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Abitur - Wir lernt man am effektivsten?

Frage von CaroKo CaroKo

Ich mache derzeit Abitur, habe im April meine Prüfung & stecke mitten in den Vorbereitungen. Allerdings liegt da verdammt viel Stoff vor mir - und deshalb möchte ich es keinesfalls falsch angehen.

Wie lernt ihr am besten? Habt ihr irgendwelche Tipps? Merkt ihr euch die Sachen am ehesten durch den Austausch mit anderen? Macht ihr euch Karteikarten?

Ich bitte um Anreize. Es müssen keine neurobiologisch bewiesenen Theorien sein. ;) Her mit euren Ideen!

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Antworten (9)

  • 5
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von scopie scopie

    Die Idee von wildwolf ist gut, wenn du die Musik parat hast, sobald du etwas abrufen musst. Zum Lernen für die Schule ist diese Methode allerdings weniger gut geeignet. Es bringt nichts, wenn du ein bestimmtes Lied mit einem bestimmten Thema verbindest oder du dir mit der Musik auf die Sprünge helfen kannst, da die Musik eben nicht da ist, wenn du das Gelernte wiedergeben musst. Mein Psychologie-Lehrer hat uns damals davon abgeraten, mit Musik oder eingeschaltetem Fernseher zu lernen, aus dem eben genannten Grund. Darüber hinaus sind Musik und Fernsehen der Konzentration alles andere als förderlich. Nach wie vor ist Lernen ohne Ablenkung am besten - Handy aus, Fernseher aus, Musik aus. Wenn du ein Laptop hast, das du an einen recht neutralen Ort mitnehmen und dort dann daran arbeiten kannst, umso besser. Die gewohnte Umgebung (das eigene Zimmer) verleitet einen schnell dazu, sich "nur kurz" um etwas anderes zu kümmern, und schon ist man halb raus aus dem Thema und hat eigentlich auch nicht so die Lust weiterzumachen. So halbherzig kann man für den einen oder anderen unwichtigen Vokabeltest lernen, aber nicht fürs Abi. Ich vermute, dass Leute, die behaupten, sie könnten mit Musik besser lernen, eher damit meinen, dass das Lernen dann nicht ganz so langweilig ist. ^^ Besser wird es mit einer Ablenkung jedenfalls nicht.

    Ich hab es so gemacht, dass ich alles Nötige zusammengefasst und dann noch ein paar Mal überarbeitet habe, sprich Sachen gekürzt, hinzugefügt oder umformuliert. Man bekommt sowohl einen guten Überblick als auch einen tiefen Einblick in die einzelnen Themen, da man den ganzen Stoff nochmal durchgeht, alles gliedert, ordnet und sich damit befasst. Ich habe Definitionen in die Zusammenfassungen aufgenommen und alles immer stärker gekürzt, bis ich wirklich nur das Wesentliche auf dem Zettel hatte. Die Stichpunkte habe ich dann immer wieder durchgekaut und mir alles selbst erklärt (also laut geredet).

    Ein Beispiel für einen Stichpunkt (es geht um einen Ansatz aus der Psychologie):

    Mensch wird als Maschine gesehen, in die man nicht hineinsehen kann („Black Box“), sondern deren Funktionsweise nur aus dem Input (Reize) und dem Output (Reaktion) zu erschließen ist [Reiz-Reaktions-Modell]

    Das Wesentliche ist drin, es ist einfach nur nicht ausführlich geschrieben / erklärt. All die Stichpunkte sollten so sein wie Stichpunkte auf einer Karteikarte für ein Referat - kurz, knackig, etwas zum "dran langhangeln". Solltest du nach der intensiven Beschäftigung mit einem Thema beim Durchgehen der Stichpunkte doch noch eine Wissenslücke haben, kannst du ja nach wie vor was im Text nachlesen. Hauptsache am Ende hast du keine Romane, sondern Stichpunkte, die dir bei der Orientierung helfen. Man muss halt dafür sorgen, dass man selbst denkt und nicht alles einfach nur auswendig lernt und dann wiedergibt. Sachverhalte und Zusammenhänge müssen verstanden werden, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben.

