Frage von Vorstellung, 201

Abiturient verweigert Lehrerin aus rel. Gründen Handschlag und sagt, er habe sie nicht beleidigen wollen, aber er darf es laut Religion nicht. Na und?

Was ist das denn für eine Logik der Muslime?... Sie dürfen aus religiösen Gründen Frauen keine Hand geben... ok, schön und gut, dafür hab ich größtes Verständnis, wenn sie unter ihresgleichen sind... aber für Deutsche ist es nun mal sehr respektlos und beleidigend, wenn ihnen die Hand aus nichtigen Gründen verweigert wird (Die Lehrerin wollte den Schüler zur bestandenen Abiprüfung beglückwunschen). Wieso wird hier von deutscher Seite immer den Muslimen so viel Verständnis entgegengebracht und den Deutschen nicht?

Oder läuft das unter dem Motto: Der Klügere gibt nach?

Antwort
von uyduran, 94

Ich sage dir als Muslim, dass ich von einer solchen Regelung, die sowieso nur in sehr konservativen Kreisen praktiziert wird, nichts halte. Allerdings macht es die Sache nur noch schlimmer, wenn man ein riesen Theater darum macht. Man kann einen Menschen nicht dazu zwingen, einem anderen die Hand zu reichen. Manche wollen es aus hygienischen Gründen evt. nicht, andere eben aus vermeintlichen religiösen Motiven. Das muss man dann eben so akzeptieren, auch wenn man es nicht gutheißt. Ein erzwungener Handschlag ist auch nicht mehr wert. Außerdem haben die Konservativen dann wieder einen Grund, sich in die Opferrolle zu stellen. Das sollte man in keinem Fall begünstigen.

Insofern: Leben und leben lassen. Denk dir deinen Teil, wenn ein beschränkter Konservativer dir mit sowas ankommt, meinetwegen sag ihm das auch in sachlicher Form ins Gesicht, dass du diese Denkweise unsinnig und intolerant findest. Aber damit muss es dann auch gut sein. Alles weitere verschlimmert den Sachverhalt nur.

LG

Kommentar von PlueschTiger ,

meinetwegen sag ihm das auch in sachlicher Form ins Gesicht, dass du diese Denkweise unsinnig und intolerant findest.

Oder einfach das man es als Beleidigung empfindet, was es für einige ja auch ist.

Gerade ein sehr Konservativer und somit streng Gläubiger Muslim hätte doch aber generell ein Problem, denn der Koran verbietet doch so fern ich mich nicht irre, das beleidigen. Damit ist der verweigerte Handschlag doch gleichzeitig ein Bruch der Regeln, oder sehe ich das Falsch?

Antwort
von RonnyFunk, 13

Ich habe beobachtet, dass unsere Gesellschaft bestimmte Maßstäbe und Werte zu Gunsten einer Religion aufweicht und das ist nicht das Christentum.

Man stellte nicht die Schulspeisung um, damit ein paar jüdische Schüler mitessen können, sondern mutete diesen zu, sich einen Mittagsimbiss mitzubringen. Nun aber auf einmal wird Schweinefleisch verbannt?

Man kämpfte für die Freiheit und Gleichberechtigung der Frauen - aber verteidigt Kopftuch und Burqa?

Man will ein Klima erreichen, in dem Homosexuelle akzeptiert, anerkannt werden, nennt jeden, der was dagegen sagt, "homophob". Aber nicht die Anhänger einer bestimmten Religion (egal was sie über Homosexulität sagen) und wer das tut, wird "islamophob" genannt?

Nach dem 2. Weltkrieg haben wir uns doch geschworen, dass nie wieder "Juden ins Gas" gebrüllt werden soll. Aber nun haben es einige gemacht und weil es weder Deutsche noch Rechtsextremisten waren, gucken wir weg und zünden Kerzen nur dann an, wenn ein jüdischer Friedhof verwüstet und mit Hakenkreuzen beschmiert wurde?

Wenn ein Jude in Lichtenberg seine Kippa verstecken muss, finden wir es bedenklich, muss dieser seine Kippa in Kreuzberg verstecken, unterstellen wir ihm unbegründete Angst?

