Frage von visionzx, 186

Ab wann muss man Wetteinnahmen versteuern?

Hallo,

ich habe mich zu dem Thema zwar schon etwas belesen, ganz so schlau werde ich aber nicht daraus.

Mein Stand ist derzeit, dass Wetteinnahmen steuerfrei sind. Die Ausnahme sei wohl ein regelmäßiges "Einkommen" durch wetten. Kennt sich jemand damit aus? Wäre sehr dankbar. Ab wann ist es ein regelmäßiges Einkommen?

Angenommen, jemand gewinnt im Monat 1000€-2000€ . Muss man dies dann versteuern? Dabei sind es mal "bessere" mal "schlechtere" Monate.

Danke.

Lg

Antwort
von LawineX, 148

Wenn du keinen Job hast und wirklich jeden Monat einen beträchtlichen Gewinn einfährst von dem du offensichtlich dann lebst ( leben musst siehe kein Job Theorie) musst du ein Gewerbe anmelden und dein "Einkommen" versteuern lassen.

 Ab wie viel Geld man letztendlich als Berufsspieler durchgeht ist glaube ich nicht definiert, es kommt mehr darauf an über welchem Zeitraum du so viel Geld "verdienst". Wer 5-6 Monate in Folge seine 1500 zieht und keine anderen Einnahmequellen hat, kann durchaus mal einen Brief bekommen.

Gesetztlich betrachtet sind Gewinne aus Wetten/Lotto etc aber Steuerfrei, egal wie hoch. 

Kommentar von visionzx ,

Danke erstmal. Dieses Wort "Berufsspieler" hatte ich auch gelesen, allerdings gibt es dafür halt keine Definition. Mit Brief meinst du dann vom Finanzamt? Was soll da so drinnen stehen?

Kommentar von LawineX ,

Naja, worauf es letztendlich hinausläuft, dass du ein Gewerbe anmelden musst und dein Geld versteuern musst da du praktisch wettest um dein Lebensunterhalt zu verdienen.  Wenn es darum geht seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird es nicht als Glücksspiel angesehen, in deinem Fall zumindest.

Kommentar von visionzx ,

Sprich wenn im Szenario der Lebensunterhalt nicht von den Wetten kommt, sondern dazu verdient wird, sieht es wieder anders aus? Die Summe der Wetteinnahmen bleibt dabei die Gleiche.

Kommentar von LawineX ,

Richtig, denn im Endeffekt bist du nur Berufsspieler wenn du von diesem Geld leben musst. Wenn du jedoch nachweisen kannst das du auf dieses Geld nicht angewiesen bist, musst du auch kein Gewerbe eröffnen da es ja nicht dein Beruf ist und du einfach nur Glück hast ;)

Ein Berufsspieler hat kein Glück sondern Fertigkeiten die es ihm ermöglichen eine kontinuierlichen Gewinn zu erwirtschaften, wodurch das Prinzip des "Glücksspiels" nicht mehr greift.

Da gibt es mehrere Arten von Einkommen ( 5 glaube ich ? ) die versteuert werden müssen. Unter einer dieser Punkte fällt dann ein Berufsspieler.

Antwort
von DerSchopenhauer, 121

Sportwetten gehören zu den Glücksspielen.

Wettgewinne (Gewinne aus Glücksspiel) sind grundsätzlich nicht steuerbar, weil sie zu keiner der 7 Einkunftsarten zugeordnet werden können (sie sind nicht steuerfrei, da nur etwas steuerfrei gestellt sein kann, wenn es vorher steuerpflichtig war).

Gewinne aus Glücksspielen können aber in Einzelfällen dennoch zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führen; hierbei ist nicht maßgeblich wieviel und wie oft man gewinnt, sondern wieviel Zeit man aufwendet um das Glückspiel durchzuführen - wer regelmäßig Glücksspiele betreibt (Richtwert: 8-Std.-Arbeitstag) und/oder ausschließlich seinen Unterhalt aus den Gewinnen bestreitet ohne das andere Einkünfte vorliegen, kann ggf. Einkünfte aus Gewerbebetrieb haben.

Bei Sportwetten ist das äußerst selten Fall; bei Pokerspielern (auch Online) trifft das ggf. schon häufiger zu...

Es ist jeder Einzelfall genau zu prüfen...

Kommentar von DerSchopenhauer ,

Der "normale" Sportwetter, der jeden Tag einen oder mehrere Scheine spielt und der andere Einkünfte zum Leben hat, kann in unbeschränkter Höhe gewinnen ohne daß eine Besteuerung im Raum steht...

Wenn man aber "Rund-um-die-Uhr" Livewetten tätigt und keine andere Einkünfte hat, der kann ggf. steuerpflichtig sein.

Antwort
von nonamestar, 131

Bei einem einmaligen Gewinn ist der steuerfrei.

Dabei sind es mal "bessere" mal "schlechtere" Monate.

...suggeriert aber dass Du ständig oder häufiger wettest oder Einnahmen daraus hast - das ist dann voll zu versteuerndes Einkommen.

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