Also ich weiß nicht ob Kinder kriegen so viel mit Vernunft zu tun hat, wenn man sich mal genau überlegt was da so alles auf einen zukommt, wie lange die Verantwortung dauert und was alles bei anderen schon schief gegangen ist...
Aber glücklicherweise ist Vernunft ja nicht der einzige Beweggrund für den Menschen und wenn Du das Gefühl hast Kinder wären eine Bereicherung für Dein Leben und Dich der Verantwortung gewachsen fühlst obwohl Du weißt dass da so einiges an Unwägbarkeiten auf Dich zukommt. dann ist auch der richtige Zeitpunkt.
Dann solltest Du auch nicht länger warten. Erstens ist es für Kinder schön wenn ihre Eltern nicht soooo viel älter sind und für die Etlern ist es auch einfacher. Einerseits versteht man die lieben Kleinen besser, wenn die eigene Jugend nciht gar so lange zurückliegt und nicht zu vergessen, Kinder hat man zwar im Idealfall ein leben lang, dennoch irgendwann ziehen sie aus, und das ist für viele auch nicht einfach. Junge Eltern können dann nochmal gut durchstarten und haben nicht das Problem Ruhestandsdepression und Empty-Nest-Syndorm gleichzeitig bewältigen zu müssen. Und zweitens, wenn Du wirklich eigene Kinder möchtest, kannst Du ja auch nicht sicher sein, dass die prompt geliefert werden wie eine Pizza, manch ein Paar musste schon einige Jährchen warten, wenn man dann erst spät gestartet hat, kann das ganz schön an die Nerven gehen.
Von der Sache her ein recht guter Beitrag.
Allerdings kann ich Dir in Bezug auf das Alter der Eltern gar nicht zustimmen.
Wer mit 20 seine KInder bekommt, hat früher oder später das Gefühl, etwas verpaßt zu haben im Leben. Auch ältere Eltern können sehr gut nochmal "durchstarten", man hat ja eigene Interessen, seinen Partner usw. Als die ersten beiden Kinder bei uns auszogen, haben wir uns als Ehepaar neu gefunden, konnten plötzlich ganz anders über Zeit verfügen. Unser Nesthäkchen wird noch einmal ganz bewußt neu erlebt, wir haben "unendlich" Zeit füreinander. Da kann durchaus auch mal ein Sonntagmorgen durchgespielt werden, oder man hockt endlos ohne Terminzwang am Eßtisch und plaudert. Unser Kleiner genießt es, ältere Eltern zu haben, die ihm so einiges vorleben können, die ihm auch Dinge ermöglichen können, wovon ganz junge Eltern nur träumen. Ich habe mit über 40 genauso gern auf dem Spielplatz getobt wie mit Mitte 20. Kein Problem! Und für die "alten" Eltern schämen, braucht sich b ei uns auch niemand. Wenn mein Sohn erzählt, " In der Schule haben sie gesagt.....", grinse ich nur und verweise darauf, WIE weit unser "Zwerg" ist und was wir ihm ermöglichen. Er profitiert von uns - auf ganzer Linie.
Ich fürchte, Du hast mich falsch verstanden, ich wollte ganz sicher nicht sagen, dass ältere Eltern schlechter sind oder man unbedingt nur in jungen Jahren Kinder bekommen sollte, Du meine Güte, ganz sicher nicht. Aber wenn man sich schon in jungen Jahren umfassend Gedanken gemacht hat und sich sicher ist, sollte man nicht noch warten, nur weil jemand anders meint dass es besser wäre. Er schreibt doch unten, dass er ohnehin nicht auf Partys geht etc., in dem Sinne 'verpasst' er diese Dinge ja ohnehin. Jeder Mensch ist ein Individuum und man kann es ganz sicher mit 40 genauso gut machen wie mit 20, aber leider nicht jeder tut es. Mein Onkel war etwas jünger als ich, seine und meinde Kindheit konnte man nicht miteinander vergleichen, obwohl wir fast miteinander aufgewachsen sind, hatte ich ungleich bessere Startbedingungen, aber das ist natürlich ein Einzelfall. Der große Vorteil aber ist, wenn er mit 22 das erste Mal Vater wird, kann er mit 40 immer noch einmal ein Nesthäkchen zeugen, umgekehrt wird es schwieriger.
Ich kann auch das Argument, man müsse erst finanziell voll abgesichert sein, bevor man an Kinder denkt, nicht uneingeschränkt unterschreiben. Nun habe ich ein Häuschen mit einem riesigen Garten in sicherer Umgebung in dem herrlich Kinder toben könnten, aber nie werden.
Naja ich weiß ja nicht, ob das allgemein keine Rolle spielt, aber ich denke beim Kinderplanen auch noch an meine Enkel. Ich möchte später so viele Verwandten um mich rum haben, wie es nur geht. Meine Familie (und dazu zähle ich auch Onkeln, Tanten, Cousinen etc. eben alle die auf die großen Familienfeiern kommen) habe ich am liebsten um mich. Wenn jemand erst mit 40 ein Kind bekommt und das eigene Kind erst noch wartet bis es ein Kind hat, dann bekommt man von seinen Enkeln unter Umständen gar nichts mehr mit. Ich bin so aufgewachsen, dass meine Großeltern eine große Rolle in meinem Leben gespielt haben und ich will das meiner zukünftigen Familie nicht vorenthalten. Es kann natürlich auch so laufen, dass ich später keinen Kontakt zu meinen Enkeln habe, warum auch immer, aber ich will ihnen die Möglichkeit gegeben haben, für sie da zu sein.
Ich verstehe natürlich auch, wenn du so weit nicht denken möchtest oder es einfach nicht tust, dann ist das für dich selbstverständlich nicht von Relevanz, aber ich wollte meine Sicht der Dinge mal schildern.
Vielen Dank für Deinen Beitrag, ich bin auch in einer Großfamilie aufgewachsen und es war herrlich immer jemanden zu haben, doch war es für mich so selbsverständlich, dass ich fast vergessen hätte was für ein Glück ich doch hatte.