markusros am 05.02.2008 um 14:07 Uhr
Mich würde interessieren, ob ihr schon Depotanpassungen vorgenommen habt aufgrund der "drohenden" Abgeltungststeuer und wenn ja, was ihr getan habt, um euch der neuen Gesetzeslage anzupassen? Z.b. Erhöhung der Aktienquote oder Umschichtungen in Dachfonds etc. Freue mich auf ure Antworten.
Klar doch! Aber aktien stehen doch klar - nach der Abgeltungssteuer - im Nachteil!
drohend? Wie hoch ist denn dein persönlicher Steuersatz lt. dem letzten Einkommensbescheid? Die Differenz zu den dann geltenden 25% dürfte schon gar nicht mehr so gravierend aussehen. Und dann kosten größere Umschichtungen auch nicht gerade wenig, diese Summen müssen da erstmal wieder rein kommen. Mit Aktivitäten kannst du auch noch bis Ende des Jahres warten, da werden sicherlich noch viele Banke auf den Zug aufspringen und hoffen, dass du gerade dann deren Produkte kaufst.
Ich warte noch...
markusros am 5. Februar 2008 20:44 Mit Umschichtungen meinte ich v.a. jetzt noch in 2008 Produkte zu kaufen, die dauerhaft von der Abgeltungssteuer befreit sind (wie Aktienfonds etc). Da interessierte mich eure bisherige Aktivität dazu. Da spielt dann mein persönlciher Steuersatz keine Rolle.
In Deiner Steuererklärung kannst Du nur den persönlichen Durchschnittssteuersatz ermitteln. Du brauchst aber Deinen persönlichen Grenzsteuersatz, nur der ist für den Vergleich mit dem Abgeltungssteuersatz von 25 % maßgeblich. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von €15.000 für Ledige (@30.000 für Verheiratete) ist der persönliche Grenzsteuersatz niedriger als 25 %. Da drüber ist er höher.

Zu diesemThema gibt es schon viel Fragen hier. Gib mal Abgeltungssteuer in Suche ein.
markusros am 5. Februar 2008 20:41 Richtig, das weiß ich auch. Aber das spricht doch nicht gegen eine weitere Frage, die mich zu dem Thema interessiert, oder?
Die Aussage "...alles andere als bedrohlich..." kann eigentlich nur von einem Anleger kommen, der sein ganzes Geld auf dem Girokonto oder in festverzinslichen Anleihen angelegt hat. Jeder, der Fonds, Aktien oder Zertifikate hat, wird bei seinem Vermögensaufbau massiv behindert, wenn er keine steuerfreien Kursgewinne mehr realisieren kann, sondern unabhängig von der Haltedauer seiner Investments Steuern entrichten muss.
markusros am 6. Februar 2008 09:39 Gute Aussage @dfranke, sehe ich auch so - Hast du schon reagiert in deinem Depot?
Jups, habe ich. Ist alles langfristig ausgerichtet und spätestens Ende des Jahres wird ein zweites Depot innerhalb eines Lebensversicherungsmantels eröffnet, womit die Abgeltungssteuer komplett umgangen werden kann. Infos dazu findest Du z.B. auf http://www.investmentsparen.net/wertpapiergebundene-lebensversicherung.html.
Wieso "drohende" Abgeltungssteuer?
Ich habe schon länger keine Aktien mehr - und für alles andere finde ich die Abgeltungssteuer alles andere als bedrohlich.
Klare Reaktion: Nur noch langfristig vielversprechende Einzeltitel im Depot.
Hinweis zu Altverlusten: Dies erhalten eine Art Verfallsdatum, siehe http://futures.xii-ing.de
Danke für die Antwort - zu deiner Bemerkung zu Aktien.
Aber doch nicht die Aktien, die man sich vor dem 1.1.2009 kauft und dann lange behält - da gibt es sogenannten Bestandsschutz. Grüße markusros
Leider ist das ganze Machwerk mit Heißer Nadel gestrickt. Da wird noch viel geändert werden müssen.