Frage von Hakuna Matcha, 148

Ab wann lohnt sich der Wechsel von einer GKV zu einer PKV?

Schon länger spiele ich mit dem Gedanken zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln. Ich habe jedoch große Sorge davor, dass für mich die Belastung durch die Beiträge irgendwann nicht mehr tragbar ist. Zudem sind mir die Vorteile im Vergleich zu einer GKV noch nicht eindeutig genug aufgezeigt worden. Daher würde es mich sehr freuen, wenn ich hier vielleicht bessere Hilfe bekomme.

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 27

Hallo Hakuna Matcha,

da hast du aber ein sehr diskussionswürdiges Thema eröffnet. :-)

Zunächst möchte ich einmal grob auf die Vorteile der PKV gegenüber der GKV eingehen:

  • die Leistungen werden weitestgehend auf deinen Bedarf angepasst bzw. gewählt (z. B. Chefarztbehandlung im Krankenhaus, bessere Unterbringung dort, Zahnleistungen etc.)
  • ein beitragssenkender Selbstbehalt kann vereinbart werden (= Betrag bis zu dem du deine entstehenden Krankheitskosten selbst trägst, erst wenn du über diesen Betrag kommst, "springt" die PKV ein)
  • "Grundtarife" sind wählbar. Diese sind meist preisgünstiger und liegen sogar unterhalb der Beiträge in der GKV.

Kurz gesagt: Der Versicherungsbeitrag in der PKV bemisst sich nicht an deinem Gehalt, sondern an dem, was du absichern möchtest!

Weitere Vorteile sind:

  • der PKV-Versicherte bekommt oft schneller Termine bei Fachärzten oder in Spezialkliniken
  • unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Beitragsrückerstattung möglich, welche man als PKV-Versicherter von seiner Versicherung erhält, wenn man für ein Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch genommen hat
  • außerdem können fest vereinbarte Leistungen - anders als in der GKV - nicht gekürzt oder gestrichen werden

Zu bedenken ist bei deiner Entscheidung - wie hier bereits gesagt wurde - auch deine persönliche Situation, sprich' das Thema Familienplanung. Denn in der GKV können Kinder unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden. In der PKV wird für jede Person ein eigener Beitrag - abhängig vom gewünschten Versicherungsschutz, Gesundheitszustand bei Antragsstellung und Eintrittsalter fällig.

Als "Nachteil" der PKV wird teilweise genannt, dass du die Rechnungen selbst bezahlen muss. Das muss aber nicht zwangsläufig negativ sein, denn so kann der Patient die Behandlung anhand der Rechnung besser nachvollziehen. Weiterhin gibt es meist eine Zahlungsfrist von 30 Tagen, sodass man die Kosten nicht immer vorstrecken muss, sondern die Erstattung der PKV abwarten kann. Medikamente müssen allerdings in der Apotheke bezahlt werden.

Ein großer Unterschied zwischen der GKV und PKV, den ich dir gerne kurz und knapp veranschaulichen möchte, liegt in der Kalkulation der Beiträge:

Die GKV wirtschaftet nach dem sogenannten "Umlageverfahren" (= heißt, die Beiträge der einzahlenden Arbeitnehmer werden unmittelbar dafür genutzt, um laufende Krankheitskosten zu decken).

Die PKV kalkuliert hingegen nach dem sogenannten "Anwartschaftsdeckungsverfahren" (= stellt sicher, dass das Älterwerden des Einzelnen nicht zu steigenden Beiträgen in der Krankenversicherung führt). Denn: in jungen Jahren zahlt man mehr Beitrag ein, als man statistisch gesehen auf Grund des Alters an Leistungen benötigt und baut dadurch einen Sparanteil (= Alterungsrückstellung) auf. "Im Alter" wird diese Alterungsrückstellung dann aufgelöst und sorgt dafür, dass auf Grund des mit dem Alter gestiegenen "Krankheitsrisikos" keine Beitragserhöhung stattfindet.

Da es immer neue Behandlungs- und Operationsmethoden gibt, neue und ggf. teurere Medikamente verordnet werden und die Ausgaben für ambulante und Krankenhausbehandlungen steigen, kann es jedoch teilweise zu Beitragsanpassungen kommen. Hinzu kommt, dass die Menschen immer älter werden und dadurch auch länger eine medizinische Versorgung benötigen. Dies führt zu mehr Lebensqualität, aber auch zu höheren Kosten.

