Frage von Rebellionn, 21

Ab wann merkt man,dass man Anti Depressiva Tabletten braucht?

Ich bin seit ca nem halben Jahr oder ein wenig länger bei einer Psychologin. Hab in dem Bogen angekreuzt,dass ich auch Suizidgedanken hab. Erzählen Tu ich eigentlich nicht wirklich drüber. Ich versuche es so einzukesseln,dass man nicht versteht,dass ich welche hab und immer in dieser Schwelle stehe. Und ich trau mich nicht davon zu erzählen,will nicht,dass ich in eine Klinik muss usw.

Irgendwie hab ich manchmal nen Monat keine Aussetzer oder fast nichts und dann kommt es im doppeltem Karacho wieder und ich lieg gefühlt am Boden und schaff es erst nach langer Zeit irgendwann aufzustehen. Oder gehört das zum normalen Leben dazu ? Außerdem bin ich oft demotiviert und verspüre eine Leere und denke,dass es besser wäre nicht mehr zu leben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von samm1917, Community-Experte für Depression, 5

Antidepressiva machen meist erst bei einer gewissen stärke der Depressionen Sinn. Es ist -so hart es klingt- eine Kosten/Nutzen Abrechnung. Was ist schlimmer? Die Nebenwirkungen der Medikamente oder die Beschwerden?

Antidepressiva sind keine Glückspillen. Sie sind oft mit starken Nebenwirkungen verbunden, besonders zu Beginn der Einnahme. Zudem gibt es nicht das Antidepressivum, sondern eine breite Palette unterschiedlicher Wirkstoffklassen. Meist werden zu Beginn einer Therapie Medikamente der sogenannten SS(N)RI-Klasse eingesetzt (http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/). Diese haben im Vergleich zu anderen Medikamenten weniger Nebenwirkungen.

Ein weiteres Problem von Antidepressiva bzw. generell allen Psychopharmaka ist, dass sie nicht bei jedem gleich gut wirken. Bei manchen Menschen helfen diese Medikamente wie ein Wunder, bei anderen nur stark unzureichend. Dies ist von Person zu Person verschieden. Oft müssen desshalb mehrere Medikamente durchprobiert werden bis eines wirklich hilft.

Ab wann du Antidepressiva brauchst hängt vor allem von deinem Gesundheitszustand ab. Dies kannst nur du selbst und deine Psychologin beurteilen.


Antwort
von Baarney, 14

Ich würde dir raten, es mit deiner Therapeutin zu besprechen. Du solltest davor keine Angst haben, man wird dich nicht gleich in eine geschlossene Psychiatrie einweisen.

Den zweiten Teil bekommst du auch durch die Therapie wieder in den Griff. Wichtig ist, dass du alles besprichst, dann kommt auch am dunkelsten Horizont , irgendwann wieder ein Sonnenstrahl zum Vorschein..

Kommentar von Rebellionn ,

Hm..Sie sagt aber nur,dass ich ihr Zeit geben muss.

Kommentar von Baarney ,

Ja eine Psychotherapie dauert leider sehr lange, aber das wichtige ist das du kämpfst und nicht aufgibst und deiner Ärztin zu vertrauen ist auch wichtig. In deiner Biografie gibt es bestimmt Dinge, die aufgearbeitet werden sollten , das kann auch solche Gefühle auslösen die du gerade hast.

Antwort
von Lukei, 6

Das sind alles Anzeichen, die du beschreibst, die dafür sprechen ein Antidepressiva zu nehmen. Dies muss aber regelmässig sein und für einen längeren Zeitraum.

Erst wenn du stabil biast kannst du mit Absprache des Arztes die Antidepressiva wieder absetzen.

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