Frage von Oregorg1, 34

Ab wann muss eine Änderung der Radreifen Kombi eintragen lassen?

Ich lese in der letzten Zeit sehr oft genau solche Fragen.
Kann jemand pauschal sagen ab wann, oder ab welcher Änderung die Radreifen Kombi, welche nicht im Zulassungsschein steht eingetragen werden muss ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Jo3591, 19

Heute stehen nicht mehr alle zugelassenen Felgen- und Reifengrößen in der Zulassungsbescheinigung drin. Die Vertragswerkstatt oder der Hersteller Deines Autos können Dir aber alle zugelassenen Kombinationen nennen. Alle, die da nicht erwähnt sind, muß man eintragen lassen, ggf. sogar mit einem kostenpflichtigen Einzelgutachten, es sei denn der Hersteller Deiner Räder kann Dir ein gültiges Gutachten für Deinen Fahrzeugtyp aushändigen.

Expertenantwort
von TransalpTom, Community-Experte für Auto, 6

Bezüglich Deiner Frage müssen wir erstmal den Begriff "eintragen" definieren, damit wi nicht aneinander vorbei reden.

"eintragen" = Berichtigung der Zulassungsbescheinigung duch die Zulassungsstelle

"Änderungsabnahme" = Abnahme durch einen Sachverständigen / Prüfer / Prüfingenieur (DEKRA / TÜV / GTÜ / KÜS ...)

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"eintragen" lassen muß man nur Änderungsabnahmen, die nach §21 StVZO als Begutachtung zur Erteilung einer Einzelbetriebserlaubnis duchgeführt worden sind, oder Änderungsabnahme nach §19(3) StVZO bei denen eine Berichtigung der Fahrzeugpapiere unverzüglich vorgeschrieben ist. (Bei Rädern i.d.R. nicht erforderlich)

Eine Pflicht zur Durchführung einer "Änderungsabnahme" ergibt sich aus der Art des Prüfzeugnisses, das den Rädern beiliegt.

Liegt ein "Teilegutachten", so ist IMMER eine Änderungsabnahme durch TÜV / DEKRA / GTÜ ... vorgeschrieben.

Es gibt definitv keine Teilegutachten die man "nur mitführen" muß, auch wenn das von den Händlern gerne behauptet wird.

Liegt eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) vor, so muß man im Verwenungsbereich der ABE das entsprechende Fahrzeug und die Rad- Reifenkombination heraussuchen und sich die entsprechenden Auflagen ansehen.

Eine Änderungsabnahme nach §19(3) StVZO kann durch eine Auflage expliziet gefordert sein (meist ist es die Auflage A01 oder 11A oder A1, je nachdem wer das Gutachten erstellt hat) ebenso kann die Nichteinhaltung einer Auflage eine Änderungabnahme fordern. Beispielsweise steht bei Rädern immer die Auflage "nur in Verbindung mut Serienfedern... " drin, ist das Auto gleichzeitig tiefer- oder höhergelegt, ist auch eine Änderungsabnahme vorgeschrieben. Es reicht danach das Mitführen der Abnahmebescheinigung.

Steht das Auto nicht im Verwendungsbereich des Teilegutachtens oder der ABE, passen aber trotzdem, so ist eine Begutachtung zur Erteilung eier Einzelbetriebserlaubnis nach §19(2) in Verbindung mit §21 StVZO durch einen amtl. anerkannten Sachverständigen eforderlich ("Einzelabnahme") und dann auch die "Eintragung" in die Papiere weil die Erteilung der Betriebserlaubnis erst durch die Zulassungsstelle efolgt (eben eine Einzelbetriebserlaubnis).

Die Abnahme nach §19(3) darf jede Überwachungsorganisation durchführen (DEKRA / TÜV / TÜH / FSP / GTÜ / KÜS ...)

Die Abnahme nach §21 StVZO nur die in Deinem Bereich zuständige "Technische Prüfstelle", das ist in den alten Bundesländern immer einer der TÜV, in Hessen die TÜH und in den neuen Bundesländern ausschließlich DEKRA.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, fahr einfach mal zu einer DEKRA Stelle (gibt es im JEDEM Bundesland) unter www.dekra.de/de/standorte findest Du eine in Deiner Nähe.

Sollte in Deiner Region der TÜV oder GTÜ / KÜS vertreten sein, kannst Du auch dirt nachfragen.

Kommentar von Oregorg1 ,

Sieht das Ganze in Österreich auch so aus ?

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