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Abiturienten wirklich so unreif??

Frage von Kerstin1979 Kerstin1979

Guten morgen,

ich habe gerade einen Artikel in unserer Lokalzeitung gelesen, es geht um die Abiturienten und dem neuen G8.

Hier sagte eine Schülerin: "Ich merke bei mir und bei vielen meiner Mitschüler, dass in dem Alter, in dem wir die Schule verlassen, mit 17 oder 18, eine gewisse Selbstfindungsphase noch gar nicht beendet ist.” In diesem Lebensabschnitt finde eine große Entwicklung statt, die längst noch nicht beendet sei. „Studium, Ausbildung, Beruf - mit 17 hat man noch ganz andere Sachen im Kopf”, 

Der ganze Bericht: http://www.rosenheimer-nachrichten.de/zet_report_462_46760.html

Sind den die Abiturienten wirklich so unreif? Ich meine, Real- oder Hauptschüler müssen sich in dem Alter auch entscheiden was sie wollen , manche sind sogar schon 1 oder 2 Jahre in der Ausbildung.

Wie denkt ihr darüber? Für mich spiegelt das wieder was man oft beobachten kann, nach dem Abi erst mal planlos durchs Leben, warum schaffen es andere und Abiturienten nicht?

 

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Antworten (12)

  • 0
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Sumselbiene Sumselbiene

    Ich bin zwar kein G8, sondern habe noch regulär Abi gemacht. in 2008. Ich war 19. Bei mir war allerdings zwischen 18 und 19 kein großer Entwicklungssprung mehr. Mag sein, dass es an der Erziehung lag, ich wurde relativ früh zur Selbständigkeit erzogen und dazu, wie man mit dem Geld umgehen sollte. Bei anderen habe ich bemerkt "damals", dass sie relativ unselbständig noch durchs Leben gingen und mit Geld auch überhaupt nicht umgehen konnten, sie haben von ihren Eltern immer alles bekommen (sogar noch die Schulbrote geschmiert, und das mit 18...)´, was sie wollten.

    Vielleicht spielt das eine Rolle? dass es manche schaffen, und andere nicht? Ich weiß es nicht. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Aber ich denke, dass die Erziehung ein Faktor dabei ist.

    Kommentar von Sumselbiene SumselbieneSumselbiene

    Das ist allerdings nicht nur bei Abiturienten so, sondern auch bei allen anderen.

    Kommentar von Kerstin1979 Kerstin1979Kerstin1979

    Da kannst Du recht haben.

  • 1
    Antwort von DatSchoof DatSchoof

    Ja warum schaffen es andere und Abiturienten nicht? Ich denke, dass die ganze Debatte zu pauschal geführt wird. Es stimmt sicherlich nicht, dass jeder Abiturient nach seinem Abi in einem großen Loch aufwacht und nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Das wäre auch sehr traurig, wenn das so wäre. Also wird es doch junge Frauen und Männer geben, die einen Plan vor Augen haben und wissen was sie wollen. Die sich darauf gewissenhaft vorbereitet haben und Ihren Weg nehmen. Ich bin der Meinung, dass man diese Leute fragen sollte, was sie gemacht haben, was sie erlebt haben, wer oder wie sie geprägt worden sind. Davon könnte man dann vielleicht lernen, wie man die Schüler auf Gymnasien besser auf das Leben nach der Schule vorbereiten kann.

    Aber fragen wir lieber die Perspektivlosen und wir fragen Sie natürlich erst, wenn sie 17 oder 18 sind. Das finde ich ziemlich geschickt, sind sie doch buchstäblich schon in den Brunnen gefallen. Klar erwarten wir, dass man  mit 17 oder 18 verantwortungsvoll und selbstbewusst mit seinem Leben umgeht und einen Blick fürs große und ganze besitzt. Aber fragen wir die Schüler und Schülerinnen mit 16? Mit 15? Mit 14? Vielleicht würden wir aus deren Wünschen und Erwartungen lernen, wie der Lehrexpress umgestaltet werden könnte? Wie man ein paar Weichen einrücken könnte und das vielleicht ohne großen Aufwand. Manchmal reicht auch eine hilfreiche Hand.

