Frage von Soy22, 46

Ablehnung Bauantrag ohne Kompromisse?

Hallo zusammen, wer hat schon Erfahrung damit gemacht, wenn eine Gemeinde einen Steine in den Weg legt und partout nicht kompromissbereit ist? Jegliche Lösungsvorschläge werden abgelehnt. Ablehnung § 35; Eine Einzelbebauung wird ohne detaillierte Fallbetrachtung abgelehnt, obwohl alles erschlossen ist und planungstechnisch alles ordentlich laufen würde. Grund: Gemeinde möchte Einheimischenmodell & Bebauungsplan (1 Eigentümer) und natürlich billigen Grund. Bebauungsplan mit Erschließung oder keine Baugenehmigung für 1 Haus. Frage wie man sich das finanzieren soll: Wenn sie sich ein Haus leisten können, müssen sie auch die Erschließung der ganzen Fläche leisten können (3000 qm). Unabhängig davon, dass dies moralisch frech ist, würde mich interessieren, ob jemand auch schon so etwas erlebt hat und ob man die Hoffnung aufgeben soll, oder es manchmal doch noch ein Entgegenkommen gibt. Rechtlich und vom Architekt geprüft, wäre in meinem Fall eine Einzelbebauung kein Thema.

Wie verliert man nicht die Nerven in diesem Bürokratenkrieg?

Antwort
von sonnymurmel, 27

Hey,

ich kann dir berichten, dass man schon manchmal die Nerven verlieren kann ;-)

Ich kenne einen ähnl. Fall..............

Dort wurden die übergeordneten Stellen wie Landratsamt und Regierungspräsidium eingeschaltet.

Es kostete zwar Zeit-Geld und Nerven, aber es kam "wenigstens" ein Kompromiss dabei heraus.

Ich weis jetzt nicht wo du wohnst, aber du kannst es auf jeden Fall versuchen.

Allerdings solltest du  einen Fachanwalt mit ins Boot holen.

Übrigens:

Dein Architekt wird sich nicht unbedingt mit der zuständigen Gemeinde anlegen, denn er will dort ja - außer  deinem Gebäude- in Zukunft noch weitere Anträge einreichen und genehmigen lassen.

Lg und viel Glück.

Antwort
von pharao1961, 24

Nur §35 alleine nutzt mich nix. Welches Bundesland? Landesbauordnung oder was?

Du schreibst einmal, die Fläche ist erschlossen, ein anderes mal, man muss die Erschließung erst herbei führen. Was nun?

Ich bin selbst Planer und habe es in 35 Berufsjahren noch nicht erlebt, dass die Gemeinde oder UBA die Genehmigung verweigert, nur weil denen die Nase nicht gefällt oder weil sie ärgern wollen.

Meist stehen andere Gründe entgegen. So zwischen deinen Zeilen lese ich, dass die Gemeinde wohl vor hat, ein mehr oder weniger großes Gebiet zu erschließen oder erschließen zu lassen. Vermutlich weil sie dann mehrere Grundstücke vermarkten können, bzw. der Investor der die Sache finanziert. Oder habe ich das falsch aufgefasst?

Vielleicht ist es auch im Außenbereich, dann geht grundsätzlich überhaupt garnix, selbst wenn die Versorgungsleitungen nur 10 cm nebendran liegen würden - außer, man erstellt einen B-Plan. Der kostet und dauert eeeeeewig.

Kommentar von Soy22 ,

Ja ich wollte nicht ins Detail gehen, das würde den Rahmen sprengen:-)

Aber relativ gut erahnt. Möchten ganze Fläche erschließen, was natürlich als Privatperson nicht bezahlbar ist. Dadurch ist man gezwungen zu verkaufen oder eben nie bauen zu dürfen.

Bebauungsplan und die Dauer wie du schon sagst, ist keine Option mehr, die Zeit möchte ich nicht mehr investieren.

Ja offiziell nun Außenbereich, aber genau selber Fall wurde vor 2 Jahren genehmigt! Argumentation fehlt bislang immer noch von Gemeinde.

Kommentar von pharao1961 ,

In solchen Dingen sind Details aber wichtig.

Gezwungen zu verkaufen??? Wenn einer der Grundstücksbesitzer nicht verkauft - dann verkauft er eben nicht und die Erschließung, bzw. der B-Plan scheitert. So einfach ist das. Es wird keiner enteignet, nur weil er nicht verkaufen möchte :-)

Entweder du verkaufst und wartest bis die Fläche einen genehmigten B-Plan hat oder du suchst dir selber einen Investor der das vorfinanziert und erschließt oder du verkaufst nicht - dann wird nix aus dem B-Plan und du suchst dir ein anderes Grundstück. Andere Lösungen sehe ich hier nicht.

Antwort
von fiwaldi, 20

Das Schlimme ist, dass die immer wieder einen andern §§ oder Vorschrift aus dem Hut zaubern und eigentlich lieber verhindern als helfen wollen.

Ohne Fachanwalt bekommt man da kaum einen Fuß auf den Boden

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