Frage von Legok, 125

Ab wann wird man an die geschlossene Psychiatrie verwiesen?

Ich (18/w) habe für nächste Woche einen Termin bei der Beratungsstelle meiner Universität. Ich möchte mir nach Jahren Hilfe suchen, in Bezug auf Selbstverletzung, Depression,... Nun habe ich aber Angst, dass man mich einweist oder ähnliches. Denn überall im Internet steht nur "bei Gefahr für sich selbst oder andere", aber was bedeutet das nun? Wenn ich jetzt sage, ich würde ich selbst verletzen, muss ich mir dann Sorgen machen, oder nicht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bikerin99, 26

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ist die Einweisung gegen den Willen des Betroffenen in die Geschlossene möglich.
Selbstverletzungen alleine üblicherweise nicht, aber möglicherweise eine Einweisung in die Psychiatrie sinnvoll, aber nur auf freiwilliger Basis.
Akute Selbstgefährdung würde bedeuten, dass jemand seinen Suizid ankündigt und im Gespräch sich nicht glaubhaft distanziert.
Akute Fremdgefährdung bedeutet, dass jemand z.B. durch Stimmen beeinflusst, jemanden verletzen will oder gar umbringen.

Antwort
von TorDerSchatten, 56

Wenn du konkrete Selbstmordgefahr hast, dann kommst du erstmal zu deiner eigenen Sicherheit in die geschlossene Abteilung.

Nur selbstverletzendes Verhalten rechtfertigt das nicht. Jetzt mach dir keinen Kopf und geh erstmal dahin und laß dir helfen!

Die Anlaufstelle die du nennst, wird dich ja nicht zwangseinweisen sondern mit dir zusammen Möglichkeiten suchen.

Kommentar von Legok ,

Vielen Dank, damit hast du mich beruhigt. 

Antwort
von Schokolinda, 34

selbstverletzung ist nicht grundsätzlich ein einweisungsgrund. das müßte dann schon in richtung suizidabsicht gehen oder es müßte klar werden, dass man bei der selbstverletzung so weit geht, dass man sich damit in lebensgefahr bringt.

zudem haben psychologen schweigepflicht (falls das eine psychologische beratung wäre). um die zu brechen, muss sich der psychologe verdammt sicher sein, keinem missverständnis aufzusitzen.

Antwort
von seife23, 75

Ja, wenn eine ernsthafte Gefahr für deine Gesundheit besteht, kann das passieren. Du wirst jedoch gefragt ob es deiner Meinung nach nicht besser für dich wäre und ob du die Hilfe annehmen möchtest. Eine Zwangseinweisung im eigentlichen Sinne gibt es nur bei versuchtem Suizid etc.

Antwort
von AaronDaBoss, 68

Das Kann man dir so nicht sagen. 

Falls du wirklich andauernd dich selbst verletzen willst/ keinen anderen Weg siehst,  musst du damit rechnen

Aber man will dir helfen. Ich finde es sehr mutig dass du eingesehen hast, das es dir sehr schlecht geht und du unbedingt Hilfe brauchst. Ich bezweifle stark dass du so sehr gesunken bist.

ein Psychotherapeut wird dir helfen.

🍀 LG 

Aaron 

Antwort
von Coza0310, 23

Nur bei Suizidgefahr kommt es zu einer sofortigen Einweisung. Selbstverletzung in Maßen hat in der Regel nichts mit Suizid zu tun.

Kommentar von Legok ,

Ab wann spricht man denn von Suizidgefahr? Wenn die Person von Gedanken an Selbstmord hat, oder bei missglückten Versuchen, oder...?

Kommentar von Coza0310 ,

Das wird dann erfragt werden. Ein Versuch ist fast immer ein Einweisungsgrund.

Antwort
von hannahmaria333, 5

Keine Sorge, du wirst nicht eingewiesen werden!
Zu Beratungsstellen kommen generell immer Menschen, die Probleme haben (auch genau die gleichen, die du hast) und es wäre völlig kontraproduktiv diese Menschen mit einer "Zwangseinweisung" einzuschüchtern. Das wissen auch die Mitarbeiter dieser Beratungsstellen. Vielleicht wird dir eine stationäre Aufnahme nahegelegt, aber du es wird nichts gegen deinen Willen passieren.
Finde ich sehr gut, dass du dir Hilfe suchst!!!

Antwort
von Juli277di, 45

Bitte hier lesen: https://www.gutefrage.net/frage/ab-wann-kommt-man-in-die-geschlossene-psychiatri...

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