Frage von birgitbirne, 25

Abeitnehmerüberlassung?

Hallo? Ich war 5 Monate bei einer Arbeitnehmerüberlassung angestellt die c.a. 70 km von meinem Wohnort entfernt ist. habe dann am 28.09. Tel.bescheid bekommen das ich nicht mehr beim alten Arbeitgeber antreten sollte, mann würde sich in kürze bei mir melden und mir einen anderen Arbeitgeber anbieten, ich war also in Wartezeit. 5 Tage später erhielt ich dann den Anruf das ich Montags bei einen anderen Arbeitgeber einen Probetag absolvieren solle, leider bin ich über das Wochenende an einer Grippe erkrankt, und konnte nicht antreten das habe ich dem Arbeitgeber Morgens mitgeteilt und eine AU eingereicht. am gleichen Tag erhielt ich einen weiteren Anruf wo mir mitgeteilt wurde das eine Schriftl. Kündigung in meinem Brifkasten geschmissen wurde. Leider hatte der Arbeitgeber vergessen das ich Umgezogen war ,und hatt die Kündigung angeblich an meine alte Adresse eingeworfen, diese Kündigung habe ich nie erhalten. Ich habe dann 1 woche später am 12.10. eine neue Kündigung an meiner neuen Adresse erhalten mit 14 Tagen Kündigungsfrist. zum 27.10.. Der Arbeitgeber möchte die Zeit vor der neuen Kündigung nicht bezahlen, obwohl ich ja bis zum 27.10 bei der F.a. beschäftigt bin. Darf er das ???

Antwort
von marcussummer, 9

Ich sehe keinen Grund, warum der Arbeitgeber die Zeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht zahlen soll. Immerhin hätte er dich nach Ablauf der Arbeitsunfähigkeit ja auch wieder beschäftigen können (soweit ein Job verfügbar ist).

Eine Kündigungserklärung wirkt grundsätzlich nur dann, wenn sie dem Adressaten tatsächlich zugeht (bzw. in seinen Machtbereich gelangt, sprich im Briefkasten liegt). Wenn der Arbeitgeber trotz erfolgter Mitteilung einer neuen Anschrift die Kündigung zunächst an die alte Adresse schickt und sie deshalb nicht ankommt, ist das sein Problem.

Wenn der geschilderte Sachverhalt rechtlich vollständig ist, muss die gesamte Zeit bis zum 27.10. gezahlt werden. Wenn der Arbeitgeber das nicht freiwillig macht, sollte das Entgelt eingeklagt werden. Aber bitte wegen der in der Arbeitnehmerüberlassung gültigen Verfallsfristen zeitnah reagieren und schnell den Rückstand geltend machen bzw. einklagen (lassen)!

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