Frage von Sarkoezy07, 117

Ablauf wärend Narkose?

Was passiert nachdem man eingeschlafen ist? Also das letzte woran ich mich immer erinnert habe, ist das ich Narkosegase durch eine Maske eingeatmet habe und dann eingeschlafen bin. (EKG, Blutdruckmanchete, Infusion usw. war alles schon angeschlossen) Was passiert dann? Damit meine ich, ob mir das Op Hemd ausgezogen wird, wie das mit der Intubation funktioniert und wann das GENAU gemacht wird , wie und wer die Lagerung macht und, und, und. Mich interessiert das wirklich sehr, weil ich in drei Monaten 10 Op's hatte (bin übrigens 15 und war auf der Kinderchirurgie) :)

Antwort
von Schlauchmayer, 109

Dass eine Narkose durch Gas eingeleitet wird, ist eigentlich selten bis ungewöhnlich. Was macht dich so überzeugt, dass du die Narkose einatmen durftest?

Aber das nur nebenbei. Erst wird mal nachgeprüft, ob du wirklich eingeschlafen bist. Das wird einfach dadurch gemacht, dass mit dem Finger am Augenlid entlang gefahren wird, wenn es nicht mehr zuckt, ist der Lidschlussreflex erloschen und du warst dann tatsächlich "weg". Daraufhin wurde dein Kopf nach hinten überstreckt und die Maske auf dein Gesicht gedrückt. Mit dem Atembeutel wurde deine Atmung dann unterstützt. Dazu wurden dir dann Schmerzmittel und  die Muskelrelaxantien über eine Spritze verabreicht.  In den nächsten Minuten erschlafften dann alle deine Muskeln und du wurdest mit der Maske mit einem hohen Sauerstoffanteil  vollständig beatmet. Wenn die Narkose mit Narkosegas eingeleitet wurde, gabs noch eine hohe Dosis Narkosegas dazu, damit du wirklich tief einschläfst.

Nach ein paar Minuten, können zwei oder drei oder auch fünf gewesen sein, waren deine Muskeln soweit entspannt, dass die Intubation durchgeführt werden konnte. Eigentlich wurde das mit den Relaxantien nur gemacht, dass deine Stimmbänder dazu entspannt waren. Denn dadurch konnte der Schlauch durch den Kehlkopf in die Luftröhre eingeführt werden.

Die Lage des Schlauches wird dann noch überprüft, indem deine Atmung abgehört wird, während der Anästhesist oder seine Assistenz dir die Atemluft mittels Beutel durch den Schlauch in die Lunge bläst. Wenn das alles passt, dann wird der Tubus an deinem Gesicht mit Pflastern festgeklebt. Das Narkosegas wird dann auf eine niedrigere Dosis reduziert, sodass du in den nächsten Minuten aus der tiefen Narkose, die für die Intubation notwendig war, in eine weniger tiefe, aber noch ausreichende Narkose geleitet wirst. 

Der Anästhesist wechselt auch von der Handbeatmung auf die Beatmung durch das Narkosegerät, welche während der OP durchgeführt wird.

In dieser Zeit wirst du auch gelagert und abgedeckt. Dann beginnt die OP. 

Nach der OP wird das Narkosegas abgedreht und du wirst mit reinem Sauerstoff beatmet. Je nach Operation wirst du auch noch umgelagert.  Der Narkosearzt wechselt wieder auf Handbeatmung und beatmet dich, wenn es notwendig ist. D.h. er wartet ab, ob du selber einen ausreichend tiefen Atemzug machst, und wenn nicht, hilft er dir mit dem Atembeutel. So wachst du langsam auf. Kurz vor oder nach dem Aufwachen wird dir dann der Beatmungsschlauch aus dem Mund gezogen.

Kommentar von Sarkoezy07 ,

Naja mir wurde eine Maske aufgesetzt und durch die habe ich Narkosegase und Sauerstoff eingeatmet (Aber nur um die Narkose zu unterstützen) eine Narkose per Spritze habe ich auch bekommen

Kommentar von Schlauchmayer ,

und wie hast du dich dann eigentlich immer gefühlt, während du eingeschlafen bist?