    Mir haben die Zusammenfassungen sehr geholfen - aber keine Garantie! ;-) Es gibt halt unterschiedliche Lerntypen; da kann man nicht sagen, welche Methode die beste ist.

    Viel Erfolg!

    P. S.: Die Prüfungen sind übrigens (zumindest in NRW) sehr leicht im Vergleich zu den Klausuren, die die Lehrer stellen.

    Kommentar von CaroKo CaroKo

    Das erscheint mir sehr sinnvoll. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Stoff, merkt man sich eben das meiste. Man neigt schnell dazu, Texte zu exerpieren & genau diese Exerpte, so wie sie sind, zu lernen. Wenn man allerdings 15 Theorien für Pädagogik auf'm Kasten haben muss, reicht das einfach nicht aus.

    Danke für deinen Tipp. Ich werde mich auf jeden Fall daran versuchen!

    Kommentar von scopie scopiescopie

    Vielen Dank für die Auszeichnung!

    Mach dir keine Sorgen wegen der Menge. In Psychologie hatte ich am Ende 14 Seiten voll mit Stichpunkten etc., aber zu viel zum Lernen war es irgendwie nicht. Habe mir dazu noch die 17 Seiten starke Zusammenfassung von einer Freundin angeschaut (sie steht mehr auf Buntes und Ausführliches ;-) ) und es war immer noch nicht zu viel - nur etwas stressig, weil wir spät angefangen haben zu lernen... ^^ Wenn du rechtzeitig anfängst, dann ist es ein Klacks. Einfach machen und nicht so sehr den Kopf darüber zerbrechen, was wäre, wenn du das nicht alles schaffst, weil es so viel ist. Es haben schon so viele (auch sehr, sehr dumme) Menschen gepackt, also wirst du es auch schaffen.

  • 2
    Antwort von lichtschatten lichtschatten

    Zu den verschiedensten Themen kannst Du Dir mind-maps anfertigen - eine Übersicht mit wesentlichen Begriffen, die Du über Wechselwirkungs-, Ursache-Folge, überhaupt Beziehungspfeile in Zusammenhang stellst. Während des Arbeitsprozesses wandeln sich die Bilder, Du kannst mental immer wieder neu konstruieren, neue Bilder versuchen - am Ende hast Du zu jedem Themengebiet eine Übersicht auf einem einzigen DIN-A4 Blatt, so kannst Du in abstraktester Darstellung ausgehen und erst Details lernen, wenn Du einen Überblick hast, um Dich nicht zu verzetteln.

  • 1
    Antwort von wildwolf wildwolf

    Am besten ist es, du verbindest dein Lernen mit vielen Reizen (z.B. dass du dich bewegst beim lernen, effiziente Musik hörst (am besten nichts Deutsches, pro Fach unterschiedliche Musik, Lieder bei denen du dich gut fühlst), versuchen das Visuelle mit einbeziehen - vielleicht über Bilder oder den Lernstoff so konstruieren, dass er irgendwelche emotionalen Erinnerungen weckt). Wenn du viele Reize wahrnimmst beim Lernen, dann entstehen umso mehr Verknüpfungen (z.B. beim Musikhören hast du gerade Vokabeln gelernt - du hörst das Lied und erinnerst dich daran. Eine Verknüpfung wurde hergestellt.) Umso mehr Verknüpfungen du also hast, umso leichter und besser kannst du dir etwas merken. Ich hoffe ich habe verständlich genug geschrieben, bin nicht die Beste im Beschreiben!

    Viel Erfolg!

    Kommentar von CaroKo CaroKo

    Doch, verständlich. Die Idee kam mir auch schon - so bleibt einfach mehr hängen! Danke! :)

    Kommentar von wildwolf wildwolfwildwolf

    Super. :-) Ich bin gerade mal dabei meine Prüfungsfächer zu wählen und habe jetzt schon Angst. Aber naja. Übrigens: das habe ich aus einem Buch - vielleicht würde es dir etwas bringen?

