Huch, hier ist ja was los.
Ich denke, man muss drei Dinge voneinander trennen:
- Laktoseverträglichkeit
- Milch als Lieferant von Eiweiß und Kalzium
- ethische Komponente
zu 1.
Es ist nunmal unbestritten, dass manche Menschen keine Laktose verarbeiten können, dies kann auch temporär unterschiedlich sein (es gibt Menschen, die vorübergehend keine Milch vertragen). Es wird daher geraten, Kleinkindern so spät wie möglich Kuhmilch (und deren Produkte) zu geben, da geargwöhnt wird, dass zu frühe Gabe eine Laktoseintoleranz fördert. Belege dazu habe ich keine gefunden. Es wäre spannend zu sehen, ob es Zahlen dazu gibt, wie sich die Zahlen von auftretender Unverträglichkeit entwickelt haben, seitdem man kritischer damit umgeht.
zu 2.
Eine verminderte Kalziumaufnahme und Schädlichkeit für die Knochen ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Etliche Studien belegten das Gegenteil. Außerdem ist nicht nachvollziehbar, wieso von Kalzium aus Gemüsen vom "richtigen" Kalzium gesprochen wird und Kuhmilch-Kalzium das falsche sein soll. Richtig ist, dass die Kalzium-Absorption von vielen Faktoren beeinflusst wird und sichh ggf. durch gleichzeitige Aufnahme anderer Stoffe behindert. Bei ausgewogener ernährung dürfte das allerdings keine Rolle spielen.
zu 3.
Sicher kann man geteilter Meinung darüber sein, ob es ethisch vertretbar ist, Kälbern die Milch "wegzutrinken". Wieso das bei Zicklein, Lämmlein usw. aber weniger problematisch sein soll, erschließt sich mir nicht.
Fazit: Ich halte Milch und Milchprodukte für ein wichtiger Bestandteil der Nahrung, vor allem bei Kindern. Wenn man sorgsam abwägt, welche Produkte und ab welchem Alter, ist dagegen nichts einzuwenden.
Vielen Dank!!!
Eine wirklich schöne Antwort - ich frage mich nur, warum der Fragesteller damit zufrieden war, obwohl keinerlei Quellen aufgeführt waren, die er die ganze Zeit verlangt. Es handelt sich hier also auch um nicht belegbare Aussagen. Etliche Studien belegen ebenfalls, dass das Calcium aus der Milch nicht den den Stellenwert hat, der ihr jahrelang gegeben wurde. Desweiteren belegen durchaus Studien, dass die gleichzeitige Einnahme von Milch bei dem Verzehr von grünem, calciumhaltigen Blattgemüsen, die Calciumaufnahme aus dem Gemüse behindert und durch ihren Eigengehalt nicht ersetzen kann. Ich denke, die Wissenschaft ist sich da bis heute nicht einig - warum sollten wir uns da einig sein ? Eine ausgewogene Ernährung kann vieles verhindern, absolut richtig. Man muss sich dabei aber auch damit auseinandersetzen, welche Lebensmittel man nicht gleichzeitig zu sich nehmen sollte. Eine Diskussion über Milch, die Kälbchen weggenommen wird... das ist echt blanker Unsinn. Jeder Landwirt wird zunächst die ausreichende Fütterung seines "Kapitals" sicherstellen. Die Vermarktung des Lebensmittels Milch nimmt keinem Jungtier etwas weg. Es wird zwar die Natürlichkeit sehr veändert, aber das ist doch alles sehr weit hergeholt...Dies gehört dann mehr in eine Diskussion über die Berechtigung und Sinn/Unsinn der Massentierhaltung, die zwar grausam ist, aber zu diesem Thema nicht wirklich passt... Dein Fazit kann man eigentlich nur bestätigen, denn Milch und deren Produkte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung und nicht mehr wegzudenken. Zum Glück darf sie auch in der Ernährung von Babies eine große Rolle spielen, sonst gäbe es ein echtes Versorgungsproblem. Voraussetzung dafür ist natürlich wirklich, dass man auf das entsprechende Alter Rücksicht nimmt, in dem diese Produkte vom Körper verwertet werden können, ohne mitunter sehr schmerzhafte oder unangenehme Begleiterscheinungen hervorzurufen. Ich denke, so ziemlich alle Antworten, die ein bißchen Auseinandersetzung erkennen ließen, haben unfgefähr den gleichen Tenor gehabt. Die verlangten Quellen konnten nicht so geliefert werden, wie der Fragesteller damit zurecht gekommen wäre, doch was hätte das auch genutzt ? Zu jeder Quelle gibt es eine Gegenquelle - so ist das nun mal. Wenn man sich hier bei gf.n schon allein die bereits geführten Diskussionen über das Thema Milch anschaut, findet man sich widersprechende Quellen in ausreichender Menge. Es ist nur schade, dass man sich Mühe gibt, Infos zu liefern, die über die eigene Meinung hinausgehen, und dafür angepampt wird. Quellenangaben zu verlangen! - das geht ja wohl über die Rechte der Fragesteller hinaus. Wenn man keine kontroversen Diskussionen will, sollte man auch keine beginnen, sondern selbst nach Quellen suchen, die einen zufriedenstellen können.
Ich habe mir das Ganze hier durchgelesen und kann Deine Meinung unterstreichen.
Wenn jemand hier eine Frage stellt und hierfür Antworten bekommt, dann ist es das Wenigste, sich hierfür zu bedanken.
Wer eine eigene festbetonierte Meinung hat und nicht wirklich einen Rat sondern nur eine Bestätigung derselben sucht, ist hier sowieso fehl am Platz, weil es ja eine Ratgeberseite ist.
Nur einseitig Quellenangaben zu fordern macht auch keinen Sinn
Hilfsbereite Menschen anzupampen, weil sie vielleicht eine andere Einstellung vertreten, ist unhöflich
Ich danke dir sehr, jetzt fühle ich mich schon wieder etwas besser.
Und ich würde mir um meine Gehirnfunktion sehr wohl Gedanken machen, wenn ich hier so manche Antworten von BabyShay lese.