In meinem Bekanntenkreis gehen die Meinungen ziemlich auseinander. Was meint Ihr?

Das Schulsystem in Deutschland muss sowieso überarbeitet werden! 1-8 Klasse Grundschule. Dort werden die Fähigkeiten und Stärken der Kinder gefördert. Und dann ab der 9ten gibt es "richtige" Noten. So werden die Kinder mehr gefördert und gefordert. Denn mit 11 Jahrenm kann man nich nicht die Stärken und Schwächen eines Kindes kennen und das Kind aufgrund der bisherigen Noten auf andere Schulen schicken!

Sonst ist es wirklich wie Kindergarten"arbeit" Auch für Kinder ist es wichtig, recht eindeutig zu sehen wo sie mit ihren Leistungen "stehen". Da in den ersten Klassen die Noten, ausser in Härtefällen, nicht übermässig schlecht ausfallen, kann auch noch niemand entmutigt werden - ausser die Eltern sehen schon eine "schlechtere" Zensur in der 1. klasse so tragisch, dass sie dem Kind das Leben dadurch vermiesen.
Und auch dann nicht. Jedes Kind entwickelt sich anders, hat andere Intressen. Der Lebensweg wird viel zu früh vorbestimmt. L.G.

denn sonst artet es in Kindergarten aus und mir haben die Noten auch nicht geschadet..weil sie einen Maßstab bilden..

Nun, ich habe 4 kinder. Bei den 3 Großen gab es ab der 3. Klasse Noten u. bei meiner Jüngsten ab der 2. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Kinder selber ganz heiß auf die Noten sind.Auch für Erwachsene ist es leichter, sich ein Bild über den aktuellen Leistungsstand seines Kindes zumachen. Aus einem Kommentar oder einer schriftlichen Beurteilung kann man oft die verschiedensten Interpretationen ableiten, vor allem, wenn man mal zwischen den Zeilen liest. Legt eine schriftliche Beurteilung mal verschiedenen Erwachsenen vor, fast jeder kommt zu einem anderen Ergebnis. Was der eine toll u. gut findet, findet der andere u.U.garnicht mehr so gut u. die Kinder können damit am wenigsten anfangen. Sicher, sobald es Noten gibt, fängt auch der Konkurenz-Kampf unter den Kindern an. Alles hat sein Für u.Wider.In der 1. Klasse finde ich es auch okay, wenn es noch keine Noten gibt,aber ab der 2. Klasse bin ich schon dafür.
Thessieka am 27. Februar 2009 16:13 genau meine Meinung!

Die Kinder werden schon viel zu früh mit den Noten unter Druck gesetzt !! Und nur weil ein Kind schlechte Noten hat heisst es nicht unbedingt das es auch "schlecht " ist ...

