Frage von Himbeerchen2012, 37

Ab wann muss man sich mit dem Thema Pflegeversicherung beschäftigen?

Hab neulich einen Beitrag von der AachenMünchner gelesen, dass die private Pflege immer wichtiger wird. Ist das Panikmache oder stimmen die Fakten, dass die gesetzlichen Pflegekassen auf Dauer nicht mehr alle pflegebedürftigen Bürger ausreichend versorgen können.

Antwort
von kevin1905, 15

Ab wann muss man sich mit dem Thema Pflegeversicherung beschäftigen?

Man muss es gar nicht.

Man sollte es machen, sobald man dafür etwa 15-25,- € im Monat regelmäßig übrig hat. Das ist bei den meisten spätestens Mitte 20 gegeben (nach Ausbildung bzw. Studium).

Dann schließt man ein Pflegetagegeld ab und hat das Thema Pflege für immer erledigt.

Ist das Panikmache oder stimmen die Fakten, dass die gesetzlichen
Pflegekassen auf Dauer nicht mehr alle pflegebedürftigen Bürger
ausreichend versorgen können.

Durchschnittlich kostet die vollstationäre Pflege in Deutschland den zu Pflegenden etwa 3.000,- € im Monat (Pflegestufe III). Die Pflegekasse übernimmt maximal knapp 1.600,- € (Ab 2017 greift die nächste Stufe der Pflegereform).

Die restlichen 1.400,- € muss der zu Pflegegende aus eigenem Einkommen und Vermögen selbst bestreiten. Reicht das Geld nicht aus, tritt das Sozialamt ein. Anschließend geht das Sozialamt an die Verwandten in gerader Linie (Kinder) zwecks Unterhaltsheranziehung. Wer etwas über Durchschnitt verdient darf Elternunterhalt leisten.

Auf diese Weise lassen sich Vermögen/Erbschaften in wenigen Jahren auf 0 pulverisieren und alles was man vielleicht aufgebaut hat und vererben wollte ist weg.

Wie ich oben schrieb, ein Pflegetagegeld in ausreichender Höhe kostet nicht viel, wenn man es jung genug abschließt.

Antwort
von BenLam, 12

Hallo Himbeerchen2012,

die gesetzliche Pflegeversicherung wurde schon zu Beginn nur als Basis eingeführt. Der Staat hatte nie die Absicht damit die Pflege der Menschen vollständig abzusichern. Es ging immer nur um einen soliden Grundbetrag, der jedem erst einmal zur Verfügung steht.

Das Thema selbst betrifft sowohl ältere und jüngere Menschen, da jeder in die Situation kommen kann gepflegt werden zu müssen. Immerhin gibt es Unfälle, Krankheiten und andere Gründe nicht nur bei älteren Menschen.

Der Schutz ist in jungen Jahren relativ günstig und in ganz jungen Jahren lässt sich das Ganze sogar noch über den Staat lohnenswert mitfinanzieren. Eine gute Beratung sollte hier allerdings die Grundvoraussetzung sein. Ich bezweifel, dass diese bei der DVAG mit dem Anhang der Central Krankenversicherung gegeben ist.

Du kannst dich ruhig damit beschäftigen.

Antwort
von Samy795, 13

Ich würde damit so Anfang/Mitte 40 anfangen.
Und auf die DVAG'ler brauchst mal gar nicht zu hören, das sind reine Produktverkäufer und haben idR keine wirkliche Ahnung von der Materie.

Antwort
von basiswissen, 9

Generell jetzt und sofort! Jeder kann jederzeit zu einem Pflegefall werden. Sei es durch Krankheit oder Unfall, hier spielt das Alter überhaupt keine Rolle. Je älter man wird desto höher ist die Wahrscheinlichkeit und selbstverständlich, da wir alle dank guter medizinischer Versorgung immer länger leben, erst recht im hohen Alter. Hier kann es zu den unterschiedlichsten Formen von Pflegebedürftigkeit kommen. Also suchte am besten sofort einen unabhängigen Versicherungsmakler tätig zum Thema Pflegeversicherung, egal ob nun Pflegegeld, Pflegekosten oder Pflegeförderung, ausführlich und verberedt. Viel Erfolg und ich hoffe du hast ein glückliches Händchen für deine Entscheidung.

Antwort
von FreierBerater, 18

Natürlich handelt es sich um eine Werbeaussage!

Solange du monatlich ca. 1.000 bis 1.600 EUR zu deiner Pflege beisteuern kannst, benötigst du auch keinen zusätzlichen Schutz.

Davon ausgehend, dass stationäre Pflege für 3000EUR/mtl. zu bekommen ist, wovon die gesetzliche Kasse 1000-1300 trägt, muss Irgendjemand die Differenz übernehmen...  und da fallen mir aktuell nur der Patient sowie seine Kinder ein!!

Bei vorgenannter Beispielrechnung ist das Patientenalter und auch die Pflegestufe nur wenig relevant, denn die Leistungen der Pflegekasse lassen praktisch IMMER eine Lücke von 35 bis 65%. Daraus folgt, dass es nicht schadet, sich frühzeitig mit der Thematik zu beschäftigen.

Antwort
von Gini1917, 24

Das kann leider keine genau sagen. Laut der Regierungen war ja auch immer die Rente sicher. Doch nun sind alle schlauer. Daher würde ich hier lieber mit einer Vorsorge beginnen. Aber erst dann, wenn man sich die Beiträge leisten kann. 

Laut Tippgeber https://pflegeversicherung-testbericht.de/pflegeversicherung-aachenmuenchener-te... ist die AachenMünchener ein sehr guter Anbieter. Doch der Betroffene sollte immer darauf achten, dass die Leistungen mit den Jahren auch angepasst werden kann.

Generell gilt, je früher der Interessent sich für eine Police für die Pflege entscheidet, desto preiswerte wird sie auch. 

Antwort
von ischdem, 7

so früh wie möglich...weil diese Versicherung dann billiger ist.

Das Netz ist voll davon....wichtig ab wann die Versicherung zahlt dh ab welcher Pflegestufe.

Ich weiss dein Alter nicht aber du sollst dich früh genug damit befassen -- nicht wegen des Alters...denn auch junge Leute können Pflegebedürftig werden.

Alles Gute und bleibe gesund.

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