Frage von bratscheltheis, 36

Abgerechnete Leistungen KFZ Werkstatt entspricht nicht der Absprache?

Hallo Forum,

ich würde gerne wissen, ob jemand Erfahrung mit Rechnungen einer KFZ Werkstatt hat, die nicht den Vereinbarungen entspricht. Es wurde nichts schriftlich vereinbart. Es wurde von mir lediglich täglich nachgefragt, was am Auto gemacht wurde und wie hoch die Kosten sind. Ich habe auch mehrfach (meine Frau kann das bezeugen) mitgeteilt, dass ein Austausch von Teilen nur nach Rücksprache mit mir erfolgen darf.

Jetzt wurden Teile ausgetauscht (Filter, Ventile etc.) für die ich über 1000 € zahlen soll.

Muss ich diese Rechnung begleichen, wenn der KFZ Werkstatt kein Auftrag von mir dazu vorliegt?

Muss ich auf den Vorschlag der KFZ Werkstatt, dass Sie die neuen Teile wieder ausbaut und dann meine alten (falls Sie sie noch finden) wieder einbaut, eingehen?

Wäre für ein paar Tipps sehr dankbar.

Gruß Chris

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von jloethe, Community-Experte für KFZ, 23

Vom Prinziep her  ist das richtig  ,.. Nicht beauftragte Arbeiten  müßen auch nicht bezahlt werden.. So stehts im BGB ..   Aber .....

 Es gibt aber auch die andere Seite..   es gibt durchaus Situationen  wo bei der Fehlersuche oder in deren Umfang Teile erneuert werden müßen um diese auszuschließen.. Mechatroniker sind keine Wahrsager oder Handaufleger.. es Gibt auch eine menge fehlersymtome die man eben nicht auslesen kann.

Wenn der oder die  gesuchten Fehler nicht wie Häuffig bei  modernen Fahrzeugen elektronisch auslesbar sind ( und selbst das ist nicht immer möglich ) dann muß das eben auf die herkömmliche Art passieren.

Hersteller empfehlen in der regel Fehlersuchpläne die anzuarbeiten sind und  das beinhaltet durchaus auch mal das erneuern des einen oder anderen Bauteils:  Filter zu erneuern wenn es eh erkennbare Wartungsstaus gibt halte ich für durchaus legitim ..  ebenso  in einzelfällen  Kleinere Beträge  bis zu einem gewünschten oder vorher vereinbarten Kostenumfang die mit dem Kunden vorher geklärt werden müßen

Man muß aber natürlich im Kosten - Nutzenrahmen bleiben und ein Fahrzeug  das nur noch wenige Euros wert ist , da rentieren sich diese arbeiten nicht.

Da lässt man das  besser und sagt dem Kunden die wahrheit das es sich vermutlich nicht mehr lohnt  oder man ruft den Kunden an und spricht die erforderlichen Aufwendungen  ab und lässt sie sich genehmigen. 

Du solltest immer einen schriftlichen Arbeitsauftrag erstellen lassen der Art und Umfang der Fehlersuche deffiniert.  Diesen in gegenseitigem Einvernehmen unterschreiben  oder dieses einfordern  und nur das wird eben auch bezahlt .

Wenn du Dir unsicher bist dann bist du in der falschen Werksatt gelandet den das gegeneseitige Vertrauen gehört eben auch dazu.. Der Werkstattmeister  ist nicht uneingeschränkt Verpflichtet jeden Einzelschritt mit dir abzustimmen denn das würde einen zu Umfangreichen Zeitbedarf  erfordern der ja auch bezahlt werden muß. Einen Kostenrammen oder Maximale Preis sollte er jedoch schon deffinieren können.