Kommentar von Mario4Sport ,

Vielen Dank, dass du ihm/ihr die Frage so ausführlich beantwortet hast. Super!

Kommentar von Sarkoezy07 ,

erst hat sich mein Körper ganz schwer angefühlt, die Decke hat sich gedreht, Stimmen haben sich ganz fern angehört und mir wurde einfach alles egal haha Ja finde ich auch @Mario4Sport Vielen Dank :)

Kommentar von Schlauchmayer ,

Also bist du doch zufrieden mit meiner Antwort. :)

Kommentar von ede45 ,

Schlauchmayer hat es auch für Laien gut beschrieben. Aber ob alles so vorbildlich ablauft hängt vom KH bzw. Narkose-Team ab. Ich wurde in DU-Fahrn operiert. Bei meiner OP lief alles chaotisch und hektisch ab. Ich habe nicht wie Du vor dem Einschlafen eine Sauerstoffmaske bekommen und auch noch keine EKG-Elektroden, Blutdruckmanschette usw. Ich habe die Einschlafspritze (Hypnotikum) bekommen und danach ist der Anästhesiepfleger einfach weggegangen. Während er sich von mir entfernte rief er dem Anästhesisten zu, habe 400 mg Trapanal injiziert! Ich hörte vom weiten ein OK! Der Anästhesist war vorher auch schon weggegangen. Ich wollte mich noch aufrichten und nachschauen wo alle hingegangen sind. Aber das habe ich nicht mehr geschafft und bin eingeschlafen. Ich weiß nicht, wie lange ich dann ohne Beatmung dort gelegen habe. Denn man hört ja dann auf zu atmen. Seit dieser Narkose habe ich oft Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Schlaflosigkeit, Schwindel und Blutdruckschwankungen. Das KH hat mir geantwortet, dass diese Beschwerden nichts mit meiner Narkose zu tun haben! Auch wenn meine Beschwerden danach aufgetreten sind. Wie kann ich das glauben!? Übrigens! Ich glaube auch wie Schlauchmayer, dass Du vorher nur Sauerstoff bekommen hast. Was aber nicht heißt, dass es auch anders gewesen sein kann. Wenn vor der Narkoseeinleitung die Leitungen gut gespült wurden kann man es oft riechen, wenn Narkosegas dabei ist. Wenn nicht, riecht es auf jeden Fall unangenehm. Eigentlich zieht man Dir das OP Hemd schon vor der Einleitung aus, weil man ja auch die Elektroden anbringen will. Wenn Du es noch angehabt hast (was natürlich möglich ist) zieht man es dir spätestens vor dem Lagern aus. LG

Kommentar von Schlauchmayer ,

@ede45

Nein, ich glaube nicht, dass die Fragenstellerin nur Sauerstoff bekommen hat. Ich glaube ihr, dass sie Narkosegas einatmen durfte und habe lediglich geschrieben, dass diese Methode ungewöhnlich ist.

Weiterhin frage ich mich, was Ihr Erlebnis mit der Beantwortung der Frage zu tun hat.  Sie fragt ausdrücklich danach, was nach der Narkoseeinleitung geschieht, aber nicht nach dem davor. Das ist für sie ohnehin klar, schildert sie auch ausdrücklich. 

Das von ihr geschilderte Vorgehen möchte ich auch nicht als "vorbildlich" bezeichnen, sondern das ist einfach üblich. Das schließt natürlich nicht aus, dass Sie etwas anderes erlebt haben. Ich glaube Ihnen das auch, Sie waren ja auch näher dran als ich. Das von Ihnen Geschilderte lässt tatsächlich jede Sorgfalt vermissen und grenzt an Körperverletzung. Wie ich anderen Posts von Ihnen entnehme, haben Sie die Angelegenheit Ihrem Anwalt übergeben. Ich halte das durchaus für angemessen.