Wir sind eine Leistungsgesellschaft und sie sollen sich gleich daran gewöhnen oder sonst Walldorfschule gehen, da werden sie wie die Blumenkinder der 60/70er Jahre :-)
Klau3 am 2. November 2008 22:13 Harte Worte, aber ob dieses System auch für einen jungen aufwachsenden Menschen geeignet ist, wage ich zu bezweifeln.
frijola am 2. November 2008 22:14 Oh wie schlimm! Blumenkinder, bäh! Waren das nicht die, die machten, was sie wollten, sich nicht rasierten und dazu Lieder vom Frieden sangen? Ja, diese schrecklichen Zeiten wünscht sich verständlicherweise niemand zurück. Am besten Waldorf-Ghettos für die Grossstädte errichten, damit die ordentlich zur Leistungsfähigkeit erzogenen Kinder nicht mit ihnen in Berührung kommen! 3 DR für diese plumpe Antwort
albundysohn am 2. November 2008 22:18 Ob plump oder nicht, ist die Wahrheit. Und wenn ich im Moment die schulischen Leistungen in Deutschland sehe, denke ich es ist Zeit, wieder etwas mehr Disziplin und Ordnung in die Ausbildung reinzubringen. Früher haben Noten auch keinem geschadet und sie haben angespornt besser zu werden-
na ja, sie haben bei grundschülern nicht immer angespornt, besser zu werden. und diziplin und ordnung im angemessenen sinn gibt es nun auch an waldorfschulen und auch an anderen alternativen schulen. die ist dort manchmal sogar besser als an anderen. betonung liegt auf manchmal, ich will da nicht verallgemeinern.
nicht alle waldorfkinder werden blumenkinder. und ein paar zum ausgleich unserer leistungsgesellschaft ist doch auch nicht schlecht. lg
albundysohn am 2. November 2008 22:20 Sie müssen aber mit 16 - 17 Jahren erst mal Rechtschreibung und Mathe lernen. Diese Aussage stammt nicht von mir, sondern von einem Ehemaligen in einem Spiegelinterwiev.
oh, nein bitte nicht. egal was da einer sagt, auch hier kann man nicht verallgemeinern. ich bringe dir sofort jemanden, die nimmt dir hier punkto rechtschreibung alles auseinander. davon abgesehen, das abitur wird bei den meisten "privaten" schulen, waldorf eingeschlossen, extern geprüft. und 70 % von denen machen ihr abitur, die anderen real.
albundysohn am 2. November 2008 22:34 Hab nichts gegen die, hab aber nur das wiedergegeben, was ich gelesen habe.
ich glaub dir. aber glaub auch mir. so, ich geh schlafen, lg
Numby am 31. Dezember 2008 12:29 Seid ihr so sicher, dass unsere Leistungsgesellschaft mit ihrem System wirklich so gut ist?
Die Kinder werden auf Leistung getrimmt, darauf, immer die Besten sein zu wollen und haben dadurch überhaupt keine "richtige" Kindheit mehr. Klar wenn man heutzutage erwachsen ist und schon längere Zeit aus der Schule raus, dann sieht man das vielleicht positiv, weil man seine Kinder dazu bringen will, einen vernünftigen Abschluss zu bekommen und etwas aus sich zu machen, aber eine Leistungsgesellschaft an sich legt zu viel Wert auf die Noten und zu wenig auf die Persönlichkeit des Individuums.
Numby am 31. Dezember 2008 12:47 Die Blumenkinder an sich waren teilweise sogar Studenten, also keine ungebildeten Schwachköpfe, die sich gegen Bildung gewehrt haben. Sie haben nur eben gemeinsam gegen den Vietnamkrieg demonstriert und so ihre eigene Lebensweise entwickelt. Sie haben sich nicht bekloppt machen lassen von der Gesellschaft, sondern einfach so gelebt, wie es für sie einen Lebenssinn ergab.

und auch dann noch nicht in allen Fächern. Was sollte z.B. eine Note für Kunst/Sport oder Musik?
würde sowieso unser schulsystem ändern, erst nach der 9. Klasse wären Noten akzeptabel.
Ich persönlich war auf der Walddorfschule(später auch auf stattl.Schulen) und fand es sehr angenehm, keine Noten zu bekommen!Ich habe nie etwas vermisst. Es war nicht das ständige vergleichen da, wer besser ist und das entspannt ungemein. Manche brauchen allerdings diesen Anreiz. Eine Freundin fand das immer schrecklich und war froh, endlich Noten zu bekommen. Man sollte auch nicht nur nach Notenbewerten, sondern auch danach, wie ein Kind sich sozial verhält.Denn auch das ist sehr wichtig im späteren Leben!
Noten sind etwas eindeutiges, aus irgendwelchen verbalen Äußerungen kann man von "alles ist in Butter" bis "katastrophal" alles herausdeuteln.
Die Grundschule soll dafür sorgen, daß das Kind die Grundfertigkeiten erhält, die es in unserer Gesellschaft braucht - unter anderem lesen, schreiben und grundsätzliches rechnen.
Im Normalfall sind die Noten als einfach verständliches Meßinstrument gedacht, um das Kind gegebenenfalls zu unterstützen, indem man es dazu bringt, mehr zu lernen/zuüben - was hier anscheinend als "bestrafen" angesehen wird. Manche Sachen lernt man nur durch Übung und konstante Wiederholung - unsere Eltern haben uns ja auch "gegen unseren Willen" beigebracht, die Toilette zu benutzen statt in die Windel zu machen - ich finde im nachhinein, daß das gut für mich war, ihr nicht?
Numby schreibt: "Wenn ein Kind meinetwegen während der Grundschulzeit andere Interessen hat, als Schule und daher auch in der Schule eher etwas durchhängt, schlägt sich das auch in den Noten nieder! Und wohin kommt das Kind dann? Ab auf die Hauptschule! So kanns doch nicht weitergehen."
Sag mal, ist Dir nicht klar, daß was Du dem Kind antust, wenn Du ihm nicht vermittelst, daß die Schule das tollste ist, was ihm passieren kann - und daß lernen das Wichtigste im Leben ist?
Darum landet ein normalintelligentes Kind heute auf der Hauptschule, nicht weil ein Lehrer so fies ist.
Thessieka am 27. Februar 2009 16:21 Außerdem ist es eher ungewöhnlich das Kinder die Schule im Grundschulalter nicht so ernst nehmen. Das fängt eher so in der 6. oder 7. an.
Ich finde es ist einfach nur Schwachsinn schon in der 1. Klasse Noten zu verteilen! Es sind ja nur Kinder!
ich finds ganz okee so!

