Frage von Kater1231, 103

Ab wann sollte meine Tochter bei mir schlafen?

Hallo,

meine Tochter ist knapp 2,5 Jahre alt. Ich habe mich schon vor der Geburt von der Mutter getrennt und sehe seit der Geburt meine Tochter jedes zweite Wochenende.
Wir wohnen ca 140km (2 Stunden Autofahrt) voneinander entfernt. Ich habe die Kleine die ersten 2 Jahre immer nur für 4 Stunden (jedes 2. WE) bei der Mutter gesehen, da diese mir meine Tochter nicht mitgeben wollte. Seit fast einem halben Jahr bin ich mit ihr im Gespräch, dass das zu wenig ist und so nicht weiter geht. Inzwischen konnte ich erreichen, meine Tochter den ganzen Tag lang mitzunehmen. Wir machen dann immer Ausflüge. Das läuft echt super und meine Tochter ist sehr gerne bei mir. Auch der Mittagsschlaf klappt gut, wenn ich sie mitnehme. (Den machen wir dann meistens bei Verwandten, die näher an der Kindesmutter leben.)
Mit zu mir nach Hause konnte ich sie leider noch nicht nehmen, da ich ihr keine 4 Stunden Autofahrt an einem Tag antuen wollte. Wenn sie bei mir schlafen würde, dann wäre das mit 2 Stunden Autofahrt pro Tag besser. In der immer kälter werdenden Jahreszeit, wo nicht mehr so viele Ausflüge möglich sind, wäre es schön, wenn ich sie mit nach Hause nehmen könnte.
Nun zu meiner Frage:
Was denkt ihr, ab wann meine Tochter alt genug ist, dass sie bei mir auch schlafen kann? Oder woran würdet ihr das festmachen?

Danke!

P.S. Das gemeinsame Sorgerecht möchte ich jetzt auch beantragen, auch wenn sich die Mutter weiter weigern sollte...

Antwort
von Realisti, 103

Sie hätte von ersten Tag an bei dir schlafen können. Dann wäre sie es bereits gewöhnt. Das ist eine Masche von deiner Ex um sie dir weniger geben zu müssen oder sie ist übervorsichtig.

Du solltest eine Bildleitung zu deiner Ex einrichten (per Computer). Sie vertraut dir wohl nicht ganz. Dann kann die Kleine abends mit Mutti sprechen und sie können sich gute Nacht sagen. Zeige der Mutter wie die Kleine untergebracht ist. Sie soll dich besuchen oder bringe ihr Fotos mit, damit sie es sich vorstellen kann.

Verkaufe es ihr als Vorteil. Nicht ich nehme dir das Kind weg, sondern du hast dann "Zeit für dich" und kannst ausruhen. Das mit der langen Autofahrt ist ein gutes Argument.

Paß auf, dass das Kind bei der Rückkehr gerne zurück kommt und kein schlechtes Wort über Mutti gelernt hat. Wenn sie nach der Rückkehr verdreht ist und nur stänkert funktioniert das nicht.

Frage die Mutter nach den Regeln. Was darf gegessen werden etc. Nicht, dass sie sich bei dir rund futtert und Mutti muss sie auf Diät setzen. Bettzeiten und Essenzeiten sollten gleich sien.

Antwort
von Georg63, 62

Mit solchen Trennungssachen kenne ich mich nicht aus, aber als Opa hatte ich meinen 13 Monate alten Enkel schon mehrfach bei mir - auch zum übernachten. Letzte Woche war er komplett bei mir, da er wegen einer Erkältung nicht in dir Kita sollte. Meine Partnerin arbeitet Schicht, so dass ich als Opa den Kleinen die ganze Zeit für mich hatte - mit Wickeln, Trösten und allem drum und dran.

Also das Wohl deiner Tochter steht einer Übernachtung bei dir nicht entgegen.

Antwort
von Goodnight, 53

Wenn es so ist wie du das schilderst fände ich das gut, dass die Kleine bei dir auch übernachten kann. Irgendwann erkennt auch die Mama die Vorteile der Freiheit.

Antwort
von beangato, 69

Sie sollte jetzt schon soweit sein.

Ich finde es schade, dass manche Mütter so "trotzig" reagieren".

Antwort
von dilaaann91, 81

Sorry das ich das jetzt so schreibe aber kann so eine Frau Verantwortung für ein Kind übernehmen? Ich mein wenn man nicht mal seine Gefühle ein bisschen bei Seite schieben kann und wie ein Kleinkind in der Trotzphase reagiert nur weil ihm etwas nicht passt finde ich schon ziemlich naja. Normalerweise müsste eure kleine soweit sein. Sobald ich sehen würde der Papa ist wirklich für das Kind da hat Interesse an dem Kind würde ich es ihm auch mit geben.

Antwort
von mirolPirol, 61

Sobald sie nicht mehr gestillt wird, kann sie bei dir übernachten. Versuche in Ruhe mit der Mutter zu reden und lass sie vor dem zu Bett gehen mit ihrer Tochter telefonieren. Bring sie immer nach Vereinbarung zurück. Wenn die Mutter keinen Grund zu Beschwerden hat und dir vertrauen kann, wird sie dir auch entgegen kommen, eure Tochter braucht euch beide!

Antwort
von Menuett, 42

Ich denke schon, dass ihr lange genug gewartet habt.

Das dürfte hinhauen.

Das gemeinsame Sorgerecht wirst Du auf alle Fälle bekommen.

Kommentar von Menuett ,

Bitte doch beim Jugendamt um Vermittlung und Beratung.

Wie lange kannstest Du Deine Ex?