Ihre Geschichte ist mir durchaus vertraut. Sie steht unter vielen Fragen zum Thema Allgemeinanästhesie, egal ob sie zur Frage viel Bezug hat, oder auch weniger zur Beantwortung beiträgt, wie in diesem Falle. Sie schreiben zwar oft dazu, dass Sie niemanden Angst machen wollen. Ich zweifele aber daran, dass Sie diesem eigenen Anspruch durch Ihr Vorgehen gerecht werden können.

Durch die Tendenz zur Verallgemeinerung Ihres zugegebenermaßen krassen Erlebnisses und den oftmals geringen Bezuges zu den Eingangsfragen können Sie tatsächlich verunsichern und verängstigen. Bestenfalls werden Sie so ernst genommen, wie jemand, der zu jeder Frage zum Thema Straßenverkehr erzählt, dass er  einen Unfall mit einem Geisterfahrer hatte.

Ihr eigentliches Anliegen, die Leute kritisch und wachsam zu machen, konterkarieren Sie dadurch eher. Sie wären effektiver, wenn Sie weniger auf Ihre Geschichte fixiert wären und mehr auf die Fragesteller und deren Fragen eingehen.


Kommentar von ede45 ,

Ich gebe Ihnen Recht! Trotzdem möchte ich wachrütteln! Denn das Versprochene wird oft nicht eingehalten so wie in meinem Fall auch. Ich war sehr erschrocken, als ich einen Link von cleopatra22 geöffnet hatte. Da habe ich gelesen, dass ich kein Einzelfall bin bzw. war. Denn von 59% der Anästhesisten praktizieren 80% eine insuffiziente Präoxygenierung. Da muss man doch vor warnen! Vor allem, wenn man bedenkt, wie es mir ergangen ist. Mein Anwalt konnte diesem kriminellen Anästhesisten-Team nicht habhaft werden. Das schärfste war, dass die Anästhesistin schriftlich zu Protokoll gegeben hat, dass sie mich begrüßt hat, dass sie mir einen Venenzugang gelegt hat, Überwachung der Vitalparameter dann Anweisung der Medikamente. Nach erloschenem Lidreflex Maskenbeatmung usw. Alles gelogen!! Begrüßt hat mich ein Mann und keine Frau! Auch wenn mein Anwalt beweisen konnte, dass es unterschiedliche Namensangaben in den Protokollen gab, konnte er nichts erreichen. Mein Blutdruck ist gerade wieder auf 180/100 mmHg angestiegen. Ich werde über so viel Verlogenheit und kriminelles Handeln nicht fertig und man fühlt sich so ohnmächtig und hilflos. Ich weiß, dass es nicht so war! Diese Frau hat mich auf gar keinen Fall Begrüßt und mir einen Zugang gelegt. Denn das war ein Mann!! Ich möchte so gerne dieser Frau mal gegenüber stehen!! Sie soll mir das mal ins Gesicht sagen. Ich habe sie nie gesehen bzw. kennengelernt. Ich hoffe, dass ich das noch schaffe. Da ich nicht weiß wie sie aussieht, werde ich wohl einen Privatdetektiv beauftragen müssen.

Antwort
von LotteMotte50, 78

das was du über die Maske eingeatmet hast war Sauerstoff die Narkose bekommst du über einen Zugang reingespritzt und das OP Hemd ist nicht umsonst hinten offen je nach dem wo du operiert wirst wird das Hemd ausgezogen die Gegend die operiert wird die wird desinfiziert nach der OP bekommst du dein Hemd wieder angezogen 

Kommentar von Sarkoezy07 ,

Aber der Sauerstoff hatte einen ziemlich intensiven Geruch? Ich denke schon, dass das ein Gemisch aus Narkosegas und Sauerstoff ist.

