Frage von namenlos2015, 92

Ab welchem Zeitraum wird man bei Benzodiazepine abhängig?

Bei wieviel Wochen besteht die Gefahr süchtig zu werden

Antwort
von dadamat, 18

Das ist von dem Patienten (und Diagnose) abhängig. Eine körperliche Abhängigkeit entwickelt sich nach ca. drei Wochen. Eine psychische Abhängigkeit kann schon viel früher eintreten.

Kommentar von namenlos2015 ,

wie lange hat man Entzugserscheinungen? wenn man Tabletten 4 Wochen eingenommen hat ? weißt du das Zufällig?

Antwort
von webheinerle, 37

In der Regel tritt eine Abhängigkeit erst nach einigen Wochen ein, deshalb ist die Anwendung von Benzodiazepinen auch auf wenige Wochen beschränkt. Es wird auch nicht jeder süchtig, aber nach ein paar Wochen setzt oft eine Toleranzentwicklung ein, was bedeutet, dass die verschriebene Dosis nicht mehr ausreicht und dann meist ohne Rücksprache mit den Arzt erhöht wird.

Kommentar von namenlos2015 ,

habe 4 Wochen lendormin genommem am Freitag die letzte genommen am Samstag früh hatte ich schon Schwindel obwohl die tablette noch in meiner blutbahn war Sonntag auch Schwindel beide Tage mit Kopfschmerzen. Montag Dienstag ging es mir super. seid Mittwoch habe ich wieder Schwindel und bissle Schweißausbrüche gestern das selbe + innerliches Zittern kann es das sein oder eher unverscheinlich? habe kein Verlangen nach den Tabletten wie gesagt hatte gewisse symtome schon vor Ich die abgesetzt habe

Kommentar von namenlos2015 ,

heute habe ich auch heftig Kopfschmerzen manchmal schwitzen und innerliches Zittern.

Kommentar von namenlos2015 ,

aber danke ;)

Antwort
von troppixi, 57

Wochen? Ich würde den Maßstab eher auf Tage legen.

Ist sehr individuell. Schließlich ist eine Sucht auch kein fester Punkt an dem man sagen kann "jetzt ist man süchtig, eine Stunde davor aber noch nicht". Schleicht sich ein und kommt oft schneller als man denkt ohne das man es merkt.

Kommentar von namenlos2015 ,

also ist es bei 4 Wochen durchaus möglich ?

Kommentar von troppixi ,

Theoretisch ist es auch nach einer Woche möglich, kommt drauf an wie suchgefährdet man ist und wie man zu dieser Substanz steht. Gutes Beispiel ist Morphium. Macht ähnlich schnell abhängig wenn man sich dran berauscht, wenn man es jedoch im Krankenhaus bekommt werden die wenigsten abhängig, weil man eine andere Beziehung zu der Substanz hat.

Ist alles psychisch. Abhängig ist man dann, wenn es schwer fällt darauf zu verzichten.

Kommentar von namenlos2015 ,

ich habe 4 Wochen lendormin genommen und am Freitag die letzte genommen also schon fast eine Woche ohne. aber seid gestern geht es mir schlecht ich zitter innerlich habe manchmal Schweißausbrüche und höllische Kopfschmerzen. kann das davon kommen ? oder hätte ich dann schon eher was merken müssen nicht erst Gestern

Kommentar von Haarschaf ,

Da kann dir ein Arzt helfen. Kalter Entzug hilft dir nicht weiter. Ob wirklich eine Sucht vorliegt, kann dir nur ein Arzt sagen und dich beraten, wie es weitergeht

Kommentar von troppixi ,

Das können durchaus Entzugserscheinung sein. Sicher kann das aber nur ein Arzt bestimmen. Die Tatsache, dass du ohne Probleme eine Woche darauf verzichten konntest, zeigt aber dass keine psychische Abhängigkeit vorliegt, zum mindest keine starke. Einfach abwarten und nicht mehr dazu greifen. Wenn es nicht besser wird, geh zu einem Arzt.

Kommentar von namenlos2015 ,

ok Danke

Antwort
von Wurzelstock, 28

Überhaupt nicht.

Falls durch Benzodiazepine eine Abhängigkeit entsteht, hat sie eine psychische Ursache. Die wurde ursprünglich streng von der physiologischen unterschieden, wie sie durch Pflanzenalkaloide entsteht, also durch die Inhaltstoffe und Derivate des Schlafmohns, des Cocastrauches, u.a.

Die Alkaloide anderer Pflanzen, am bekanntesten Indischer Hanf, Peyote Kaktus, u.a., werden durch Wirkung und Pharmakologie als Halluzinogene von den oben genannten Opiaten unterschieden. Der physiologische Suchtmechanismus ist nicht der gleiche, der Anteil der psychischen Abhängikeit ist höher.

Mit der Verbreitung der versnobten Suchttheorie wurde die Gesellschaft suchtsüchtig gemacht. Dazu gehörte auch die Neudefinition des Begriffs der Sucht. Trotz dieser Verwässerung hat die klassische Definition ihre Bedeutung behalten, denn therapeutisch führt kein Weg daran vorbei.

Die Spekulation, ob man nach einer Woche von einem Benzodiazepin abhängig sein könnte, ist völlig absurd. Der Vergleich eines Benzodiazepins mit dem Alkaloid Morphinum ebenso. Er zeugt vom völligen Fehlen jeglicher Sachkenntnis.

Kommentar von namenlos2015 ,

also macht das nicht süchtig?

Kommentar von Wurzelstock ,

Nein. Lendormin ist nach meiner Erinnerung ein Kurzschlafmittel, das bei Einschlafstörungen eingesetzt, und gut vertragen wird. Wenn Du dich an die vorgeschriebene Dosierung gehalten hast, können die geschilderten "Entzugssympome" kaum durch das Mittel entstanden sein. Viel wahrscheinlicher sind Ursachen, gegen die das Mittel verschrieben wurde, und die nun nach Absetzen wieder auftreten und sich verstärkt bemerkbar machen.

Kommentar von namenlos2015 ,

aber bevor ich das Medikament nahm hatte ich auch nicht solche symtome habe sie nur bekommen zum Schlafen

Kommentar von Wurzelstock ,

Dein 'aber' kann ich dir leider nicht beantworten. In jedem Fall musst Du die Sache bei deinem Arzt abklären lassen. Weder Du noch die Briefkastenonkels hier sind dazu in der Lage. Einfacher wäre es alledings, wenn Du nach alter Tradition für dein Problem die Mondphase oder Ebbe und Flut verantwortlich machen würdest. Dem könnte niemand widersprechen.

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