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Ablauf einer aktiven Immunisierung?

Frage von Mona1995 Mona1995
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    Antwort von DocBernd DocBernd

    Verschiedene Zellen und Moleküle schützen den Organismus. Ihr Angriffsziel ist letztlich irgendein Antigen, gewöhnlich ein fremdes Proteinmolekül von einem Bakterium oder einem Virus. Auch ein Impfstoff muss daher bestimmte vermehrungsunfähig gemachte Erreger oder deren Erkennungsproteine von ihrer Oberfläche enthalten. Spezielle Zellen wie die großen Fresszellen (Makrophagen) durchstreifen den Körper, verschlingen gefundene Antigene und zerlegen sie in kleine Eiweiß-Bruchstücke.

    Diese Antigen-Fragmente werden mit besonderen Molekü-len (MHC) verbunden und auf der Zelloberfläche präsentiert. Andere weiße Blutkörperchen, die T-Lymphocyten, tragen spezifische Rezeptormolekule, die es jedem von ihnen erlauben, eine andere Kombination dieser präsentierten MHC-Antigene zu erkennen. Durch das Erkennen „ihres“ speziellen Antigens werden die T-Zellen aktiviert. Daraufhin teilen sie sich und geben Botenstoffe namens Lymphokine ab. Diese mobilisieren andere Elemente das Immunsystems, insbesondere die B-Lymphozyten. Auch sie tragen jeweils eigene Rezeptormoleküle, können aber damit - anders als T-Zellen - freie, also nicht an MHC-Molekule gebundene Antigene erkennen.

    Sobald die B-Zellen aktiviert sind, teilen sie sich und differenzieren sich zu Plasmazellen, die Antikörper produzieren. Antikörper sind frei abgegebene lösliche Formen der B-Zell-Rezeptoren. Treffen sie auf das entsprechende Antigen, lagern sie sich daran an. Dadurch können sie es verkleben, neutralisieren oder seinen Abbau durch Enzyme beziehungsweise durch Fresszellen beschleunigen. Einige T- und B-Zellen werden zu Gedächtniszellen, die im Kreislauf zirkulieren. Sie sind bereit, bei neuerlichem Kontakt mit dem gleichen Antigen sofort loszuschlagen und bilden daher das Ziel der Impfung. Weil die Gene für Antikörper in den B-Zellen häufig mutieren, wird die Antikörperantwort durch wiederholte Immunisierungen auch verbessert. Um dem Körper Gelegenheit zu geben, genügend B-Gedächtniszellen auszubilden, werden manche Impfungen wiederholt.

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