Ab wann lohnt sich Steueroptimierung?

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3 Antworten

Wer in Deutschland seinen Wohnsitz hat, zahlt hier seine
Einkommensteuer für sein Welteinkommen. Egal, welche Nationalität er hat.
US-Amerikaner müssen ggf. noch in den USA zahlen.

Unternehmen
zahlen dort, wo Sie ihren Sitz haben. Aber Gewinne aus Gewerbebetrieb werden
nach fast allen DBAs (Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung) dort
besteuert, wo sie entstehen. Ebenso Einkünfte aus der Vermietung von Gebäuden.

Dann
gibt es noch einen Ausgleich, wenn in dem jeweiligen Land ein besonders
geringer Steuersatz ist, oder Man zursätzlich Einkünfte in "D" hat
(Progressionsvorbehalt).

Das
ist der Istzustand.

Weil
Du Schumacher erwähntest, wer sagt, denn, das der in Deutschland keine Steuern
zahlt, ausser den Journalisten auf Biertischniveau? Seine Einkünfte aus
Kartbahnen usw. werden natürlich in Deutschland besteuert (siehe oben,
Einkünfte aus Gewerbebetrieb). Aber er lebt, tatsächlich und nicht wie früher
Boris B. nur auf dem Papier, im Ausland. Also zahlt er da, wie ein Schweizer,
der hier lebt.

Da
geht es doch nur um den Neid wegen der Summe. Wenn ein deutscher Installateur
in St.Gallen wohnt und arbeitet, ist es (relativ) der gleiche Effekt und keiner
nimmt es zur Kenntnis. Ebenso wie man bei den Einkünften von Bankern und
Vorständen nach Sondersteuern schreit, aber die doppelten Einkünfte von Helene
Fischer, und Franc Ribery einfach übersieht.

Nun
zum Kern DEiner Frage. Für viele Einkünfte kann man entweder den Ort wo sie
entstehen, oder den Zeitpunkt wann sie versteuert werden müssen beeinflussen.
Aber das kostet Geld. Bei Kapitaleinkünften z. B. braucht man unter Einkünften
von 100.000,- nicht darüber nachzudenken. Auch dann geht es nur, wenn man auf
dieses Geld auf längere Zeit keinen Zugriff braucht. Dann kann man (legal)
etwas schieben.

Auch
Einkünfte aus Gewerbebetrieb, kann man u. U. verschieben, bzw. woanders
anfallen lassen. Aber auch das erfordert Investitionen in
Gesellschaftskonstruktionen und Beratung. WAs hilft es Dir, wenn Du 10.000,-
Euro Steuern sparst, aber 20.000,- Euro dafür ausgeben musst?

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Kommentar von Sommerbild
27.01.2016, 11:46

Vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort! 

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Wenn alles korrekt abläuft, bezahlst Du auch auf das Geld in anderen Ländern den deutschen Steuersatz, es sei denn, Du hast dort Deinen Firmensitz.

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Kommentar von Sommerbild
27.01.2016, 08:12

Wie machen das den Personen wie Schumacher und Baumgartner oder Unternehmen wie Amazon und Co. die ihre Steuern nicht in Deutschland  zahlen? Vielen Dank! 

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Guten Morgen Sommerbild

Ausgangspunkt ist Deutschland.Ein in Deutschland ansässiges Unternehmen ist der Hauptsitz.Das Unternehmen verwaltet alles.Kommt jetzt noch ein Tochterunternehmen dabei,ist das Tochterunternehmen mit dem Hauptsitz verbunden.Das bedeutet die Finanzverwaltung hat Ihren Hauptsitz in Deutschland.

Ein Unternehmen ist regulär mit einer Stadt verbunden.Ergo muss das Unternehmen an die Stadt Steuern zahlen.Hat das Unternehmen jetzt eine eigene Verwaltung entscheidet das Unternehmen mit dem Hauptsitz wo die Steuern hingehen.

Diese Vorgehensweise ermöglicht Unternehmen selbst zu entscheiden falls es mal zu kleineren Problemchen kommt.Das können beispielsweise Unstimmigkeiten mit der Stadt sein die geklärt werden müssen.

Desweiteren hat das Unternehmen die Möglichkeit Rücklagen zu bilden die benötigt werden für die Instandhaltung der Betriebseigenen Gebäude.Ist die Stadt mal knapp bei Kasse muss ein Unternehmen die Möglichkeit haben Betriebsbedingte Zufahrtswege zu schaffen.Das sind beispielsweise Kreisverkehre,Ausbau von Strassennetzen,Verkehrsschilder die den Zulieferern und Auslieferern ermöglichen zügig ihre Materialien an ihren Bestimmungsort zu bringen.

Weiterhin entscheidet das Unternehmen mit dem  Hauptsitz wo die Steuern der Tochterfirma hingehen.Sind beispielsweise Investitionen für die Tochterfirma erforderlich hat der Hauptsitz die Möglichkeit entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Die Vorgehensweise ermöglicht es das für  die Tochterfirma eine Anpassung an den Hauptsitz gebunden ist.

Damit wäre ein Unternehmen vor bösen Überraschungen geschützt.

Gruß Ralf

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