Kabarettisten und Komiker machen mutig Witze über eine Religion, in der man die andere Wange hinhält und fragen nach den religiösen Gefühlen derer, die schnell damit sind, zu sagen "Dafür müsste ich Sie umbringen"?

Es gab die Aktion "Hand in Hand gegen Rassismus", bei welcher ich mich wundere, wie es ablaufen soll, dass derjenige, dessen Ehefrau ein Kopftuch tragen muss, die Hand demjenigen Mann reicht, der immer etwas Lippenstift und Rouge trägt...

Antwort
von Batman, 20

Ist es nicht egal, was der Grund ist. Es ist im Prinzip doch ein Angebot und eine Ablehnung des Angebotes, Ein Vorgang der alltäglich vorkommt. Ob zwischen Menschen, zwischen Vertragspartnern oder wenn ein Mann um eine Frau wirbt ( oder umgedreht ), das alles sind Angebote und werden entweder angenommen oder abgelehnt. Man kann enttäuscht sein ja, aber es ist keine Beleidigung. Meine Tochter verweigerte auch einer Lehrerin den Handschlag zum Schulabschluss, die ihr diese reichte. Dies hatte einfach den Grund, das diese sie über Jahre mobbte,am Schluss so deutlich was für Sie zur Folge hatte,das die Lehrerin solange meine Tochter an der Schule war, dort nicht mehr unterrichtete. Als sie dann zum Abschluss anwesend war, meiner Tochter die Hand reichte,sag diese sie nur böse an und ignorierte es.Muss man kein Ding draus machen. Allerdings eine Lehrerin die aus dem Grund ein Elterngespräch abbricht, wäre für mich ein Grund darüber zu reden,ob Sie den richtigen Job ausübt.

Kommentar von cerveza ,

Wenn jemand die Hand verweigert und das begruendet, zB aus religioesen Gruenden usw dann kann ich das verstehen, Auch wenn man von jmd gemobbt wurde, kann man die Hand verweigern. Ansonsten finde ich es aber total respektlos und assozial jmd einfach so die Hand zu verweigern. Das hat nichts mit einem Vertrag zu was fuer ein Schwachsinn. Derjenige der mir die Hand geben will, will mir schliesslich nichts verkaufen. Das ist nur einfach eine Sitte und Normalitaet des zwischenmenschlichen Miteinanders, was hat jmd dadurch verloren wenn er die Hand gibt. Ja es ist eine Beleidigung, weil ich dann denken wuerde, dass jmd etwas gegen micht haette. Kein Verstaendnis.

Antwort
von mychrissie, 9

Nein, das läuft unter dem Motto: "Die Christen haben sich gefälligst nach unseren Befindlichkeiten zu richten! Wenn ein Bikini meinen religiösen Blick beleidigt, dann sollen sie gefälligst einen Burkini anziehen!"

Viele Menschen betrachten ein Land als ihr Land, in dem Augenblick in dem sie es betreten ("ubi bene ibi patria")

Das geht den Menschen in Majorca mit deutschen, englischen und russischen Touristen ja auch so. :-)

Antwort
von triggered, 107

Ist doch eigentlich echt egal, man kann den Handschlag aus allen möglichen Gründen verweigern, da kann man doch keinen zu zwingen.

Antwort
von nnblm1, 118

Ich denke, ein erzwungener Handschlag ist dich auch nichts wert, von daher würde ich das tolerieren. Meinen Teil denke ich mir sowieso dabei, wenn jemand derart streng religiös ist.

Antwort
von Laury95, 55

Bei uns hatte sich ein Muslim immer die Hände gewaschen, nach jedem Handschlag und allgemein in der Schule auch im Unterricht. Der hatte wohl einen Waschzwang, war aber allgemein schon psycho, was der machte. Hat sich aber auch niemand drüber aufgeregt, irgendwann kriegt man das gar nicht mehr mit. Ein Chinese hätte deiner Lehrerin vielleicht auch nicht die Hand gegeben, sondern sich verbeugt, hätte dann jemand einen Lauten gemacht?

Spätestens im Berufsalltag wird ihm das eh noch zum Verhängnis werden, vor allem, in einem sozialen Bereich.

Aber das ist dann nicht mehr euer Problem, jeder hat doch irgendwie eine Macke, die als respektlos gilt, ich z.b. gebe ehrlich zu, dass ich im Kreis meiner Familie die Gegend vollniese und bei niemandem 'Gesundheit' sage.

