Frage von Gandalf90, 135

Abgeleinter Hund beißt abgeleinten Hund, muss Schadenersatz gezahlt werden?

Hallo, unser Hund war auf einer Wiese nicht angeleint und dann kam ein anderer kleiner giftiger Hund auch abgeleint auf die Wiese und kläfft und knurrt unseren Hund an, worauf unser Hund in die Richtung gegangen ist, kurz vor dem kleinen Hund blieb unser Hund stehen und der kleine Hund lief knurrend und zähne fletschend auf unseren Hund zu und beißt zu, unser Hund hat sich dann gewehrt und der kleine Hund hat einiges abgekriegt bis wir die Hunde auseinander hatten. Nun will die Besitzerin des kleinen Hundes das wir die Rechnung vom tierarzt zahlen. Sind wir da schadensersatzpflichtig? Es waren beide Hunde nicht angeleint und ihr Hund hat als erstes zugebissen obwohl man an unserem Hund nicht wirklich was gesehen hat.

Sprich müssen ir für die Tierarztrechnung zwangsweise aufkommen?

Antwort
von Goodnight, 46

Nein bei zwei freilaufenden Hunden bezahlt jeder den Schaden am eigenen Hund, weil ja beide Besitzer in Kauf nehmen, dass es auch mal du einer Rauferei kommen kann. 

In der Praxis ist es immer schwer zu beweisen, wer den Krieg angezettelt hat. Deshalb diese Regel.

Die Gerichte beschäftigen sich nicht gerne mit solchen Beissereien und entscheiden nach Aktenlage und zwar so wie sie es üblich tun. Ohne den genauen Sachverhalt zu klären, wenn man sich keinen Anwalt nimmt. 

Wie es ausgeht weiss man also nie. Deshalb würde ich sicher nicht bezahlen und abwarten was die Gegenseite macht. Schreibe aber unbedingt auf wie der Vorfall abgelaufen ist und mache eine Skizze. 

Man muss sich bewusst sein, dass bei einer Anzeige beide Hunde zum Wesenstest aufgeboten werden können und beide Seiten eine Anzeige bekommen können wegen "nicht Abhalten von einer Rauferei "und auch eine Busse weil die Hunde nicht angeleint waren. Natürlich nur wenn es Leinenpflicht im Gebiet ist.

Du kannst natürlich grundsätzlich eine Anzeige machen, dass der andere Hund deinen angegriffen hat, also ein gefährlicher Hund ist. 

Da ich weiss, dass mein Hund einen Wesenstest sicher bestehen würde, hätte ich damit kein Problem mich zu wehren. Kann aber anders aussehen, wenn man weiss, dass der  eigene Hund nicht so Wesensfest ist. Dann ist es vielleicht für beide Besitzer besser sich zu einigen. Zumal ein Anwalt ja auch kostet.

Muss man abwägen was einem wichtiger ist. Weil aktenkundig sind danach beide Hunde. Wie schwer dein Hund den anderen verletzt hat fehlt leider in der Frage.

Antwort
von DerHans, 65

In der Hundehaltung geht es nicht nach dem Verschulden. Hier gilt die Gefährdungshaftung

Bei Beißvorfällen ist automatisch der Halter des beißenden Hundes schadensersatzpflichtig.

Sind beide Hunde verletzt zahlt jeweils der andere Halter die Arztkosten.

Wer nicht versichert ist, zahlt eben selbst.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 39

ihr bezahlt jeweils den schaden bei dem anderen hund..

mir ist immer wieder unklar, warum man nicht sofort! seinen hund zurueckruft und an die leine nimmt, wenn ein anderer hund knurrt und keine freundlichkeit zeigt.

besser ist es schon im vorfeld kontakt mit dem anderen hundehalter aufzunehmen und sich nach dessen wesen zu erkaunigen. begegnet uns ein hund ohne seine besitzer in der naehe gebe ich meinen hunden die anordnung sich zu setzen und stelle mich zwischen meinen hunden und dem unbekannten.

es sit die pflicht eines hundebesitzers auch vorrausschauend zu reagieren.  