Von dem PKV-Beitrag zahlst du 10% in den Gesetzlichen Zuschlag ein. Hierdurch baut ein PKV-Versicherter bis zu seinem 60. Geburtstag einen zusätzlichen Sparbetrag auf, welcher bei solchen Anpassungen "im Alter" (ab dem 65. Lebensjahr) zum Tragen kommt. Beitragsanpassungen auf Grund von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen können dadurch finanziert bzw. abgemildert werden. Je länger der Gesetzliche Zuschlag gezahlt wurde, umso höher ist die mögliche Entlastung und umso länger dauert diese Phase an.

Du sorgst dich um die Belastung der PKV-Beiträge im Alter. Neben den Ansparungen durch den Gesetzlichen Zuschlag kannst du vorsorgen, in dem du bei deiner Versicherung einen Beitragsentlastungstarif vereinbarst (wenn ein solcher angeboten wird). Damit kannst du schon heute bestimmen, um wie viel € sich dein Krankenversicherungsbeitrag im Alter reduzieren soll. Ein weiterer Vorteil: Bist du Arbeitnehmer, so wird dieser Betrag auch bei dem Arbeitgeberzuschuss bis zu den Höchstbeträgen berücksichtigt. ;-)

Gerne beraten wir dich zu dem Thema und erstellen dir ein bedarfsgerechtes Angebot. Für einen vollständigen Marktüberblick wendest du dich am besten an einen Versicherungsmakler.

Viele Grüße

Saskia vom Barmenia-Team

Antwort
von basiswissen, 96

Diese Frage hier in einem solchen Forum erschöpfend zu beantworten ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Grundsätzlich gilt das eine solche Entscheidung immer gut überlegt und durchdacht sein will. Ich selbst bin in der PKV versichert und möchte sie definitiv nicht missen. Aber dies ist eine Entscheidung die ich für mich treffen konnte und wollte und habe sie bisher auch nicht bereut (nach über 30 Jahren). Wie das bei dir aussehen würde kann man nur vermuten, denn ohne ein Alter, ein Einkommen oder deine Familienplanung zu kennen ist es da sehr schwer einen Rat zu geben. Ich kann dir nur dringend raten einen Versicherungsmakler aufzusuchen der sich auf Krankenversicherungen spezialisiert hat. Wenn du bisher nur unzureichende Auskünfte erhalten hast liegt das nicht an der Thematik sondern spricht einfach nur gegen die Kompetenz deiner bisherigen Gesprächspartner. Klar sollte dir auch sein dass zwar-in aller Regel-die Vorteile der PKV überwiegen du aber dennoch den eingesparten Betrag für später zurücklegen solltest um etwaige Beitragssprünge im Alter mit diesen Beträgen aufzufangen. In eine PKV zu wechseln nur um Geld zu sparen ist grundsätzlich die falsche Einstellung. Ich wünsche dir bei deiner Entscheidung ein glückliches Händchen und vielleicht landest du ja bei mir als Berater.... Wer weiß das schon?

Antwort
von kevin1905, 74

Es gibt hier keine pauschale Antwort es kommt immer auf den Einzelfall an

  • Selbständiger, Beamter oder Angestellter über JAEG
  • Familiäre Situation
  • Ziele und Wünsche
  • Alter und Gesundheitszustand
  • Wie sieht die Altersvorsorge aus?
Antwort
von Apolon, 65

@Hkuna Matcha,

deine Informationen sind mir zu wenig um dir einen Rat geben zu können.

Bist du Selbständig, wenn ja wie hoch ist dein mtl. Einkommen ?

Bist du Beamter - dann ist ein Wechsel in die PKV auf jeden Fall sinnvoll !

Bist du Angestellter mit Einkünften über der Jahresarbeitsentgeltgrenze, dann kommt es darauf an, ob du verheiratet bist Kinder hast und ob deine Angehörigen ebenfalls in der PKV versichert werden müssen oder nicht.

Einen Leistungsvergleich zwischen der GKV und einer guten PKV könnte ich dir per Mail zuschicken.

