gutefrage.net, die Ratgeber Community
version2_beta
Login   |  Forum |  Richtlinien |  FAQ
174 

Ab wann sollte man bei einer Auslandsadoption den Kindern von ihrer Herkunft erzählen?

gefragt von klaramarie am 12.06.2007 um 9:24 Uhr

Es ist ja ganz wichtig, dass die Kinder über ihre Herkunft und die Adoption Bescheid wissen, aber wann ist denn das beste Alter, ihnen von der Adoption zu erzählen?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Familie (3229)
Kind (1050)
Auslandsadoption (20)
ähnliche Fragen

Frage beantworten!


marxx
beantwortet von marxx am 12. Juni 2007 09:39
12x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eigentlich früh möglichst. Noch vorm Kindergarten. Spätestens vor der Einschulung.


anonym
beantwortet von maite am 12. Juni 2007 09:59
6x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Sofort, ab dem 1. Lebensjahr, wir haben unseren Kindern schon ganz früh -immer wenn es passte an passender Stelle- von ihren Bauch-Mamas und dem Herkunftsland erzählt. Eine wissenschaftlich Adoptionsstudie im Bereich Auslandsadoption hat gezeigt, dass die Kinder erst ab dem 10. Lebensjahr den Umfang des Adoptiertseins begreifen, aber so früh wie möglich hierüber erzählt bekommen sollten. Das Herkunftsland und die leiblichen Mütter -oder auch leibl. Väter, falls bekannt- sind eben für immer ein Teil ihres Lebens. Außerdem sollten die Kinder auch gewappnet sein für Fragen anderer Kinder im Kindergarten, denn Fragen kommen immer, besonders wenn die Kinder eine andere Hautfarbe haben. Man soll die Kinder aber auch nicht mit Informationen überschütten, sondern altersgercht hin und wieder an passender Stelle etwas einflechten. Wichtig ist auch, dass die Kinder merken, dass die leibliche Mutter in der Adoptivfamilie eine Daseinsberechtigung hat und nicht abgewertet wird, sie sollen einen Platz im Herzen bekommen,das gilt natürlich auch für das Herkunftsland.

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 12. Juni 2007 15:14

Wunderbar erklärt, so haben wir es auch gemacht, man kann die Kinder auch noch etwas stärken, indem man ihnen sagt das man sie ausgesucht hat. Die leiblichen Babys "muß" man so nehmen wie sie aus dem Bauch kommen aber sie wurden eben ausgesucht. Hilft, das Selbstwertgefühl zu steigern.


elkera
beantwortet von elkera am 12. Juni 2007 09:37
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eine Freundin von mir hat ihrer Adoptivtochter schon relativ früh von der Adoption erzählt. Sie hatte aber ein Foto von der leiblichen Mutter und dadurch war das für sie etwas einfacher. Die kleine wußte eigentlich schon recht früh, das eine andere Mutter sie geboren hat, aber die Adoptiveltern jetzt Mama und Papa sind. Ich denke spätestens, wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, sollten sie über die Adoption Bescheid wissen. Denn wenn sie das über andere erfahren, könnte es Probleme geben.


anonym
beantwortet von StudiJule am 12. Juni 2007 09:34
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Natürlich kann man das nicht pauschal sagen, aber ich denke das Alter zwischen 10-12 ist am besten geeignet. Die Kinder verstehen dann schon einiges vom Leben, sie sind aber noch nicht in der Pubertät. Und das ist enorm wichtig glaube ich. Eine Freundin ist auch adoptiert und hat es mit 12 erzählt bekommen, sie hatte eigentlich nie Probleme damit, wollte aber natürlich alles mögliche über ihre Herkunft erfahren. Man muss die Reife eines Kindes beachten, dann wird man sicher den richtigen Zeitpunkt finden...


anonym
beantwortet von adoptivsinn am 8. August 2008 22:50
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eine gute Möglichkeit, die besondere geschichte des "Familie-werdens" für sein Kind schon einmal zu formulieren bietet das "Tagebuch für Adoptivkinder" (aus dem Ausland)oder das "Tagebuch für Erinnerungen" (ohne Text aber mit Textleitfaden Inlandsadoption erhältlich).

Zu jedem Jahrestag kann man mit dem Kind darin blättern, lesen und erzählen. Wenn man alles schon einmal aufgeschrieben hat, fällt es viel leichter auch im Alltag einfach mal Begebenheiten vom Anfang der Adoption, der Abholung, des Kennenlernens usw. in Gespräche einfließen zu lassen. So ist das Thema immer mal wieder präsent und das Kind wächst mit dem Wissen darum auf, auch wenn es vielleicht noch nicht alles versteht. Wichtig ist die Offenheit, die dem Kind signalisiert, dass es immer fragen kann und auch ehrliche Antworten bekommt.

Viele Tipps, Anregungen und Erfahrungen findet man auf den Seiten von www.adoptivsinn.de





Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.