Kommentar von Kater1231 ,

Wir hatten für nicht mal ein halbes Jahr eine Wochenendbeziehung und davor habe ich sie für ein paar Jahre flüchtig gekannt.

Kommentar von Menuett ,

OK, dann kann ich das aber auch verstehen, sie "kennt" Dich ja kaum.

Aber ist halt trotzdem auch Dein Kind.

Kommentar von Kater1231 ,

Ich glaube das sie mich zu wenig kennt ist nicht das Problem.
Ihr passt es nur nicht, dass ich seit der Trennung in einer neuen Beziehung bin und mit meiner Partnerin auch zusammen wohne.
Ihre Argumente, warum ich meine Tochter nicht mit nehmen kann sind dann häufig "Du hättest das ja alles haben können, hättest du mich nicht verlassen"...

Kommentar von Menuett ,

Damit wird sie vor einem Gericht nicht weit kommen, im Gegenteil...

Antwort
von skyfly71, 52

Eigentlich sagt man, dass das Kind ca. ab dem 3. Geburtstag ganze Wochenenden beim umgangsberechtigten Elternteil bleiben kann. Vorher sollten es besser immer nur eintägige Kontakte sein, da es dem Kind einfach nicht gut tut, für längere Zeiträume aus seiner gewohnten Umgebung gerissen zu sein.. Faustregel ist: Je jünger, desto öfter und kürzer. Der einfachste Weg ist eigentlich immer, das Jugendamt zu bitten, euch dabei zu begleiten, eine Umgangsvereinbarung zu schließen, die dann für beide verbindlich ist. Denn dort sitzen die Experten, die wissen, was für Umgangskontakte üblich sind und was dem Kind gut tut.

Kommentar von Georg63 ,

So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört.

Kommentar von hertajess ,

Ich auch nicht  Dafür kenne ich Studien die nachweisen wie wertvoll der frühe und intensive Kontakt zum Vater für die Entwicklung eines Kindes ist. Das mag der Tatsache geschuldet sein dass ich nicht im Dritten Reich groß geworden bin sondern vor genau diesem von meinen Eltern reichlichst gewarnt wurde. 

Kommentar von skyfly71 ,

Ich empfehle die Lektüre beispielsweise dieses Artikels

http://www.vaeterfuerkinder.de/kleinkind.htm

Kommentar von Georg63 ,

Na den lies du erstmal selbst. Da steht Übernachtung ab 2. Und gas betrifft nur Fälle, wo die Mutter den Umgang widerrechtlich einschränkt, so dass ein Richter eingreifen muss.

Das Gesetz fördert sogar die komplette Betreuung durch den Vater im ersten Lebenjahr über mindestens 2 Monate. Nur bei Trennungskindern machen manche Mütter so ein theater.

Kommentar von Menuett ,

Aber nur dann, wenn er entsprechend angebahnt wurde.

Ein Neugeborenes oder einen Säugling, der plötzlich von der Mutter über Nacht getrennt wird - das ist nicht lustig fürs Kind.

Kommentar von Georg63 ,

Warum sollte das auch plötzlich geschehen?

Hier gehts auch nciht um ein Neugeborenes, sondern um eine Zweijährige, die bereits eine gute Beziehung zum Vater aufgebaut hat.

Kommentar von Menuett ,

Das ist vom Jugendamt und Kinderschutzbund empfohlener "Unsinn".

http://www.familien-wegweiser.de/RedaktionBMFSFJ/redaktionFamilienwegweiser/PDF-...

Kommentar von blumenkanne ,

gerichte entscheiden da gott sei dank anders. in der regel sagt man dass ein kind von anfang an beim vater regelmäßig übernachten sollte. das ist völlig unproblematisch. sobald die mutter aufgehört hat zu stillen, hätte damit angefangen werden können.

Kommentar von skyfly71 ,

Die Gerichte urteilen unterschiedlich. Das ist etwas anderes.

Abgesehen davon geht man in neueren entwicklungspsychologischen Studien davon aus, dass Übernachtungsbesuche bei Kleinkindern durchaus problematisch sein können. Es kommt eben auf den Einzelfall an.

Bei einem Kind, das noch nie mit dem Vater zusammengelebt hat, bin ich fast sicher, dass es problematisch IST.

Kommentar von Georg63 ,

Man muss nur früh genug damit anfangen - im ersten Lebensjahr am besten.

Urteile von Gerichten hängen oft davon ab, wer beim Austragen des Trennungsstreits besser lügen kann.

Kommentar von Kater1231 ,

Also meine Tochter kommt sehr gerne mit mir mit. Sie hat dann auch noch nie nach ihrer Mama gefragt...
Wäre es Abends denn ein sehr großer Unterschied zum Mittag? Den Mittagsschlaf macht sie ja auch bei mir und das wirklich ohne jegliche Probleme!

Kommentar von skyfly71 ,

Nein, das wäre es sicherlich nicht. Es geht eher darum, dass das Kind in seiner gewohnten Umgebung übernachten sollte.

Außerdem: Wir sprechen hier von einer kontinuierlichen Regelung. Dass es davon Ausnahmen geben kann, ist eine ganz andere Sache. Also MAL ein Übernachtungsbesuch für EINE Nacht wird dem Kind ganz sicherlich nicht schaden.

Kommentar von blumenkanne ,

sky das ist dummes zeug. kinder schlafen auch von klein auf völlig ohne probleme bei oma, bei der tagesmutter, in der kita etc. in der regel urteilen gerichte seit einigen jahren für übernachtungen ab dem abstillen. es gibt keine problematik, da der vater und sein zuhause ebenfalls vertraute umgebung sind.

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