Kommentar von Vorstellung ,

Ich habe schon mit einigen Chinesen zu tun gehabt und keiner von denen hat sich daneben benommen... auch wenn sie bei sich eine andere Kultur haben. 

Kommentar von Laury95 ,

Vielleicht liegt das daran, dass die nicht so starr ihrem Weltbild folgen und sich daher eher einer Kultur anpassen können als strenggläubige Muslime.

Kommentar von Vorstellung ,

Zu der Sache mit dem "Gesundheit sagen" ... das macht man ja auch nicht mehr, da es als unhöflich gilt. Machst also alles richtig.

Kommentar von Laury95 ,

Echt? Lol, ich werd immer dumm angemacht, wenn ich das nicht sage :D

Kommentar von Vorstellung ,

http://www.knigge.de/themen/gesellschaft/gesundheit-3735.htm

Ich sage es manchmal zu anderen...aber nur, weil ich glaube, dass sie nicht wissen, dass es eigentlich unhöflich ist und es für höflich empfinden :D

Allerdings sage ich nur einmal Gesundheit... auch wenn er nach 10, 20 und 40 Minuten nochmal niest.

Kommentar von Mark1616 ,

Ist es nicht egal was irgendeine Gesellschaft dazu sagt? Ob etwas höflich bzw. nicht höflich ist liegt wohl eher im Auge des Betrachters, wie man es an dieser ganzen Situation auch sieht.

Kommentar von KaeteK ,

Beim Jobcenter muß er keinem die Hand reichen...

Kommentar von PlueschTiger ,

Ein Chinese hätte deiner Lehrerin vielleicht auch nicht die Hand gegeben, sondern sich verbeugt, hätte dann jemand einen Lauten gemacht?

Stimmt wahrscheinlich, doch hat die Verbeugung ja den selben Stellenwert wie der Handschlag, wenn nicht sogar noch ein höheren.

Antwort
von Rainasaina, 11

Wenn jemand dich nicht berühren möchte, aus welchem Grund auch immer, musst du das akzeptieren.

Antwort
von Dovahkiin11, 93

Wenn du nur darauf aus bist, dich zu beschweren, ist dies die falsche Adresse.

Wenn die moralvorstellungen von Muslimen nicht akzeptiert werden, wird ihnen m.E. -kein- Verständnis entgegengebracht. Das wäre der Fall, wenn Person x akzeptiert, dass Person y das nicht möchte. Wieso sollten Sie ihre Werte nur aufgrund gesellschaftlicher Konventionen verwerfen? Solange sie niemandem aktiven Schaden in irgendeiner Form zuwenden, ist das Ihr gutes Recht. Wenn ich zu etwas stehe, tue ich das universell. Das Glaubensleben ist nicht modular. Wenn er es nicht darf, darf er es nicht. 

Kommentar von Vorstellung ,

Sorry...hab in meiner Ursprungsfrage das, worauf ich eigentlich hinauswollte, komplett vergessen. Wenn du meine Antwort unter Ticeones Kommentar liest, weißt du, was ich meine... und erkennst, dass ich hier nicht über Muslime herfallen will.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Ich sehe dennoch eine grundsätzliche Distanzierung deinerseits, weil du dich im Unrecht fühlst und der Ansicht bist, Muslimen würden mehr Rechte zugesprochen. Und diese Haltung geht meist mit einer grundsätzlichen Abneigung dem Islam gegenüber einher.

Kommentar von Vorstellung ,

Falsch. Würden sich Buddhisten oder Christen (oder jede beliebige andere Religion)  so verhalten, hätte ich genau das gleiche geschrieben...

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Auch Buddhisten und Christen haben vergleichbare Werte. Aber wenn du meinst...

Kommentar von Vorstellung ,

Ich wollte aber einen Bezug zur Realität da haben... Es gibt bei Weitem nicht so viele Buddhisten wie Muslime in Deutschland...

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Das war auch lediglich eine Anmerkung. Ok

Kommentar von Mark1616 ,

Wieso gibt es diese Berichte dann seltsamerweise (fast) nur von Muslimen?

