Brüssel peilt neue Obergrenzen für Handy-Gebühren im Ausland an
Auch in Brüssel wird viel telefoniert: Die EU-Kommission peilt jetzt neue Obergrenzen für Handy-Gebühren bei der Nutzung im Ausland an. Die Aufsichtsbehörden hatten in einem Bericht die Mobilfunkbetreiber kritisiert: Sie berechneten ihre Gebühren häufig nicht sekundengenau, sondern pro angefangener Minute. Deshalb müssten die Kunden im Durchschnitt 24 Prozent mehr Minuten zahlen, als sie tatsächlich telefonierten, hieß es. Die Kommission werden in den nächsten Wochen erwägen, dagegen vorzugehen, sagte ein Sprecher von EU-Medienkommissarin Viviane Reding.
Auch SMS-Textnachrichten seien zu teuer. Die nationalen Regulierungsstellen empfehlen nach Brüsseler Angaben daher, eine Preisgrenze für grenzüberschreitende SMS vorzuschreiben. Für Endkunden wären 11 bis 15 Cent plus Mehrwertsteuer pro Textnachricht angemessen.