Kommentar von MiraAnui ,

Weil die Hunde nicht hören und es luft Verschwendung wäre zu rufen ;)

Hab ich schon zu oft erlebt.

Antwort
von Stefffan7, 58

Schwierig. Da Tierarzt Rechnungen bekanntlich immer relativ hoch sind, würde ich hier raten einen Anwalt einzuschalten.

Antwort
von NoradieHexe, 46

Die Frage nach der Bezahlung der Tierarztrechnung wurde dir schon mehrfach beantwortet. Jedoch solltest du auch beachten, dass es möglicherweise nicht nur um die Rechnung geht, sondern es generell auch zu Problemen kommen könnte, wenn dich die Frau anzeigt.

Clever wäre es von Ihr sicherlich nicht, da der andere Hund so wie du es beschrieben hast, kein normales Hundeverhalten gezeigt hat.
Aber Verrückte gibt es ja schließlich überall.
Wenn es zu einer Anzeige käme, würden schließlich beide Hunde einer Wesensbegutachtung unterzogen und das ist meist schädlich für die Hunde und auch nicht wirklich immer fachlich korrekt.

Einfach das auch in deine Überlegungen mit einbeziehen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Welche Straftat wurde denn begangen, daß es zu einer Anzeige kommen könnte?

Antwort
von Roquetas, 52

Die Gerichte urteilen bei einer Beißerei unter Hunden oftmals zu Lasten des geschädigten Hundehalters.

 Wenn überhaupt muß der gegnerische Hundehalter oft nur die Hälfte der Tierarztrechnung bezahlen bzw. die gerichtliche Entscheidung fällt so aus, dass jeder Hundehalter für seinen eigenen Schaden aufkommen soll.

Antwort
von alarm67, 55

Melde das Deiner Hundehaftpflichtversicherung, die wird unberechtigte Ansprüche abwehren!

Aber grundsätzlich haftest Du vom Gesetz her!

§ 833 BGB

„Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.“

Antwort
von extrapilot350, 61

Das wird wohl so ausgehen und wenn sie Strafanzeige stellt gibt es möglicherweise noch einen Maulkorbzwang.

Kommentar von Bitterkraut ,

Strafanzeige wegen welcher Straftat?

Kommentar von extrapilot350 ,

Die verletzung des hundes zählt zur sachbeschädigung. Wenn ein hund beist und einen schaden anrichtet, der geschädigte dich an die polizei wendet können die einen verhaltenstest verlangen den der hund bestehen muss oder es gibt maulkorbzwang.

Antwort
von eggenberg1, 48

wenn  zwei  hunde  unangeleint aufeinander los gehen,dann wird  die rechnung geteilt --

es wäre  deine aufgabe   gewesen,  deinen hund zurückzupfeiffen ,als  du bemerkt hast, dass der kleine  giftig  wurde..

genau so hätte  natrülich auch die gegenpartei   handlen müssen- habt ihr also beide gleich schuld -

jeder geht zum tierarzt und  bekommt seine rechnung , die dann zur hälfte  von der gegenpartei zu üernehmen ( auszugleichen ) ist.

man kann natürlich auch die haftpflicht einschalten  oder e s zur anzeige kommen lassen --was aber aufs gleiche raus laufen wird.

Antwort
von Bitterkraut, 48

Jeder haftet für seinen Hund. Du zahlst ihren Schaden und sie deinen.

Kommentar von 1ManekiNeko1 ,

Nicht ganz.Geder zahlt seinen Schaden am eigenen Hund selber.

Kommentar von inicio ,

nein, der "schaden" am anderen hund muss bezahlt werden, da hat nora recht!

Kommentar von Bitterkraut ,

Nein, jeder haftet für den Schaden, den sein Hund anrichtet.

Antwort
von BertRollmops, 50

Habt ihr keine Hundehaftpflichtversicherung? Das wäre dringend an der Zeit, ist nicht teuer und deckt Schäden in Millionenhöhe. Stell Dir vor, der Hund läuft auf die Autobahn..

Antwort
von wotan0000, 52

Du zahlst ihren Schaden und sie deinen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten