Hallo, ich hoffe, Du wirst es noch lesen, da ich erst spät schreibe.
Ja, irgendwann haben wir Menschen und Psychologen uns mal entschlossen deinen Beschreibungen einen Namen zu geben, ist aber erstmal gar nicht wichtig. Wichtig ist, dass Du Dich ziemlich gut erkannt hast, möglicherweise der erste Schritt zu einem geringerem Leiden.
Wir sind abhängig davon was andere Menschen von uns denken, der Selbstwert sinkt oft. Denken sie positiv steigt er, insofern ist der Selbstwert fremdgesteuert. Jeder hat es,...und zwar in vermehrter oder verminderter Form.
"Ist mir egal, was andere über mich Denken" "Geht mir am .... vorbei" gibt es in reiner Form nicht. Einige habe eine psychische Robustheit, um diese Bewertungsabhängigkeit einigermaßen unbeschadet zu überstehen und sie mit 90 Jahren friedlich sterben lassen, andere entwickeln Beeinträchtigungen, die das Leben prägen.
Nun möchte ich Dir mit einer konkreten Empfehlung ein wenig weiterhelfen.
Der erste Schritt ist getan, du hast es erkannt.
Der zweite Schritt wäre das Akzeptieren, dass du so bist, wie du bist und es möglicherweise auf Anhieb nicht einfach so zu ändern ist.
Weitere Möglichkeiten sehe ich in einer kognitiven Therapie, in der es darum geht Dein Denken ein wenig zu verändern, sodass dein Selbstwert steigt, in dem du zur Erkenntnis kommt, dass der Wert eines Menschen eigentlich nur von einem Selbst bestimmt werden kann.
Eine weitere Möglichkeit(für mich persönlich der schwierigere Weg, möglicherweise aber der Effektivere) Buddistische Therapie, seriös natürlich, ohne Überteuerung und dogmatischen Glaubenssätzen, in der es um die Selbstwertproblematik geht.
Ich hoffe, du findest einen Weg.
Viele Grüße
Stefan
"Mangelndes Selbstwertgefühl" kann übrigens eine Bezeichnung für diesen Zustand sein....