    Nö machen wir alles nicht. Wir ärgern uns ein Loch in den Bauch, jammern dass unsere Jugendlichen keine Ideen keine Perspektiven haben und regen uns auf, dass wir in Deutschland bald keine gut ausgebildeten Fachkräfte mehr haben. Das alles erinnert mich doch sehr an das Getöse nach der gescheiterten Fussball EM. Da hat man auch gesagt, dass man kein Nachwuchs mehr hat. Man hat was geändert und heute läuft es. Hat am Ende der Fußball, so unatraktiv das ganze Millionenspektakel sein mag, einen Weg entdeckt, wie man Fachkräfte systematisch aufbauen kann?

  • 1
    Antwort von misior misior

    warum schaffen es andere und Abiturienten nicht?

    Es gibt nicht die Abiturienten und die Hauptschüler.  Gerade in diesem Alter ist die Reife sehr unterschiedlich. Es sind die wenigsten Abiturienten, die erstmal planlos durchs Leben hoppeln. Aber von denen wird geredet, die breite Masse tut unauffällig ihr Ding, macht Ausbildungen oder studiert.

     

  • 1
    Antwort von joyce123 joyce123

    Bischen pauschal deine Aussage! Ich habe schon sehr viele Haupt- oder Realschüler erlebt, denen es genau so ging.

    Kommentar von Kerstin1979 Kerstin1979Kerstin1979

    Ich habe noch nie von einem Real- oder Hauptschüler gehört das er/sie sich noch in der Findungsphase befindet. 

    Ich spreche jetzt nur von meinen Erfahrungen: ein Haupt oder Realschüler können zu 90% im letzten Schuljahr sagen was sie beruflich machen wollen oder ob sie weiter zur Schule gehen wollen, Abiturienten wissen das nur zu 50%, jeder 2. sagt dann: ach mal schauen da hab ich mir noch keine Gedanken gemacht...... dies sind meine Erfahrungen aus meinem Bekannten und Verwandtenkreis.

    Kommentar von ROHSTOFFco ROHSTOFFcoROHSTOFFco

    Weil sie es gezwungenermaßen müssen. Einem Abiturienten steht die Welt offen... Er kann studieren, er kann sich ausbilden lassen, er kann beides gleichzeitig und vielleicht noch mehr. Das Wichtigste ist aber, dass er sich keine so große Sorgen um seine Zukunft machen muss, mit einem Abitur findest du immer eine Ausbildungsmöglichkeit - wenn du dich nicht doof anstellst. Mit Hauptschule sehr schwer, mit Realschule (heutzutage) auch schon schwer.

    Zumal viele Haupt- und Realschüler eher in die handwerklichen Berufe gehen, dafür ist man auch im jungem Alter schon bereit und mit der Reife macht man dann vielleicht noch seinen Meister und wird selbständig.

    Viele Realschüler sind auch nicht soweit - zumindest war es zu meiner Zeit so -. Viele aus meiner damaligen Abschlussklasse führen nicht mehr den gleichen Beruf aus und / oder haben eine Ausbildung abgebrochen um einer anderen nachzugehen. Nur die haben ebend keine Wahl.

    Kommentar von sm00th sm00thsm00th

    Wenn die dann nach 20 Jahren nicht den Beruf wechseln, dann waren es eh nur Zombies der Gesellschaft, die im Niveau-Keller ihr Unwesen getrieben haben. Jemand der sich mit 16 Jahren festlegt, was er die nächsten 50 Jahre beruflich machen will, der ist äußerst unreif und von geringer Intelligenz.

    Jedenfalls kenn ich mehr Real/Hauptschüler, die ihre erste Ausbildung schmeißen, als ihre Antagonisten mit Hochschulreife.

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    Antwort von kikkelchen kikkelchen

    wie man es nimmt....

     

    bevor man das Abitur machen will, sollte man sich gut überlegen was man in Zukunft machen will. Nicht für jeden Job braucht man Abitur. Vor allem während der Abizeit zumindest während der Vorbereitungszeit für das Abi sollte man sich auch erkundigen was man machen will, bzw was für Alternativen man dazu hat. DIE Zeit sollte man noch investieren können, auch wenn die Schule so stressig ist.

     

    Kein Wunder, dass manche mit Abi in der Hand nicht wissen was sie damit anfangen sollen...