Gruß N.U.

Antwort
von VivixKiwi, 98

lass es. Wenn du Single bist und bleibst und Asche wie sonst verdienst  lohntes sichh vllt für dich. Allerdings kommst du NIE wieder zurück in die GKV, falls sich die Umstände ändern.

Während wenn du in der GKV bleibst es iwann einen Höchstbeitragssatz gibt egal wie viel du verdienst. Außerdem ist es viel sozialer (wenn dir das was wert ist). Privat Patienten werden nur deswegen besser behandelt, weil die Ärzte mehr abrechnen können. Natürlich ist das komfortabel, am Ende musst du es ja auch selber wissen, was du machst.

Kommentar von kevin1905 ,

Allerdings kommst du NIE wieder zurück in die GKV, falls sich die Umstände ändern.

Das stimmt nicht.

Tritt vor dem 55. durch Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit Versicherungspflicht in der GKV ein, ist man raus aus der PKV.

Familienversicherung geht immer, so lange man weniger als 1/7 der Bezugsgröße verdient und mit einem GKV Mitglied verheiratet ist.

Antwort
von Joergi666, 98

meine Frau ist PKV ich GKV. Als Beamtin kann sie leider nicht (finanziell lohnend) in die GKV- würde sie aber prinzipiell sofort machen. Die PKV mag Vorteile bieten wenn jemand ernsthaft krank ist und z.B. auch häufiger Krankenhausaufenthalte notwendig sind. Für alle halbwegs gesunden Menschen bietet sie aber nicht wirklich Vorteile, insbesondere die Basisversicherungen sind häufig "schlechter" als die Leistungen der GKV. Ich würde mich niemals GKV versichern- und ggf. noch als Tipp- man kann auch mit der GKV noch private Zusatzversicherungen abschließen.

Kommentar von basiswissen ,

Irgendwie wiedersprichst du dir:Erst schreibst du dass du selbst in der GKV bist und dann schreibst du dass du dich niemals GKV versichern würdest..... Und wenn das doch alles so wunderbar sozial ist und deine Frau das sofort aus Überzeugung tun würde dann frage ich mich warum man es denn jetzt nicht tut? Mal abgesehen davon das es nicht geht klar. Aber die Vorteile der PKV mitnehmen auch wenn man gesund ist und das doch gar nichts bringt nur um ein paar Euro zu sparen und dann hier solche Posts los zu treten finde ich schon sehr interessant.

Kommentar von Joergi666 ,

vertippt- ich würde mich niemals PKV versichern.

Kommentar von Apolon ,

  Für alle halbwegs gesunden Menschen bietet sie aber nicht wirklich Vorteile, insbesondere die Basisversicherungen sind häufig "schlechter" als die Leistungen der GKV.

Aus diesem Satz entnehme ich, dass du entweder keine Kenntnisse über eine PKV hast, oder der betreuende Versicherungsvermittler eine Niete ist.

Gesunde Menschen, die keine Rechnungen bei ihrer PKV einreichen, bekommen eine Beitrags-Rückerstattung.

Der Beitrag in der PKV ist bedeutend günstiger als die Beiträge der GKV.  Beamte müssen in der GKV die kompletten Kosten zahlen - sie erhalten keinen Arbeitgeberzuschuss.

Außerdem frage ich mich, weshalb man bei PKV-Versicherten immer den Vergleich des Basistarifes mit der GKV macht.

Welcher Intelligente Mensch wechselt aus einem leistungsstarken preisgünstigen Beihilfetarif in einen teuren Basistarif mit schlechten Leistungen ?

Kommentar von Joergi666 ,

lies nochmal genau was ich geschrieben hab- dein Kommentar ist quatsch!

Antwort
von PaulBuchhorn, 46

Ein Wechsel in die PKV hat ein paar Voraussetzungen - ich weiß nicht ob das so bewusst ist.

1. Ist man Angestellter muss man über der Versicherungspflichtgrenze liegen (aktuell 56.250 Euro im Jahr)

2. Als Selbständiger kann man das direkt machen

Ob es sich lohnt kann man pauschal nicht sagen. Von den monatlichen Gesamtkosten im Vergleich zu einem Angestellten ist es auf jeden Fall günstiger, wenn man über der Versicherungspflichtgrenze liegt (AG Anteile eingerechnet).