Leider gibt es auch immer mehr Kunden die auf dieser Schiene reisen und um den Nuller  oder Kleinstes Geld Reparaturen und leistungen erhalten  wollen. Ich will niehmandem was unterstellen  aber das genauer zu Beurteilen dazu fehlen die informationen..  Joachim

PS. einen Kat freibrennen zulassen kostet auch nicht gerade wenig   lass die einzelposten mal aufschlüsseln....  ev wird dann ein schuh draus.. J.

Kommentar von bratscheltheis ,

Hallo und vielen Dank für deine Antwort. Die Werkstatt liegt etwa 50 Meter neben unserem Haus. Deshalb bin ich täglich (das Fahrzeug war ca. 1,5 Wochen in der Werkstatt) dort vorbei und habe mich informiert. Mit freibrennen meinte ich eine Tour bei hoher Umdrehung auf der Autobahn - dies hat schon gereicht um die Fehlermeldung im Display erlöschen zu lassen. Mir wurde mehrfach gesagt und auch mit mir abgestimmt, dass keine Teile ausgetauscht werden. Ich habe immer wieder erwähnt, dass ich keine Rechnung über 1000 € oder mehr akzeptiere ohne, dass irgendwelche Arbeiten mit mir abgestimmt wurden. Die Teile wurden trotzdem getauscht. Ich sehe mich hier absolut im Recht.

Da die Werkstatt die alten Teile jetzt wieder einbauen will (wenn Sie sie noch findet - so der O-Ton der Meisterin --> der Auftrag ist im Februar ausgeführt worden), frage ich mich, woher ich wissen soll, ob mir auch die richtigen Teile wieder eingesetzt werden. Kann ich erkennen, ob Sie mir auch die Filter und Ventile einbauen, die zu meinem Auto gehörten? Sind da irgendwelche Nummern eingestanzt? Ich habe halt das Vertrauen in die Werkstatt verloren und bin mir bei denen bei nichts mehr sicher.


Gruß

Christoph

Kommentar von bratscheltheis ,

Den Preis von ca. 250 € Brutto habe ich mir von der Meisterin bestätigen lassen. Sie meinte, dass der Arbeitsaufwand ca. 3-4 Stunden betrug.

Das Auto war zwar 1,5 Wochen in der Werkstatt, es wurde aber nichts daran gemacht, da Sie immer andere Dinge zu tun hatten. Erst als ich weiter Druck gemacht habe hat sich jemand mit meinem Auto beschäftigt.

Kommentar von jloethe ,

Ich würde mich an die Schiedstelle der handwerksinnung  oder den Innungsobermeister wenden wenn es ein Mitgliedsbetrieb  der Handwerkskammer ist . Dieser wird und kann auf Augenhöhe mit der Meisterin verhandeln was wie warum  so durchgeführt  wurde und das entsprechend wrten.

 vor dieser schiedstele haben die werkstätten durchaus berechtigten Respekt den die haben auch  einige mittel gegen erwiesenes unkorrektes Verhalten vorzugehen und das will keine Werkstatt.

Filter die idR gleich entsorgt werden werden die bestimmt nicht zurückbauen,  Ventile - welche Ventile eigendlich  ist eine frage des Aufwandes..

Ob die Werkstatt das material noch findet oder nicht sollte nicht dein Problem sein du forderst das ein und erledigt.  Allerdings dürfte es der Werkstatt schwerfallen  ausgebaute Teile vom Februar noch zu finden oder ist das so eine Messiewerkstatt?  Ich kenne keinen Laden oder hab im meinen 39 Jahren berufserfahrung  noch keinen  erlebt der solche teile aufhebt  oder findet.

Würde mich intressieren wie das weitergeht und was dabei rauskommt. Danke für den Stern...Joachim

Kommentar von bratscheltheis ,

ich nochmal, hatte mich geirrt. es ist natürlich nichts am kat gewesen. es war der partikelfilter, der durch das fahren auf der autobahn wieder freigebrannt wurde... *sorry bin einfach ne niete auf dem gebiet*

gewechselt wurden in diesem Zusammenhang:

1. El. Pneum. Wandler Opel für 166 €

2. Ladedruckfühler für 91,80 €

3. Sensor (mehr steht nicht auf der Rechnung) für 222,50 €

4. Ventil (mehr steht nicht auf der Rechnung ) fü 178,50 €

In Summe ohne Einbau 660 € Netto, 785 € Brutto.

