Die Idee von wildwolf ist gut, wenn du die Musik parat hast, sobald du etwas abrufen musst. Zum Lernen für die Schule ist diese Methode allerdings weniger gut geeignet. Es bringt nichts, wenn du ein bestimmtes Lied mit einem bestimmten Thema verbindest oder du dir mit der Musik auf die Sprünge helfen kannst, da die Musik eben nicht da ist, wenn du das Gelernte wiedergeben musst. Mein Psychologie-Lehrer hat uns damals davon abgeraten, mit Musik oder eingeschaltetem Fernseher zu lernen, aus dem eben genannten Grund. Darüber hinaus sind Musik und Fernsehen der Konzentration alles andere als förderlich. Nach wie vor ist Lernen ohne Ablenkung am besten - Handy aus, Fernseher aus, Musik aus. Wenn du ein Laptop hast, das du an einen recht neutralen Ort mitnehmen und dort dann daran arbeiten kannst, umso besser. Die gewohnte Umgebung (das eigene Zimmer) verleitet einen schnell dazu, sich "nur kurz" um etwas anderes zu kümmern, und schon ist man halb raus aus dem Thema und hat eigentlich auch nicht so die Lust weiterzumachen. So halbherzig kann man für den einen oder anderen unwichtigen Vokabeltest lernen, aber nicht fürs Abi. Ich vermute, dass Leute, die behaupten, sie könnten mit Musik besser lernen, eher damit meinen, dass das Lernen dann nicht ganz so langweilig ist. ^^ Besser wird es mit einer Ablenkung jedenfalls nicht.
Ich hab es so gemacht, dass ich alles Nötige zusammengefasst und dann noch ein paar Mal überarbeitet habe, sprich Sachen gekürzt, hinzugefügt oder umformuliert. Man bekommt sowohl einen guten Überblick als auch einen tiefen Einblick in die einzelnen Themen, da man den ganzen Stoff nochmal durchgeht, alles gliedert, ordnet und sich damit befasst. Ich habe Definitionen in die Zusammenfassungen aufgenommen und alles immer stärker gekürzt, bis ich wirklich nur das Wesentliche auf dem Zettel hatte. Die Stichpunkte habe ich dann immer wieder durchgekaut und mir alles selbst erklärt (also laut geredet).
Ein Beispiel für einen Stichpunkt (es geht um einen Ansatz aus der Psychologie):
Mensch wird als Maschine gesehen, in die man nicht hineinsehen kann („Black Box“), sondern deren Funktionsweise nur aus dem Input (Reize) und dem Output (Reaktion) zu erschließen ist [Reiz-Reaktions-Modell]
Das Wesentliche ist drin, es ist einfach nur nicht ausführlich geschrieben / erklärt. All die Stichpunkte sollten so sein wie Stichpunkte auf einer Karteikarte für ein Referat - kurz, knackig, etwas zum "dran langhangeln". Solltest du nach der intensiven Beschäftigung mit einem Thema beim Durchgehen der Stichpunkte doch noch eine Wissenslücke haben, kannst du ja nach wie vor was im Text nachlesen. Hauptsache am Ende hast du keine Romane, sondern Stichpunkte, die dir bei der Orientierung helfen. Man muss halt dafür sorgen, dass man selbst denkt und nicht alles einfach nur auswendig lernt und dann wiedergibt. Sachverhalte und Zusammenhänge müssen verstanden werden, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben.
Mir haben die Zusammenfassungen sehr geholfen - aber keine Garantie! ;-) Es gibt halt unterschiedliche Lerntypen; da kann man nicht sagen, welche Methode die beste ist.
Viel Erfolg!
P. S.: Die Prüfungen sind übrigens (zumindest in NRW) sehr leicht im Vergleich zu den Klausuren, die die Lehrer stellen.
Das erscheint mir sehr sinnvoll. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Stoff, merkt man sich eben das meiste. Man neigt schnell dazu, Texte zu exerpieren & genau diese Exerpte, so wie sie sind, zu lernen. Wenn man allerdings 15 Theorien für Pädagogik auf'm Kasten haben muss, reicht das einfach nicht aus.
Danke für deinen Tipp. Ich werde mich auf jeden Fall daran versuchen!
Vielen Dank für die Auszeichnung!
Mach dir keine Sorgen wegen der Menge. In Psychologie hatte ich am Ende 14 Seiten voll mit Stichpunkten etc., aber zu viel zum Lernen war es irgendwie nicht. Habe mir dazu noch die 17 Seiten starke Zusammenfassung von einer Freundin angeschaut (sie steht mehr auf Buntes und Ausführliches ;-) ) und es war immer noch nicht zu viel - nur etwas stressig, weil wir spät angefangen haben zu lernen... ^^ Wenn du rechtzeitig anfängst, dann ist es ein Klacks. Einfach machen und nicht so sehr den Kopf darüber zerbrechen, was wäre, wenn du das nicht alles schaffst, weil es so viel ist. Es haben schon so viele (auch sehr, sehr dumme) Menschen gepackt, also wirst du es auch schaffen.