    Rüdiger Gamm / Alexandra Ehlert train your brain

    Effektiver lernen und erinnern

    :-)

    Kommentar von CaroKo CaroKo

    Ach ja, man macht sich vor jeder Entscheidung total verrückt - das kenne ich. ;) Du hast das bestimmt schon oft gehört, aber ich sag's dir trotzdem nochmal: Genieß die Schulzeit! Die Oberstufe ist verdammt lässig, finde ich.

    Und danke für den Buchtipp! Das klingt tatsächlich sehr interessant. :o

    Ich habe schon das ein oder andere Mal versucht, mein Gedächtnis zu schulen, aber das blieb bisher ohne großen Erfolg. :p Solche Infos sind aber definitiv hilfreich!

  • 1
    Antwort von RockForPeople RockForPeople

    Also ich mach dieses Jahr auch mein Abi (Hiiiilfeeee) und ich lerne zumindest in Bio (weil das viel auswendigkönnen ist) folgendermaßen: Ich gehe alles nocheinmal durch und schreib mir das schön ordentlich in einen Block. Wichtige Fachbegriffe unterstreiche dabei damit ich mir die besser einpräge und ich die später auflisten kann mit passender Bedeutung... Dann lern ich jeden einzelnen Abschnitt, nachdem ich ihn aufgeschrieben hab und wenn ich ein großes Thema abgeschlossen habe, geh ich das nochmal ein paar mal durch und markiere dabei mit Textmarker nochmal die aller wichtigsten Dinge...(Und dann muss ich das natürlich noch einige Male durchgehen, bevor die Klausuren anstehen.) Bis jetzt klappt es eigentlich ganz gut.

    ICh weiß zwar nicht, was du im Abi hast, aber vielleicht geht es ja auch bei deinen Fächern (in Mathe geht das zum Beispiel eher weniger^^)

    Kommentar von CaroKo CaroKo

    Ich habe ebenfalls Bio im Abi. ;) Mal sehen, ob ich mir von deiner Methode was abgucke.. Klingt auf jeden Fall sinnvoll. Arbeitest du zufällig mit irgendeinem Abitur-Trainer? Von STARK, oder so?

    Kommentar von RockForPeople RockForPeopleRockForPeople

    Ehm ne^^ ... Tschuldige

    Kommentar von CaroKo CaroKo

    Kein Ding. Sollte dir für irgendein Fach sowas fehlen, kann ich dir die Bücher vom STARK-Verlag auf jeden Fall empfehlen. ;]

  • 1
    Antwort von BiancaXJapan BiancaXJapan

    Ach da kommen Erinnerungen hoch ^^ Also in Geschichte habe ich richtig viel durch Dokumentationen gelernt. Mit anderen Leuten hatte ich das Problem, dass wir uns gegenseitig abgelenkt haben.

    Karteikarten sind immer super, es ist nur wichtig sie nicht zu voll zu schreiben. Ganz gut sind aber auch Videos auf Youtube. Oberprima.com ist auch super zum lernen.

    In Deutsch habe ich mir nochmal die Inhaltsangaben durchgelesen... Aber um ganz ehrlich zu sein ich habe bei den meisten Klausuren improvisiert.

    Die Abiprüfungen sind auch nur ganz normale Klausuren. Bleib ganz ruhig.

    Verschaff dir einen Überblick über die Themen und fang am besten jetzt schon an zu lernen ! Jeden Tag so 1 1/2 Stunden, dann wird das sicher klappen. fängst du nämlich erst 2 wochen vorher an, dann wird der Druck zu groß sein.

  • 1
    Antwort von Pitri2 Pitri2

    den Stoff aufteilen d.h. mach dir ne Liste, was du pro Tag lernst ;)

  • 1
    Antwort von jk973 jk973

    ich lerne am besten wenn ich mir das wichtigste immer wieder abschreibe

  • 0
    Antwort von BiancaXJapan BiancaXJapan

    Viel Glück =) Du schaffst das ! <3

  • 0
    Antwort von BoeserEngel BoeserEngel

    Wichtiges als “spickzettel“ aufschreiben. “kochrezepte“ (ablauf von standard-aufgaben) für z.b. Mathe schreiben.

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