Hallo und guten Abend zusammen, ich würde mich freuen wenn mir der Ein oder Andere hier vielleicht einen Ratschlag geben könnte, da ich selbst im Moment nicht wirklich weiss wohin die Reise gehen soll.
Nun ich mache dieses Jahr mein Abitur, vorraussichtlich mit einem 2,7er Schnitt (kann natürlich noch nach oben/unten abweichen) womit ich eigentlich schon nicht wirklich zufrieden bin, weil sich mein Schwerpunkt als absoulte Fehlwahl herausgestellt hat... Englisch + Geschichte als Leistungskurse, Sozialwissenschaften nur als Zusatzkurs usw... Meine Interessen haben sich um 180° gedreht, Englisch und Geschichte interessieren mich kaum noch, da mir der praktische Bezug dazu fehlt (dementsprechend hangel ich mich mit 7-9 Punkten durch meine LKs - für mich persönlich eine große Enttäuschung).
Naja ich möchte jetzt mein Abitur durchziehen und bewerbe mich derzeit bei Banken und Steuerberater Kanzleien um eine Ausbildung zum Bankkaufmann / Steuerfachangestellten(mit meinem 12/2er Zeugnis, Schnitt 2,4). Ich weiss aber nicht ob ich vielleicht ein Jahr mit Praktika dazwischen einlegen sollte, wobei ich nun in ein paar Tagen auch zur Musterung zum Bund muss und somit vielleicht auch noch meinen Grundwehrdienst ableisten muss.
Danach wollte ich eventuell studieren um schneller aufsteigen zu können. Könnt ihr mir vielleicht etwas davon empfehlen bzw davon abraten?
schwierig, das einzige was ich aus erfahrung sagen kann: wenn man ein mal ins berufsleben eingestiegen ist (ausbildung) ist es schwer sich dem studien-rhythmus zu unterwerfen etc. ich habe probleme damit mir meinen tag als student wieder selbst strukturieren zu müssen und ohne druck lernen zu müssen etc. vorher hatte ich eben geregelte bürozeiten etc.
für den lebenslauf ist das bestimmt super so, davor noch ein gescheites praktikum kann nicht schaden, tut aber nicht not wenn du gleich einen ausbildungsplatz kriegs - denke ich. wirst ja auch nicht jünger ;-)
ps: wenn du aber noch nicht genau weißt welche ausbildung du willst, mach ein praktikum zur orientierung. macht dich auch glaubhafter bei kommenden einstellungsgesprächen..
evtl. freies soziales Jahr einschieben?
Lässt sich eine solche "Pause" mit Praktika und Nebenjobs denn in einem Lebenslauf für eine Bewerbung gut verkaufen ? Ich befürchte, dass eine Selbstfindung als Schwäche erkannt wird..
NormaRoscoe am 8. November 2009 22:04 nein, bestimmt nicht. es ist doch besser, du machst irgend etwas anderes, bevor du dich am ende falsch entscheidest für deinen weg. in einem jahr kann soo viel passieren.

ein freiwilliges soziales, ökologisches oder ...da gibt es noch eins, fällt mir gerade nicht ein... machen. damit hättest du auch die bundeswehr aus dem weg geräumt. das find ich gut.
NormaRoscoe am 8. November 2009 22:02 ah, da isses, ein kulturelles jahr...
Muss ich ein solches Jahr beantragen ? Ich befürchte, dass ich t1 oder mindestens t2 gemustert werde, weil ich eigentlich keine physischen Makel habe... An sich würde ich auch gerne zum Bund gehen, einfach wegen der Erfahrung.
NormaRoscoe am 8. November 2009 22:10 erst mal schaust du, welche möglichkeiten es gibt. einfach mal soziales jahr googlen. dann rufst du beim träger an, der das ganze finanziert und du suchst dir eine passende stelle. ich finde das ökologische jahr sehr interessant. z.b. bei einer wind-oder solarfirma. sehr zeitgemäß und bestimmt gut für den lebenslauf.
wenn Du sowieso zur Budeswehr musst kannst Du Dich auch längerfristig als Offizieranwärter verpflichten und dort auf Kosten des Bundes auch an einer der Bundeswehrhochschulen studieren, Deine Neigungen sind bisher ja absolut nicht ausgereift und vieleicht weisst Du nach der Ausbildung zum Offizier welche Fachrichtung Dir liegt, beim Bw-Studium sind sehr viele Studiengänge möglich.
Habe ich auch schon überlegt, aber dort wird doch in Trisemestern studiert oder? Also weitaus anspruchsvoller als ein normales Studium und eigentlich möchte ich nicht nur am Wochenende nach Hause kommen... Eine Karriere beim Bund ist bisher nicht wirklich in Frage gekommen aus den genannten Gründen.
Das ist wiederum auch meine Sorge... Das Problem ist, dass ich mich absolut Leistungsfähiger fühle als es mir in der Schule vermittelt wird.. Sicherlich wird man nicht Jünger, ich bin gerade 18 geworden und möchte natürlich keine Zeit verlieren, aber ich möchte auch keine Ausbildung schmeissen nach 2 Jahren weil es ein Albtraum ist, der nicht zu mir passt.