht annehmen können,weil du die Voraussetzungen gar nicht erfüllt hast,also gar keine Unterkunft hattest,dass aber Bedingung war.

Das nächste mal solltest du dich bei einem Stellenangebot erst mal um eine Unterkunft kümmern,bevor du diese zusagst,wenn du das dem AG - so erklärt hättest,dann hätte man dir ggf.auch einen späteren Beginn vorgeschlagen,hättest dann nur einen schriftlichen Nachweis über die sichere Einstellung gebraucht,dass du dann auch die Zusicherung vom Jobcenter bekommen hättest,also für eigenen angemessenen Wohnraum.

Antwort
von Georg63, 29

Du lehnst den Jon nicht ab, sondern gehst sofort zum JC und beantragst eine Soforthilfe für die Unterbringung in Berlin. Schreib ihnen dazu, dass du die Arbeitsstelle antrittst, sobald die kostenübernahme geklärt ist. dazu legst du die 2 günstigsten, sofort verfügbaren Unterkunftsangebote vor, die du finden kannst.

Denk dran - bei solchen Sachen nie "Nein", sondern immer "Ja, wenn .... " sagen.

Bis die Kostenübernahme durch ist, dürfte sich der Job erledigt haben - Sanktionen sind keinesfalls zulässig.

Antwort
von Bambi201264, 48

Entschuldige mal, aber Du hättest ja auch in eine Pension gehen können?

Natürlich können sie Dir jetzt die Leistung kürzen...

Leute gibt's...

Kommentar von donrhymer ,

Genau ich gebe dann 3/4 meies Lohnes für eine Pension aus! Geht´s noch? Jedes mal diese Unverschämtheiten, wenn man eine legitime Frage stellt! Ich weiß ja nicht wo Sie wohnen aber ich möchte mal sehen wie Sie in 4 Tagen umziehen und dann in der Hauptstadt 600 - 800 € monatlich für eine Pension selber zahlen...!?

Kommentar von Bambi201264 ,

Bist Du auch einer von denen, die keine Kritik vertragen? Erstens ist eine Pension nicht so teuer, die muss ja nicht in Berlin-Mitte sein. Und zweitens, wenn man erstmal in Berlin ist, lernt man auch Leute kennen, kommt an die lokalen Zeitungen, kann einen Makler beauftragen - es gibt genügend freien Wohnraum in B. Google mal immoscout24.de und gib Deine Suchkriterien ein.

Echt, man kann sich auch blöd stellen. Ausserdem hilft Dir die ARGE sicher auch oder Dein AG hat ein paar Tipps für Dich.

Mannomann. Und dann noch gleich beleidigend werden.

Kommentar von Georg63 ,

@Bambi: Ich weiß ja nicht auf welchem Dorf du dein Bambi-Leben fühst, aber in der Hauptstadt läuft das leider nicht so komfortabel.

Selbst ein supergünstiges Pensionszimmer für nur 30 Euro täglich würde im Monat bereits mit 900 Euro zu Buche schlagen, was von ALG2 nicht bezahlber ist. Mehr steht aber im ersten Monat nicht zur Verfügung.

Kommentar von Bambi201264 ,

Lieber Georg, nachdem Du gerade eben auf meinem Profil warst, solltest Du wissen, dass ich mein Bambi-Leben in Hamburg friste.

Okay, gegen Berlin mag das ja ein Dorf sein, aber ist es bei Euch wirklich SO überteuert? Auch Ost-Berlin? Oder Brandenburg? Daher kommt mein Mann...

Und die S-Bahn fährt ja nun nicht SO lange bis in die Innenstadt. Ich bin täglich auch drei Stunden mit ÖPNV unterwegs, um zur Arbeit und wieder zurück zu kommen...

Kommentar von Georg63 ,

Ich dachte, du kommst vielleicht von so weit außerhalb, dass dort die Situation wieder günstig ist.

Das Problem ist, für eine Wohnung musst du dich bewerben - der Andrang bei günstigen Wohnungen ist extrem - die Ansprüche der Vermieter ans Einkommen unrealistisch für Geringverdiener und der Frage scheint mit diesem Job kaum über 1000 Euro zu bekommen.

Damit bekommt man auch in Marzahn (Ost-Platte) keine Wohnung. Auch im Umland ist alles was erreichbar ist sauteuer.

Der Plan des Fragers war also von anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber er hat es probiert und keinesfalls Sanktionen verdient.

Kommentar von Bambi201264 ,

Georg: Mich wundert auch, dass er HEUTE (10.12) fragt, wo er doch am 07. hätte antreten sollen.

Warum fragt er denn nicht am 01. oder früher??? -.-

Kommentar von Bambi201264 ,

Ich hatte hier vorhin noch einen Link reingestellt, der ist weg...

http://www.studenten-wg.de/Berlin%2Cwg.html

So. Da nimmt man sich erstmal ein Zimmer und sucht dann in Ruhe eine ordentliche Wohnung.

Viel Glück, donrhymer! :)

Antwort
von derfiesefriese, 56

Hast Du die EGV unterschrieben?

Kommentar von donrhymer ,

Ja!

Kommentar von derfiesefriese ,

schon mal ungünstig, dadurch bist Du schonmal bundesweit vermittelbar. Ungeachtet dessen kann ich mir nicht v orstellen, dass die Arge Dir nen Strick dsaraus drehen wird, weil Du in Berlin nicht innerhalb der Zwei Werktage ne Wohnung finden konntest

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