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Weil die Medien nichts lieber tun, als gegen bestimmte Gruppen zu hetzen, darunter aktuell der Islam sowie die AfD. Nur weil etwas von den Medien nicht erwähnt wird, ist es dadurch nicht weniger existent.

Antwort
von Nunuhueper, 5

Diese Art von Religionsfreiheit steht hier wohl über der unantastbaren Würde des Menschen.

Antwort
von reziprok26, 2

Bei vielen Moslimen ist im Jahre 666 die Uhr stehen geblieben, da wurden die Frauen wie Esel und Ziegen auf den Märkten verkauft und denen gab man nicht die Hand.

Antwort
von Jogi57L, 21

....die Weltherrschaft "Der Dummen" könnte darauf beruhen, dass "die Klügeren nachgeben"

Antwort
von nowka20, 11

der klügere gibt nach

Kommentar von RonnyFunk ,

Wenn der Klügere immer nachgibt, dominieren ihn die Dummen.

Kommentar von nowka20 ,

schöne theorie, wenn es IMMER so ist!

aber in dieser kleinigkeit kann man ruhig 5 geradesein lassen. (der dumme wird eben ins leere laufen)

Antwort
von SiViHa72, 102

Na, mal wieder über einen regelmässigen Aufhänger der Medien gestolpert?

Nur mal so als Gedankenanstoß und ohne weitere Wertung: religiöse Regeln sind sicherlich keine Nichtigkeit.

Kommentar von Vorstellung ,

Ähm...doch.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Nein, sind sie nicht. Für Millionen Menschen haben sie die höchste Priorität, die ein Wert besitzen kann.

Kommentar von Mark1616 ,

religiöse Regeln sind sicherlich keine Nichtigkeit

Wie würdest du sonst eine Regel bezeichnen, deren Nichteinhaltung keinerlei Auswirkung auf die Realtität hat?

Antwort
von Ticeone, 100

Erstmal ist es auch mir nicht immer eine Freude jemandem die Hand zu geben auch als deutscher. Und wer will kann versuchen mich dazu zu zwingen. Und dann sahst du es doch selber. .. es ist teil ihrer Kultur und als aufgeklärtes Land als welches wir uns gerne bezeichnen sollten wir das auch respektieren. Wir wollen ja auch nicht dazu gezwungen werden gen Mekka zu beten nur weil wir mal zwei Wochen Urlaub in Istanbul machen...

Kommentar von Vorstellung ,

Ja... mir geht es ja jetzt nicht darum, dass ich das nicht respektieren möchte...aber wenn Lehrer/Schulen/andere Leute dann auch dementsprechend unhöflich dem Muslim gegenüber sind, wird es gleich als Diskriminierung hingestellt und im blödesten Fall wird man angezeigt (eine Lehrerin zum Beispiel, die ein Elterngespräch abgebrochen hat, weil der Vater ihr die Hand nicht zur Begrüßung reichen wollte... sie hat das Gespräch dann abgebrochen und wurde wegen Fremdenfeindlichkeit/Diskriminierung angezeigt).

Wenn schon, dann gleiches Recht für beide Seiten bitte.

Kommentar von Ticeone ,

Die Frage hier ist doch wieso die betroffenen dies so engstirnig sehen. Mir gibt jemand nicht die Hand und deshalb rede ich nicht mehr mit ihm? Noch dazu aus einem durchaus nachvollziehbaren Grund? Das lässt tief blicken über den Intellekt des betroffenen Lehrers.  

Sicher verzeiht das nicht, das sofort eine Anzeige erstattet wird aber es gibt eben Hitzköpfe auf beiden Seiten.

Am ende... ja ... es sollte gleiches recht für beide Seiten geben. Nur so klappt das ja mit dem Recht.

Aber wirklich eine gewichtige Streitfrage sollte das nicht sein. Den am ende macht genau diese Vielseitigkeit das deutsche Volk aus.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Es ist dann Diskriminierung, wenn sie es aus fehlendem Respekt verweigern. Wenn sie sich lediglich an Richtlinien orientieren und aufgrund von Werten die tat verweigern, hat das mit Diskriminierung nichts zu tun. Auch wenn viele BILD-Leser das schnell glauben.

Kommentar von Vorstellung ,

Das hat nichts mit der Zeitung zu tun, die man liest (BILD habe ich übrigens noch nie in meinem Leben gelesen, aber ich gönne dir deine Freude daran).... es hat etwas mit Anstand zu tun.

