Die gesuchte Mischung - ideale Temperaturen, keine Gefahr z.B. durch Tiere und ganz einsam, dabei auch noch familientauglich - das ist kaum irgendwo gegeben: Da würden nämlich viele gerne Urlaub machen, ist also nichts mit einsam.
Am ehesten kann man sowas sehr weit weg erleben, im Süden Afrikas z.B. (Mozambique, Südafrika u.ä.)
Wenn ihr aber ein paar Abstriche macht, fallen mir spontan 3 oder 4 Ziele ein:
Costarica, ein wunderschönes Land, das oft als die "Schweiz Mittelamerikas" bezeichnet wird.
Grandiose Wanderungen sind möglich, aber das Land ist auch mit dem Auto sehr gut erschlossen. Allerdings gibt es Schlangen u.ä., was ich für wesentlich gefährlicher halte, als ein paar rumänische Bären. Es gibt einige Hostals, die von deutschen Auswanderern geführt werden - alles in allem sicherlich ein sehr gutes Reiseziel.
Für Europa fallen mir drei Ziele ein: Madeira, Korsika und Frankreich.
Die französische Bretagne ist wunderschön, aber es sind doch allerlei Menschen dort. Die Auvergne - ein recht dünn besiedeltes altes Vulkangebiet - und die Regionen Südwest-Frankreichs (Gascogne etc.) scheinen mir schon eher hinzukommen. Man hat die Pyrenäen im Süden und den Atlantik (Golf von Biscaya) im Westen.
Auch Korsika - die Insel, die man schon an ihrem Duft erkennt - ist wunderschön und es gibt viele Strecken, wo man recht allein ist. Die Insel ist fast dreimal so gross, wie Mallorca und sehr abwechslungsreich.
Mein Favorit wäre aber Madeira. Diese wunderschöne Insel steigt schroff aus den Tiefen des Atlantik auf. Das Wetter ist - zumindest auf der Südseite - zuverlässig gut. Man kann in einer der grösseren Ortschaften wohnen und Tagesausflüge in die Einsamkeit unternehmen. Machico (12.000 Einwohner) und Ribeira Brava (6.000 Einw.) sind gute Standorte. Aber auch die Hauptstadt Funchal (ca. 100.000 Einw.) ist sehr angenehm.
Die Menschen sind (wie fast überall in Portugal) ausserordentlich nett und offen. Es gibt jede Menge zu sehen und zu erleben. Whalewatching ist möglich. Grosse Bananenplantagen. Es gibt keine unangenehmen Tiere. Das Essen ist gut mit viel Fisch und frischem Obst und Gemüse.
Der Clou aber sind die Wanderwege: Madeira ist durchzogen von Bewässerungskanälen, den Levadas. Sie bringen das Wasser vom regenreichen Norden in den wasserarmen Süden und schlängeln sich überall durchs Gebirge. Manchmal durch den Berg hindurch, manchmal geradezu angeklebt an den Berg (s. Bilder auf http://www.entdecke-madeira.de/levada_madeira.htm), teilweise durch Kulturland, teilweise durch dichten Nebelwald. An diesen Levadas entlang führe Pfade, um die Kanäle pflegen und kontrollieren zu können. Die Pfade sind wunderbare Wanderwege: Sie haben kaum Gefälle und führen duch wirklich spektakuläre Landschaften.
Madeira bietet dem Wanderer alle Schwierigkeitsstufen, vom harmlosen Spazierweg bis zu anspruchsvollen Wanderungen, die eine gute Kondition erfordern.
Die Insel hat einen einzigen Nachteil: Es gibt nur sehr wenige Badestrände. Zum Baden fliegt oder fährt man 50 Kilometer auf die Badeinsel Porto Santo. Aber hätte Madeira mehr Strände, wäre die Insel sicherlich hoffnungslos überlaufen . . .
Nun ja, ich wollte eher Entspannung im Urlaub und im Wandern finden, nicht die Angst haben, von Bären auf Nahrungssuche angegriffen zu werden.
Und Rumänien ist doch auch nicht so warm, trotzdem danke für die Anregung, werde ich im Kopf behalten ;)
Okay...man will ja lebend nach Haus. Wenn du nicht auf touristen treffen willst meide die küste. Dor meer macht die Welt urlaub.