Wenn man allerdings einen Wechsel will, dann sollte einem klar sein, dass das Gehalt immer so hoch bleibt. Andernfalls kann man sich das im Alter nicht mehr leisten...

Antwort
von tatsachenindex, 29

An dieser Stelle darf ich Ihnen empfehlen sich an die Verbraucherzentrale in Ihrer Stadt zu wenden. Dort erhalten Sie auf all Ihre individuellen Fragen eine kompetente Antwort.

Dort ist man auch wirtschaftlich orientiert und deswegen auch eine wunderbare Anlaufquelle für Ihr Themengebiet.

Viele Grüße und einen schönen Tag.
Viele

Kommentar von Apolon ,

Vor einigen Jahren habe ich mal deine Empfehlung getestet:

 An dieser Stelle darf ich Ihnen empfehlen sich an die Verbraucherzentrale in Ihrer Stadt zu wenden.

Mit einem netten Gespräch begann es.....

Spätestens als ich die Frage stellte: auf Grund welcher Ausbildung erfolgen denn ihre Empfehlungen, kam das ganze ins Stocken.

Die Dame wusste nicht mehr weiter und widersprach sich ständig.

Rechtsquellen konnte sie nicht nennen. Sie wollte dann einen Kollegen zu dem Gespräch hin zu ziehen.

Ich verabschiedete mich darauf bei ihr und überreichte ihr meine Visitenkarte.

Alles in allem, sollte man auf solch eine Beratung verzichten.

Antwort
von Griesuh, 77

Das lohnt sich überhaupt nicht. Denn bei der PKV musst du alles und jedes Familienenmitglied extra versichern. Das wird evtl. noch bezahlbar sein, wenn du in Brot und Arbeit stehst.

Jedoch im Alter und bei Rentenbezug kennt die PKV kein Erbaremen.

Sie verlangt ihre beiträge, unabhängig deiner Rente.

Lese einmal die einschlägigen Berichte und schaue die TV Sendungen dazu. Viele Rentner können die PKV Beiträge nicht mehr stemmen und müssen alle Zusatzverträge bis auf den Basistarif kündigen.

Damit stehen sie schlechter da als GKV Versicherte.

Bei der GKV Bezahlhst du den Prozentuallen Anteil von deinem Lohn/Einkommen/Gehalt/Rente.

Und die Leistungen der GKV stehen den der PKV fast nicht mehr hinter her.

Liegst du mit deinem Lohn über der Beitragsbemessungsgrenze, so kannst du dicg freiwillig in der GKV weiter versichern lassen.

Kommentar von basiswissen ,

"Und die Leistungen der GKV stehen den der PKV fast nicht mehr hinter her." Was für eine interessante Aussage, woher hast du denn diese Weisheit?

Einschlägige Berichte? TV Sendungen? Naja, auf dem Niveau der Bild-Zeitung mag das ja irgendwo passen, hat aber faktisch überhaupt nichts damit zu tun. Man kann nicht ein paar Einzelbeispiele herausgreifen und das dann für alle als das Maß aller Dinge angeben. Wenn es danach ginge dann wären alle Kinder die Videospiele machen potentielle Mörder, nahezu alle ethnischen Gruppen in der BRD Diebe oder Räuber, Bettler oder Schlimmeres, alle Beamten wären faul, alle Politiker würden lügen (na gut, das lass ich dann mal gelten).
Solche Zeitungsberichte und TV Sendungen sind dazu da um Auflagen zu produzieren und Werbezeit und Werbeplätze zu verkaufen. Je mehr Leute schauen desto mehr Geld verdient der Sender. Mit einer objektiven Berichterstattung hat das wirklich nichts zu tun. Und letztlich liegt es nur daran wie gut der Betroffene beraten wird, bzw. beraten wurde und ob er dem Rat dann gefolgt ist oder nicht.
Fälle in denen Menschen gezeigt werden einen Kassenbeitrag von 800 € im Monat haben gibt es sicherlich. Es gab vor längerer Zeit einmal einen „armen alten Herren“ der einen solchen Beitrag hatte. Leider hatte das TV Team völlig vergessen zu erwähnen dass dieser freundliche ältere Herr für den die Beiträge so unermesslich hoch waren seit Jahren seinen Tarif nicht auf den neuesten Stand gebracht hatte, es ihm einfach nur darum ging man ins Fernsehen zu kommen und er von einer monatlichen Betriebsrente aus seiner Geschäftsführertätigkeit hungern musste die im Monat deutlich über 6000 € lag. Ja, das war schon ein Fall für das Sozialamt..... Soweit also zu der unabhängigen Berichterstattung in TV und sonstigen Medien