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    Antwort von esox05 esox05

    Oha! Hier bilden sich manche aber mächtig was auf ihre Intelligenz ein (ich beziehe mich jetzt nicht auf den Fragesteller). Hoffentlich zurecht ?! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch viele Hauptschulabgänger noch nicht wissen, was sie nach der Schule machen sollen. Wäre auch traurig, wenn da jeder schon mit 15 wüßte, was er werden soll und dann nicht mehr davon abweicht. Getreu dem Motto "Üb immer Treu und Redlichkeit, bis an dein kühles Grab..." Wenn das so wäre, sähe es doch sehr traurig aus. Nur weil manche ihren Lebenszweck in der Arbeit sehen, muß das nicht für jeden zutreffen. Wir sind ja keine Ameisen. Einstein hat auch erst mal seine Brötchen auf einem Patentamt als "kleiner Angestellter" verdient. Also was ist Schlimmes dabei, wenn man mit 18 noch nicht genau weiß, was man will (die meisten Abiturienten haben übrigens schon genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft).

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    Antwort von sanha sanha

     ich denke nicht, dass man alle abiturienten über einen kamm scheren kann. als ich abi gemacht habe, wussten einige sehr genau was sie später machen wollen und haben auch während der schulzeit daraufhin gearbeitet. manche haben sogar ein juniorstudium an der uni belegt. für mich kam das damals überhaupt nicht in frage und ich wusste auch nicht was ich machen wollte. mit der selbstfindungsphase kann ich eigentlich nur zustimmen. ich hab erst seit etwa 2 jahren meine ziele im auge und will mein studium nun endlich mal zu ende bringen. ich denke das abiturienten und studierende einfach das gefühl haben die welt steht ihnen offen, im gegensatz zu realschülern, die beispielsweise eine ausbildung antreten sobald sie die schule verlassen und quasi schon ins arbeitsleben geschmissen werden. von daher würde ich sogar sagen, dass solche schüler vom kopf her reifer sind. persönlich habe ich gerade die oberstufe und die ersten 4 bis 5 semester sehr genossen, weil für mich weggehn und spaß haben erstmal wichtiger waren als an meine zukunft zu denken. förderlich war es vielleicht nicht gerade, aber missen wollte ich es auch nicht!

    kann auch sein, dass real- und hauptschüler einfach besser darauf vorbereitet werden. ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir an der schule, zumindest mal mit den lehrern, darüber gesprochen haben, was wir aus unserem leben machen.

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    Antwort von derleopardi derleopardi

    Während die Abiturienten in den letzten 3 Jahren vor dem Abitur vor allem mit dem Ansammeln von Wissen beschäftigt sind, finden sich die Auszubildenden im praktischen Leben zurecht.

    Das ist keine Frage von Reife oder Unreife, sondern von unterschiedlichen Lebensentwicklungen. Und ich würde auch statt "Unreife" eher von "Suche" sprechen.

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    Antwort von Marley0104 Marley0104

    Also folgendes:


    Abiturienten haben viel mehr Möglichkeiten im Leben, daher fällt die Entscheidung dementsprechend schwieriger.

    Studium/Ausbildung/Beides gleichzeitig?

     

    Hauptschülern und Realschülern stellt sich diese Frage nicht. Höchstens, ob sie weiter zur Schule gehen wollen um eventuell danach zu studieren.

     

    Generell werden Realschüler besser auf die kommende Ausbildung hingewiesen.

     

    Und ja, ich finde in dem Alter weiß man noch nicht wie man sein Leben weiter leben möchte. Ich bin 21, in einer Ausbildung und immernoch unsicher.. :)

     

    Gruß,

     

    Marley

     

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    Antwort von zj1000 zj1000

    Oh ja - das ist aber nicht nur bei Abiturienten so - das scheint ein Phänomen der Spaßgesellschaft zu sein.

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    Antwort von guinan guinan

    Bei Hauptschülern und Realschülern siehts nicht viel anders aus. Schule und Beruf sind doch 2 sehr verschiedene Bereiche und das sind nunmal noch Kinder (auch wenn sie anderes behaupten). An manches Aufgaben kann man erst wachsen, wenn man sie leisten muss und ins Leben geschubst wird.

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    Antwort von Chillamaria Chillamaria

    ich denke nicht das sie unreif sind, aber sie wissen eben meistens noch nicht was sie tun wollen, denn sie sollen sich dann für ihre Zukunft entscheiden. besser gesagt sie müssen! Bei denen, die früher arbeiten gehen ist es glaub ich einfacher weil der Großteil ja arbeiten will. Zumindest war das bei mir so. Ich wollte einfach weg von der Schule und arbeiten gehen. Heute bereue ich es, das ich nicht zuerst weiter die Schule gemacht habe.

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