Oder besser noch, erst ab der 5. Klasse.
Wenn ein Kind meinetwegen während der Grundschulzeit andere Interessen hat, als Schule und daher auch in der Schule eher etwas durchhängt, schlägt sich das auch in den Noten nieder! Und wohin kommt das Kind dann? Ab auf die Hauptschule! So kanns doch nicht weitergehen.
Was sind die Eltern? Ah, Doktoren, klarer Fall, ab aufs Gymnasium. Von solchen Faktoren hängen auch die Noten ab, sowie die weitere Schullaufbahn! Kinder von Akademikern können in vielen Fällen noch so blöd sein, sie dürfen aufs Gymnasium oder zumindest in die gymnasiale Oberstufe an einer Gesamtschule (das abe ich mir jetzt nicht so aus den Fingern gesogen, das ist aus eigener Beobachtung so).
Oder es wird den Lehrern geschmeichelt, seitens der Eltern, die Lehrer weden beschenkt, auch wenn sie eigentlich keine Geschenke annehmen dürfen! SO sieht doch unsere heutige "Leistungsgesellschaft" aus! Dazu passt mal wieder der Spruch "Die Dummen regieren die Welt". Viele Eltern sind doch zu allem bereit, selbst zu Korruption, nur damit ihr Kind später eine gute zukunft hat in unserer leistungsorientierten gesellschaftlichen Ordnung.
weder noch ab der 6. Klasse damit der Übergang auf eine Hochschule besser läuft
wäre auch besser,wenn die lehrer nicht so streng mit den zensuren wären
der druck wäre nicht so groß

Ich finde, in der 1. Klasse brauchen die Kleinen noch keine Noten, da die Mütter sonst schon hier verrückt Spielen und den Kindern den Einstieg in die Schule vermiesen. Ab der zweiten Klasse finde ich es sinnvoll.Aber man sollte als Elternteil die Noten nicht überbewerten. Denn Noten sagen etwas aus, was auch die 2Klässler schon verstehen. 1=sehr gut 6=naja Und auch Kinder wollen wissen, wo sie stehen

obwohl meine tochter schon in der 2. klasse noten bekommen hat.

Und wechsel in die Oberschulen erst nach der 6ten.
LG Sikas

Das erste Jahr sollte zur Eingewöhnung dienen.
Hatte auch erst in der 4 klasse noten is richtig so

Das war für meine Nichte genau das richtige.
ich bin deiner meinung. nur die noten würde ich eher geben. habe bei meinen die erfahrung gemacht, dass sie gern ein echo wollen. die langen einschätzungen der lehrer mochten sie nicht. also ich denke noten ab der 5. klasse.
Man kann ja Gumminoten geben. Eine Note mit Brgründung warum und wo die Schwächen und die Stärken liegen!
Ich Denke auch aus eigener Erfahrung wechsel in der 6ten,ansonsten stimm ich Dir voll zu.DH dafür!
LG Sikas
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