Kommentar von Ticeone ,

Anstand hat damit weniger zu tun als die Bild. Es hat was mit Akzeptanz kultureller Unterschiede zu tun. Und verdammich noch eins der Muslim hat das gleiche Recht eine verschwitzte Hand abzuweisen wie ich es habe. Und wer deshalb nennen Koller bekommt sollte dringend über seine Reife nachdenken. 

Kommentar von Vorstellung ,

Ich sage doch, dass sie es gerne abweisen können/sollen. Aber wieso darf man dann nicht entsprechend reagieren?

Kommentar von Ticeone ,

Darf man doch. Ich sag ja... Hitzköpfe gibt es eben auf beiden Seiten und nur so kommen solche Einzelfälle zustande

Kommentar von Laury95 ,

Bleibt nur die Frage, ob die Lehrerin bei einem deutschen Schüler genauso gehandelt hätte? Ich denke nicht.. Wie kann man als pädagogische Fachkraft so einen Wirbel um einen Handschlag machen und so tief in der Ehre sich verletzt fühlen, dass man das Gespräch sofort abbricht?

Kommentar von Mark1616 ,

Wieso hätte sie bei einem deutschen Schüler anders handeln sollen? EIn Schüler, der einer seiner Lehrerinnen, die ihn mehrere Jahre bis zu seinem Abschluss begleitet haben, diese Respektsbekundung verweigert hätte mit Sicherheit mit ähnlichen Reaktionen seitens der Schule rechnen müssen. Der einzige Unterschied hierbei wäre, dass sich keine Medienanstalt dafür interessieren würde.

Antwort
von muhamedba, 14

Das letzte mal habe ich das dazu geschrieben:

Ich gebe niemanden die Hand, nicht mal Bekannten (teilweise auch Freunden nicht). Die bekommen eine Faust (also nicht als Schlag). Das liegt einfach daran, das ich mir nie sicher sein kann. Viele nehmen es mit der Hygiene nicht ernst, sogar saubere Schuhe sind eine Seltenheit.

Meiner Lehrerin habe ich damals die Hand gegeben (glaube einmal nach der 12-ten) aber heute würde ich es nicht tun. Dort wären aber selbst saubere Zähne eine Rarität.

Persönlich ist es mir auch egal, was die Leute tun. Es gibt andere Dinge, welche wichtiger sind.

Wenn das so weiter geht, dann werde ich absichtlich niemanden mehr die Hand geben. Am besten ein arabischer oder gar russicher Satz dahinter, um eine drauf zu legen. 

Wie kann man sich über so ein Thema nur so aufregen?

Antwort
von josef050153, 10

Das ist ein Grundproblem des Islam:

DEN Islam gibt es nicht, obwohl gebetsmühlenartig das Gegenteil behauptet wird. Es existieren etwa acht verschiedene Rechtsschulen, die sich in manchen Fragen (wie dieser) diametral widersprechen.

Antwort
von DayLight81, 52

Ist richtig !!! Abgesehen von der Religion, darf keiner zum Händedruck gezwungen werden.. Wenn ich nicht will dann will ich nicht.. PUNKT !!!

Kommentar von Vorstellung ,

Ja, das finde ich ja in Ordnung. Aber dann darf ich doch auch entsprechend reagieren oder nicht?

Kommentar von DayLight81 ,

aber wie soll die Reaktion denn aussehen in so einem Fall ? Es ist doch niemals etwas persönliches in dem momemt.. Dann kann man es doch einfach mit einem Lächeln akzeptieren.. 😊

Antwort
von cerveza, 1

Hallo, ich bin Muslim, bete 5 mal am Tag usw, aber habe kein Problem damit Frauen die Hand zu geben. Ich respektiere aber die Meinung von denjenigen die es aus religioesen Gruenden ablehnen. Glaube es ist eine Sache des Verstaendnis. Diejenigen die es verbieten berufen sich auf einen Hadith wonach der Prophet sinngemaess gesagt hat, dass man eine fremde Frau nicht BERUEHREN soll. Was ist gemeint mit beruehren. Ist es woertlich gemeint zB die Hand geben oder ist es metaphorisch gemeint im Sinne von Geschlechtsverkehr. In der Bibel steht schliesslich auch nicht Geschlechtverkehr, da steht Adam erkannte Eva und nicht Adam hatte Geschlechtsverkehr mit Eva.

