Frage von Teddybaerli202, 53

Ab wann spricht man von Gefahr für Leib und Leben?

Ab wann spricht man beim ritzen von Gefahr für Leib und Leben? Dann wenn der Betroffene bezweckt sich umzubringen? Oder wenn die Schnitte so tief sind, dass sie genäht werden müssen? Oder spricht man immer von Gefahr für Leib und Leben, auch wenn nur oberflächlich geritzt wird?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Teddybaerli202,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Krankheit

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 52

Ich denke nicht, dass es da eine Faustregel gibt. Rein logisch gesehen ist selbst oberflächliches Ritzen eine Gefahr für Leib und Leben und es ist klar, dass derjenige Hilfe benötigt. Leider beinhaltet "Hilfe" aber auch immer, dass der Betroffene dazu bereit ist, diese Hilfe auch anzunehmen und hier scheiden sich die Geister.

Daher wird bei oberflächlichen Ritzereien niemand akut einschreiten, sondern erst dann, wenn wirklich Gefahr in Verzug ist, sei es in Form von versehentlichem zu tiefen Ritzen oder aber auch absichtlich zu tiefem Ritzen. In dem Moment, wo das Leben desjenigen in Gefahr ist, kann die Behandlung auch gegen seinen Willen angeordnet werden.

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage so einigermaßen beantworten.

Hin oder her ... Ritzen ist niemals eine gute Idee. Wenn man sich unbedingt Schmerzen zuführen möchte, um wieder zu Verstand zu kommen, dann gibt es weniger lebensbedrohliche Methoden. So kann man sich z.B. eine Chilischote in den Mund stopfen. Das führt auch zu Schmerzen, aber die gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg und führen nicht zu lebenslangen Narben.

Alles Gute

Antwort
von darkCharm, 19

Ich würde sagen, es ist Arzt / Klinikabhängig. Auch hängt es von deinem Alter ab und von der Wunde (welche Körperstelle, Größe der Wunde,Tiefe usw.), davon ob du in Behandlung bist und wie du dich gibst.

Die Behandler in meiner Umgebung sind was das angeht zu entspannt oder zu gleichgültig. Ich schneide ziemlich tief, hatte Ops aufgrund von Selbstverletzungen, hab mein Blutbild manipuliert usw. - aber ich muss selten bei der Versorgung mit einem Psychiater sprechen und überraschenderweise besteht bei mir laut Ärzten KEINE Gefahr für Leib und Leben. Bei ner Freundin von mir (die etwas weiter weg wohnt) ist es dagegen anders. Sie muss nach dem nähen immer mit einem Psychiater sprechen, darf nur in Begleitung das Krankenhaus verlassen und wenn sie ein zweites Mal in einem kurzen Zeitraum in die Klinik kommt (um eine Wunde versorgen zu lassen) wird sie stationär aufgenommen und muss ein paar Tage dort bleiben.

Du siehst, pauschal lässt sich da leider nichts sagen.

Lieben Gruß

Antwort
von jilli122, 44

Ich denke das hat nichts mit dem ritzen an sich zu tun. Es geht eher darum, wenn man sterben will, aber das bedeutet ja nicht direkt, dass es mit ritzen zu tun hat. Es gibt viele Möglichkeiten sich umzubringen, also man ist eine Gefahr für sich selbst, wenn man sich umbringen möchte und/oder es wirklich versucht.

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Krankheit, 53

Durch jede noch so kleine Verletzung können Keime und Bakterien in den Blutkreislauf eindringen und zu einer Blutvergiftung führen.

Blutvergiftung durch Ritzen !

http://www.cosmiq.de/qa/show/527363/Dringend-Blutvergiftung-durch-Ritzen-wann-ko...

Antwort
von heidemarie510, 37

Oh ja, ich denke, man spricht in diesem Fall IMMER von Gefahr für Leib und Leben. Das ist ein Problem für den Therapeuten.

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