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Abgeltungssteuer - monatlich sparen noch sinnvoll?

Frage von Eveline Eveline

Wer kennt sich damit aus? Wenn man monatlich einen Betrag spart, bleiben die Anteile, die noch 2008 gekauft wurden ja steuerfrei (bei genug Freibetrag), die ab 2009 gekauften werden versteuert. Wer prüft z.B. denn bei einem Verkauf 2010, ob das nun alte oder neue Anteile waren? Macht das die Bank automatisch oder wird alles versteuert und man muss selbst den Kaufzeitpunkt nachweisen und sich das Geld beim Finanzamt zurückholen?

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Antworten (6)

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    Antwort von Niklaus Niklaus

    Für alle Anteile die vor dem 31.12.2008 gilt, keine Abgeltungssteuer auf den Kursgewinn.

    Alle Anteil die ab dem 1.1.2009 gekauft werden unterliegen der Abgeltungssteuer.

    Für Altbestände gibt es in Expertenkreisen den Ratschlag sie im Depot zu lassen und neue Anteile nur in ein neues 2. Depot anzulegen.

    Trotz Abgeltungssteuer ist es richtig und auch sinnvoll in Investmentfondssparpläne zu investieren, weil hier immer noch die höchste Rendite erzielt wird. Bei stetiger Verfügbarkeit und Flexibilität in Sparrate und Sparrhythmus.

    Kommentar von Eveline EvelineEveline

    Neues zweites Depot kostet aber dann bestimmt zweimal Depotgebühren?

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Unter Umständen ja. Hängt ganz davon ab wo du dein Depot hast.

    Kommentar von bauerhepeter bauerhepeterbauerhepeter

    Ich habe meinen Sparplan bei Cortal Consors.Wer dort aktiv einen Sparplan bespart,bezahlt keine Depotgebühren.Mit dem Sparplan ABN Amro Quanto Gold Bugs Open End kannst Du gut etwas absichern,wenn es aktienmäßig mal abwärts geht.Nur wegen dieser Abgeltungssteuer sollte man jetzt nicht alles über Bord werfen,was sich über Jahrzehnte bewährt hat und auf irgendwelche windigen Bankprodukte reinfallen,die versprechen,die Steuer zu umgehen,aber mit enormen Kosten und Strategien,die sich erstmal bewähren müssen (Dach- und Mantelkonstruktionen zum Beispiel) Jahrzehnte

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    SCNR....

    Zertifikate sind ein typisches Produkt für die Deutschen. ein Zertifikat ist immer eine Inhaber-Teilschuldverschreibung. Das sieht nach außen hin gut aus - aber geht der Emissonär pleite ist das Geld futsch. Zertifikate habe so hohe versteckte Kosten, die zum Teil erst bei Rücknahme fällig werden, das sie Fonds bei weitem übertreffen. Zertifikate sind für den Normalbürger viel zu kompliziert. Oder will mir jemand sagen, dass er ein Zertifikat in allen Nuancen verstanden hat. Selbst die Banker der Emissionhäuser verstehen die eigenen Zertifikate nicht. In Deutschland gibt es mittlerweile 137.000 Zertifikate. Damit hat Deutschland mehr Zertifikate als der Rest der Welt zusammen. Bei den meisten Zertifikate mit Aktien werden die Dividenden, die in der Regel doch dem Kunden gehören, von den Banken in die eigene Taschen geschoben. Investmentfonds dagegen sind transparent, klar in der Kostenübersicht und auf Dauer viel rentabler

  • 1
    Antwort von Auskunft Auskunft

    Sparpläne::

    BEISPIEL: Sparer Max Schachtelhuber bespart seit 01/1994 einen vermögensverwaltenden Anlagefonds mit 500 EUR monatlich. In 01/2014 möchte er sich einen Teilbetrag von nur 2.000 EUR auszahlen lassen (Teilentnahme). Er hat also während der Gesamtspardauer die ersten 15 Jahren Wertpapieranteile in der "alten Welt" (vom Sparbeginn an bis 12/2008) erworben. Diese Wertpapiere sind deshalb von der Abgeltungssteuer befreit.

    Andererseits hat er mit dem Sparplan 5 Jahre lang (von 01/2009 bis 01/2014) Wertpapieranteile erworben, die der Abgeltungssteuer unterliegen!

    • FRAGE: Wie wird die Auszahlung in 2014 besteuert? Muß auf die 2.000 EUR Abgeltungssteuer gezahlt werden? Unterliegt der Betrag der Regelung aus der "alten Welt" (vor 2009) oder nach der Regelung der "neuen Welt" (ab 2009)?