Antwort
von Fabian222, 62

 

Wir Muslime legen die Hand auf die Brust, verbeugen uns leicht nach vorne und somit  respektieren wir die Frauen.

Auf Kultur MUSS keiner verzichten aber das tun wir. Wir versuchen uns anzupassen. Aber auf unsere Religion koennen wir wirklich nicht verzichten.

Kommentar von Agentpony ,


Aber auf unsere Religion koennen wir wirklich nicht verzichten.

Müsst ihr ja auch nicht. Alles, was ihr müsst, ist die abstrusen und anachronistischen Verse historisch einzuordnen.

Die Interaktion zwischen Mann und Frau, zwischen Familie und Freunden, die Zwänge der Lebenserhaltung etc. sind heute völlig anders, als zu der Zeit, wo der Koran autoriert wurde.

Insbesondere, da wir wissen, daß eine Sex-Negative Haltung heute mehr schadet als nützt.

Koran uminterpretieren geht nicht, sagst Du? Komisch, bei den kritischen Stellen im Koran wie dem Schwertvers oder bei Sklavereithemen fällt es irgendwie immer ganz einfach, zu behaupten, die gälten ja nur im historischen Kontext.

Kommentar von Fabian222 ,

Natuerlich ist heute alles anders. Das ist aber kein Grund die Grenzen im Islam und in der Scharia zu uebertreten. 

Wenn wir den Islam mit der Zeit immer wieder nach Lust und Laune modernisieren, dann gibt es ihn irgendwann nicht mehr. 

Ich gehe zur Schule und bete trotzdem. In der Zeit des Propheten hat jeder waehrend des Gebetrufes aufgehoert zu arbeiten und ging in die Moschee. Heute  ist das leider nicht mehr moeglich. Ist auch "ok". Vielleicht ist das Gemeinschaftsgebet Geschichte, aber nicht das Gebet selbst. 

Wenn ich nicht beten wuerde, wuerden meine Kinder auch nicht beten. 

Ich hoffe du verstehst einigermassen, was ich meine..

Kommentar von Agentpony ,

Ich verstehe schon, was Du meinst.

Ich glaube aber, der Denkansatz ist falsch. "Der Islam" ist nicht Koran und Sunna, nicht Hoca und Imam, sondern DU. Du und deine Mitgläubigen seid der Islam, die Glaubensgemeinschaft. Das andere ist nur die darauf getackerte Institution.

Woran glaubt ihr im Kern? Am Ende doch an Gott. Alles Andere ist ritualisiertes Beiwerk. Darum ist auch der often genutzte Ausdruck "Strenggläubiger" meistens falsch angewandt. Daß jemand sklavisch und ohne den eigenen Verstand zu nutzen am eifrigsten die Rituale vollzieht, macht diejenigen nicht zum strengeren Gläubigen, nur zum Ritualfixierten.

Anyway, das führt jetzt in eine Richtung, die hier zu weit geht.

Kommentar von Fabian222 ,

Ja der Kern im Islam ist Gottergebenheit und der Koran und die Ahlul Bayt (Prophet und seine Familie) sind die Wege die uns ans Ziel bringen.

Kommentar von PlueschTiger ,

Wir Muslime legen die Hand auf die Brust, verbeugen uns leicht nach vorne und somit  respektieren wir die Frauen.

Stellt sich jetzt die Frage warum er das nicht bei ihr gemacht hat, oder der Vater eines Schülers, bei der Lehrerin. Hätten beide die Erwähnte Geste gemacht, wäre wohl die Lehrerin Neugierig geworden und hätte gefragt was es bedeutet und das Missverständnis hätte sich erledigt.

Mal abgesehen davon, hat doch jeder Mensch ein Mund zum reden. Selbst wenn man die Hand ablehnt, kann man doch mündlich sein Respekt oder dank bekunden, was die Sache doch ebenso entschärfen könnte. Doch was stattdessen kommt ist immer nur die Rechtfertigung und irgendwelche Reden.

Antwort
von reziprok26, 4

Der soll zum Tischler gehen, der ihm das Brett vorm Kopf entfernt.

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