Ich habe bei keinem der Teile einen Auftrag dazu erteilt.

Ich habe schriftlich der Zahlung der Rechnung widersprochen. Die Werkstatt hat sich vor 3 Tagen telefonisch gemeldet, dass Sie mir die Teile wieder wechseln möchte. Seit dem habe ich nichts mehr von denen gehört. Ich bin mal gespannt, wie es weiter geht.

Vielen Dank für deinen Tipp mit der Schiedsstelle. Ich halte dich auf dem Laufenden. LG

Antwort
von kieljo, 32

Es liegt ein Auftrag vor, auch wenn es nur ein mündlicher ist. Was war denn ursprünglich der erste Auftrag als du dein Auto abgegeben hast ? Wieso rufst du täglich in der Werkstatt an ? Um einen Schaden am Auto zu erkennen muss man ja auch den Fehler erst mal suchen. Die Ventile z.B. sind ja nicht so einfach von außen einzusehen.

Antwort
von bratscheltheis, 24

Hallo, der Auftrag war den Fehler zu finden, warum das Auto nicht mehr anspringt. Es war der Katalysator. Ich habe täglich angerufen, da ich auf das Auto angewiesen bin. Mir wurde immer gesagt, dass Sie nicht den ganzen Tag Zeit hätten sich um mein Fahrzeug zu kümmern. Ich habe mir von der Meisterin deshalb auch bestätigen lassen, dass die Fehlersuche und Reparatur ca. 4 Stunden gedauert hat und keine Teile ersetzt werden mussten. Es hat gereicht den Kat freizubrennen (durch eine Fahrt auf der Autobahn) und zu säubern. Das waren die Aussagen der KFZ-Meisterin. Dies ist auch der Grund meiner Frage. Ich sehe nicht ein, Teile und Arbeiten zu Zahlen, die ich nicht in Auftrag gegeben habe.

Kommentar von kieljo ,

Wenn keine Teile ersetzt werden mussten, musst du auch keine Teile bezahlen. ca. 4 Stunden sind ca. 400,- Euro Arbeitslohn.

Vielleicht hat man sich bei der Rechnung auch nur geirrt. Ausgebaute Teile werden eigentlich nicht sofort entsorgt. Frage doch mal die Meisterin wieso angeblich die Ventile erneuert wurden wenn es doch nur um den Kat gegangen ist ?

Kommentar von bratscheltheis ,

Hallo, da liegt ja das Problem. Ich habe mit Ihr gesprochen und Sie ist der Meinung, dass Sie sich mit mir abgestimmt hat. Der Auftrag ist allerdings aus Februar und die Rechnung kam Anfang August.

Sie hat mir ja auch gesagt, dass Sie die Teile wieder austauschen will (wenn Sie sie findet). Ich frage mich nur, wie ich nachvollziehen soll, ob Sie mir keine defekten Teile einbaut und ob die Teile wirklich aus meinem Fahrzeug stammen?

Ich habe mir ja nicht ausgedacht, dass Sie mir gesagt hat, dass ich Glück hatte und das Freibrennen und Saubermachen gereicht hat. Das Gespräch hat ja stattgefunden. Auch nannte Sie mir einen Preis von ca. 250 € brutto!

Die Werkstatt hat einen wirklich schlechten Ruf und es haben auch schon viele Freunde von uns Probleme gehabt (bitte nicht fragen, warum wir das Auto trotzdem dort abgegeben haben... es war ein Fehler).

Erkenne ich irgendwo an den Teilen, ob es sich um die Teile aus meiner Fahrzeug handelt?

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