Frage von locolade, 31

Abitur in Französisch oder Deutsch?

Ich weiß, diese Frage muss ich mir selber beantworten und kann kein anderer übernehmen. Ich hatte mich eigentlich schon für Französisch entschieden, aber meine Lehrerin meinte, dass sie mir davon abrät, weil ich sprachlich sehr wahrscheinlich nicht gut genug sein werde. Jetzt muss ich mich entscheiden bis morgen. In Deutsch bin ich der Meinung, dass das Glückssache ist bzw. muss der Text stimmen. Ich bin nicht sonderlich gut im Analysieren und je nach Text/Aufgabe komme ich nicht auf den Punkt. Kann mir jemand vielleicht Empfehlungen , Meinungen oder einen Rat geben? Ich wohne in Schleswig Holstein. Noten sind in beiden Fächern relativ gleich, bzw. bei einer Analysierung war ich schlechter, als bei einer Mediation oder Interpretation..

Antwort
von Thelostboy342, 26

Also in französisch musst du es echt gut können würde ich behaupten.
Deutsch ist mir sehr leicht gefallen, die Abiklausur ist dauert zwar furchtbar lange und die Hand fällt einem ab, aber es geht gut !

Expertenantwort
von LolleFee, Community-Experte für deutsch & franzoesisch, 19

In Französisch wirst Du mit Sprachrichtigkeit wahrscheinlich mehr punkten können als in Deutsch, und Grammatik und Vokabeln kann man lernen. Hast Du Deine Lehrerin mal gefragt, inwiefern Du sprachlich nicht gut genug bist?

Wenn Du Dich eigentlich schon für Französisch entschieden hast, würde ich dabei bleiben und an den Punkten arbeiten,  an denen es hapert.

Was möchtest Du denn nach dem Abi machen? 

Kommentar von locolade ,

Sie meinte, dass sie mir oft nicht folgen kann mit dem, was ich sagen möchte. Zum einen mag es daran liegen, dass ich zu ,,deutsch'' schreibe und/oder dass ich Vokabeln , Sprichwörter etc vielleicht nicht gut genug kann. Sie meinte, dass es ihr Bauchschmerzen macht, wenn ich schreibe, was ziemlich hart ausgedrückt ist, wie ich finde. Zudem meinte sie, dass sie das Niveau noch anziehen wird und dass sie bisher nett bewertet hat. Ich soll es mir überlegen, ob ich mit 2 Punkten zufrieden bin im Nachhinhein.. Das hat mich alles sehr stutzig gemacht. Nach dem Abi geht es erstmal ins Ausland um neue Erfahrungen zu sammeln, die Sprache zu verbessern/lernen (englisch) etc. Danach schaue ich, wie mein Schnitt ist und lasse alles offen, denn ich habe viele Interessen. Einmal wäre da Polizei, dann Fernsehen o.ä., dann in Richtung Medizin, sprich Assistent in der Chirurgie etc.

Kommentar von LolleFee ,

Na, das ist ja offenbar eine echte pädagogische Koryphäe... Wie kann man interessierte SchülerInnen nur so demotivieren -.- 

Hast Du sie sicher weiter? Wie lange hast Du schon Französisch? Wenn Du magst, kannst Du mal einen Text von Dir einstellen, dann kann ich das besser einschätzen. Wie stehst Du in Deutsch und Französisch?

Kommentar von locolade ,

 Ich habe schon die Vermutung, dass sie nur keine Lust hat noch eine weitere Klausur zu korrigieren. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Ich habe Französisch seit der 6. Klasse also seit ca. 7 Jahren. Einene Text habe ich leider hier nicht parat. Mündlich bin ich besser in Deutsch, das ist einfach meine Muttersprache. Schriftlich kommt es auf die Aufgabe an. Analysieren fällt mir in beiden Sprachen schwer. Ich konnte gute Noten bei Gedichtsinterpretationen und Erörterungen erzielen. Oftmals mit Glück, ich weiß wie sehr man daneben hauen kann in Deutsch, deswegen habe ich mich eigentlich für Französisch entschieden. Ich dachte einfach ein paar sprachliche Schönheiten wie Subjonctif, Gerondif und gute Einleitungen am Anfang können mir eine bessere Note im Endeffekt verschaffen als in Deutsch. Liege ich da richtig? Morgen muss ich mich fest entschieden haben

Kommentar von LolleFee ,

Es wird ein bisschen unter dem Deckmäntelchen gehalten, weil ja eigentlich der Inhalt wichtiger sein sollte als die Form, aber es ist definitiv so, dass die Sprachrichtigkeit in Frz viel zählt. 

Klar punktet man mit Subjonctif und Gérondif, und zwar sogar, wenn sie falsch sind,  denn auch der Versuch, sich gut auszudrücken und Risiken einzugehen, wird honoriert. Es gibt aber auch viele ganz einfache Fehlerquellen, Dinge, die man eigentlich weiß,  aber trotzdem falsch macht - bei mir war es bspw. der accord. Ich wusste genau,  wann ich was wie angleichen muss, aber hatte dauernd accord-Fehler. In der Schule war die Verbesserung immer nur chronologisch, da kommt man aber über ein "ach ja, bin ich doof" nicht hinaus. Seit ich weiß, welche Fehler ich mache, mache ich da keine mehr, weil ich eine Zeit lang penibel darauf geachtet habe, bis ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr darauf achten muss. Mein Angebot steht - falls Du Dich für Französisch entscheidest und mal einen selbst geschriebenen Text hast, dann kann ich Dir eine Fehleranalyse machen.

Mir scheint schon, dass Du Dich eigentlich gut einschätzen kannst bzw. gut reflektieren kannst. Und da ist ja nicht nur der Gedanke, Französisch zu wählen. Du hattest Dich ja im Prinzip auch dagegen entschieden, Deutsch zu wählen. 

Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung! 

Antwort
von Kiyota, 21

Also ich hatte mich ebenfalls zwischen Deutsch und Französisch zu entscheiden.

Hatte Französisch gewählt und wurde mündlich geprüft. Dort musste ich einen Text analysieren und musste danach Fragen zur Wirtschaft und Ökonomie beantworten. Auch über einen Roman, den wir gelesen haben, wurde ich ausgequetscht. ^^ 

In Deutsch gab es unterschiedliche Prüfungen, zumindest im Mündlichen. Die einen wurden über Gedichte ausgequetscht, die anderen über Romane.

Ist halt dann eine Glückssache, was dir davon liegt und was nicht. Gleiche gilt auch für das Schriftliche.

Deshalb hatte ich mich für Französisch entschieden. Das Spektrum war einfach - meiner Ansicht nach - kleiner und übersichtlicher. Darauf konnte ich mich besser vorbereiten. ^^ Und Spaß sollte es natürlich auch machen, wenn möglich. :D

Englisch habe ich schriftlich abgelegt. :D

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