Kommentar von LotteMotte50 ,

kann ja sein das du weil du ein Kind bist die Narkose über eine Maske bekommst denn im Normalfall bekommt die Narkose über einen Zugang

Kommentar von Schlauchmayer ,

In meinem obigen Post fand ich die von der Fragenstellerin geschilderte Methode der Narkoseeinleitung über die Maske auch etwas unüblich. In der Tat ist es auch so, dass manche Patienten beim Präoxigenieren die Spritze nicht mitbekommen.  Ist aber kein Grund für mich, die Geschichte offen anzuzweifeln oder gar was anderes zu behaupten. Im Zweifel war die Patientin näher dran als wir alle. In diesem Falle war sie sogar 10 mal näher dran.
Möglicherweise wurde diese Methode gewählt, weil die Behandlung langwierig war und wiederholte Narkosen absehbar waren. Narkosegas wird einfach wieder ausgeatmet und muss nicht von der Leber abgebaut werden. So kann dieses Organ geschont werden.
Darum bin ich dafür, dass wir ihr auch Glauben schenken und ihr ungewöhnliches Erlebnis würdigen, indem wir sie  bitten, ihr es  genauer zu schildern, z.B. wie lange sie bis zum Einschlafen einatmen musste und den Geruch des Narkosegases genauer zu beschreiben.

Antwort
von petgirl, 86

Das interesiert mich jetzt aber jetzt auch mal hab bald meine 9 OP und danach noch mal eine. Ich hoffe jetzt nach der 10 OP ist schluss. Darf ich fragen was du hast

Kommentar von Sarkoezy07 ,

Hatte ein Steißbeinabzess und das wurde drei mal operiert und da ich einen Vakuum Verband hatte, wurden 7 Verbandswechsel unter Vollnarkose gemacht

Kommentar von petgirl ,

ach so oki

Kommentar von balkonkind ,

Was hast du @petgirl

Kommentar von petgirl ,

hähähä meins ist glaub um einiges komplizierter noch nimand hatte diesen bruch bzw sellung der knochen ich wurde zwei mal operiert alles gut jahre später kammen wieder beschwerden von jetzt auf nachher und dan war mein ellenbogen ausgerenkt oki nach dem ich dan ein krampf hatte haben sie ihn nochmal operriert haben einen fixateur dranhemacht und dabei ist ihnen aufgefallen das die Elle gebrocjen war. und ja dan haben sie den fixateur wieder entfern dan hatte ich einen ellenforschub also mein knochen ging in mein handgelenk rein weil er zu lang war also wurde dieser gekürzt. ja und dan ist der ellenbogen wieder rausgesprungen und dan wollten sie nix machen und dan bin ich in eine spezialklinik gegengen die 400km von mir weg ist und die haben mich dan auch nochmal operriert selbst die hatten den fall noch nicht und haben dan kontakt zu anderen aufgenommen und tada ich bin die erste auf der Welt die sowas hat. nun ja und jetzt hatte ich wieder einen Fixateur aber halt keinen normalen wäre ja auch zu einfach und der kam dan wieder ab und ja dan wollte mein knochen nicht wachsen dan haben sie aus dem becken ein stück entfernt und jetzt ist der ellenvorschub wieder da also ich glaub das wird nix mehr mit dem arm. ich hab ihn aufgegeben. wen es nach den zwei nicht besser wird mit den schmerzen kommt er ab. naja ist ein wenig durcheinander der text. sry 1. op am Arm versucht den Kochen in die richtige stellung zu bekommen 2.draht entnahme 3. fixateur dran (arm) 4. fixateur ab 5. nach einem jahr das handgelenk platte rein 6. platte raus 7. TSF Fixateur dran 8. TSF Fixateur ab +Becken+ Platte drauf und jetzt kommt die Platte raus und die Elle wird gekürzt und ne platte kommt wieder drauf die dan nach einem halben jahr wieder entfernt wird Externer Ringfixateur Externer TSF Ringfixateur

Kommentar von LotteMotte50 ,

das du so viel durchgemacht hast ist schlimm aber dann auch noch damit zu Protzen finde ich blöde das macht man nicht andere hatten schon sehr viel mehr OPs aber stellen sich nicht damit im Vordergrund

Kommentar von Schlauchmayer ,

Hoffe, du konnstet mit meiner Erklärung auch was anfangen.

Kommentar von petgirl ,

ja klar haben andere mehr aber ich wurde gefragt und habe geantwortet und ja ich kann damit etwas anfangen

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