    ANTWORT = Die Bank hat den Wertpapierbestand wie folgt getrennt: Einerseits wird der Bestand an Fondsanteilen aufgelistet, die noch in der "alten Welt" erworben wurden. Andererseits werden die Wertpapiere, die ab 01/2009 in der "neuen Welt" erworben wurden aufgelistet. Bei einem Verkauf veräußert die Bank immer zuerst die Anteile, die am ältesten sind, also die Anteile, die nach der Listen noch in der "alten Welt" erworben wurden.

    • FRAGE: Kann Max Schachtelhuber von der Bank verlangen, daß nur die Fondsanteile verkauft werden, die er in der "neuen Welt ab 2009" erworben hat? Grund: Er will verhindern, daß Fondsanteile aus der "alten Welt" angetastet werden. Denn diese sollen ja weiterhin auf unbegrenzte Zeit steuerfreie Kursgewinne erzielen. Deshalb möchte Herr Schachtelhuber die Fondsanteile aus der "alten Welt" möglichst nie antasten. Denn diese "alten" Anteile genießen weiterhin das Privileg der Steuerfreiheit für Kursgwinne.

    ANTWORT = NEIN. Die Bank verkauft immer zuerst die Fondsanteile, zuerst erworben wurden, also die Fondsanteile der "alten Welt" (intern: FiFo-Methode).

    • FRAGE: Was kann ein Sparer tun, damit die Fondsanteile der "alten Welt" trotz einer Zwischendurch-Auszahlung aus dem Guthaben des Sparplans unangetastet bleiben?

    ANTWORT: Die Bank soll für den gleichen Sparplan für die ab 2009 erworbenen Anteile eine neue Depot-Nummer vergeben. Dann sind die Fondsanteile der "alten Welt" von den ab 2009 erworbenen Fondsanzeilen der "neuen Welt" durch eigene Depot-Nummern getrennt. Bei einem Teilverkauf kann der Sparer immer auf das Depot der "neuen Welt" zugreifen. Die Fondsaneile der "neuen Welt" bleiben dann geschützt und können weiterhin steuerfreie Kursgewinne erwirtschaften.

    (siehe: http://www.geldratgeber.de/pageID_4889391.html)

    Kommentar von Eveline EvelineEveline

    Danke

    Kommentar von JoWaKu JoWaKuJoWaKu

    Falls man doch irgendwann die neuen Anteile zuerst verkaufen will, muss man ab 1.1.09 alle neuen Anteile in einem Extra Depot verwalten.

    Dann kann man selbst entscheiden, was verkauft wird.

  • 1
    Antwort von Mismid Mismid

    Aktien die dieses Jahr noch gekauft werden bleiben für alle Zeit steuerfrei. Den Freibetrag gibt es nach wie vor. Ob der in Zukunft weiter reduziert wird oder ganz abgeschafft wird, ist nicht vorauszusagen. Sparen lohnt sich auch trotz Steuer, wenn der Ertrag hoch genug ist. Es ist immer besser ein hoher Zinsertrag plus Steuern, als ein geringer oder gar kein Zins ohne Steuern. Die Steuern führt die Bank automatisch ab.

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    Antwort von myTimee myTimee

    Der Vollständigkeithalber: Spekulationsverluste erhalten eine Art Verfallsdatum Quelle http://futures.xii-ing.de

  • 0
    Antwort von bauerhepeter bauerhepeter

    Ich habe einen Sparplan bei Consors,da haben alle Seiten,also ich,Consors und nach Meldung ans Finanzamt,auch diese den völligen Einblick.Es dürfte dann eigentlich nichts passieren,es sei denn,der Computer macht Mist.Dann bleibt Dir noch der Weg über die Steuererklärung,dies zu klären und zurückzuholen.Am besten ist die Vorlage einer Nichtveranlagungsbescheinigung,dann erledigt sich alles.Dann gehörst du aber leider nicht mehr zu den Besserverdienenden.

    Kommentar von Eveline EvelineEveline

    Danke für die Antwort, aber woraus schließt Du denn, dass ich jetzt zu den Besserverdienenden gehöre??? (schön wär's)

    Kommentar von bauerhepeter bauerhepeterbauerhepeter

    Diese Grenze liegt irgendwo bei 8600 Euro inclusive Freibeträge.Teile diese Summe mal durch 12,Dann weiß man, was man im Monat zum Leben hat.Dies wünsche ich keinem,dann lieber Abgeltungssteur.

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    Antwort von schens schens

    Soweit ich weiß: Eine legale Methode die Abgeltungssteuer (beim Verkauf) zu umgehen ist ein Konto in Österreich oder der Schweiz. Dort wird die Steuer erst am Jahresende fällig und nach Deutschland abgeführt. Wenn Du also Ende Januar eine Position verkaufst, Kannst Du mit den 25% Steuern noch 11 Monate arbeiten.

    Den Abführungskram (welche Aktie wurde wann gekauft) macht Deine Bank für Dich.

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