Kommentar von Griesuh ,

Solche Äusserungen wie du hier abgibst, kann nur ein Vertreter einer PKV von sich geben.

Und deine Vergleiche kannst du locker in den Sack stecken, da diese hier nicht greifen.

Kommentar von qugart ,

Du hast dich nur schlicht und ergreifend zu wenig mit der Problematik auseinandergesetzt und zehrst da von gefährlichem Halbwissen.

Kommentar von Griesuh ,

qugart, bei mir ist nix halb wissen. Habe mich ausführlich mit dieser Problematik befasst . Meine Aussagen sind hundertfach belegt und bewiesen.

Kommentar von Apolon ,

 bei mir ist nix halb wissen. Habe mich ausführlich mit dieser Problematik befasst . Meine Aussagen sind hundertfach belegt und bewiesen.

Du merkst gar nicht was du für einen Unsinn schreibst.

Aber teile mir mal mit weshalb z.B. ein Beamter sich in der GKV versichern sollte ?

Kommentar von Griesuh ,

Schaue dir einmal diesen Bericht an:

https://www.youtube.com/watch?v=k3QEDAg1GeI

Kommentar von FordPrefect ,

Ironisch ist es ja schon, dass ein "Experte" geflissentlich an der Frage vorbeisieht, wie denn die Einführung einer "Bürgerversicherung" finanziert (geschweige denn rechtlich umgesetzt) werden soll. Was nämlich nicht kommuniziert wird, ist der simple Umstand, dass, egal wer gerade regiert, die Versicherung der Beamten auch in Zukunft *nie* durch Beiträge gedeckt, sondern immer aus den laufenden Haushalten entnommen werden wird. Der Grund dafür ist sehr simpel: Der Staat hat schlicht kein Geld dafür, gleichzeitig für bestehende Pensionsverpflichtungen samt KK Beiträgen (Beihilfe etc.) aufzukommen, *und* für berufstätige Beamte Vorsorgebeiträge zu leisten. Das würde pro Jahr mehrere Milliarden verschlingen - für nichts. Denn es kann dem Steuerzahler letzten Endes völlig egal sein, ob die Kosten für die Absicherung der Beamten nun direkt oder indirekt durch ihn geleistet werden: Zahlen muss es ohnehin der Steuerzahler.
Aber für die paar Selbstständigen das soziale Sicherungs-System grundlegend zu modifizieren ist noch viel substanzloser als alle anderen Vorschläge. Typischer politischer Vorwahl-Popanz.

Kommentar von qugart ,

Rein vom Leistungsaspekt her ist die Antwort völlig falsch.

Vom Beitrag her....das kommt drauf an und lässt sich pauschal so nicht beantworten. Außerdem darf man da auch nicht die Berechnung des Beitrags im Alter vernachlässigen.

Kommentar von Apolon ,

 Das lohnt sich überhaupt nicht. Denn bei der PKV musst du alles und jedes Familienenmitglied extra versichern. Das wird evtl. noch bezahlbar sein, wenn du in Brot und Arbeit stehst.

Und solch eine Antwort kommt, ohne weitere Kenntnis über den TE zu haben, ob er Beamter, Selbständiger oder Angestellter ist ?

Daher sind auch alle weiteren Informationen von dir völliger Unsinn.

Könnte es sein, dass du Mitarbeiter einer GKV bist ?

Kommentar von Griesuh ,

Nein, jedoch PDL eines ambul. Pflegedienstes der tgl. mit solchen Problemen seiner Kunden konfrontiert wird.

Und ein selbstständiger, der sich ganz bewusst gegen die PKV entschieden hat.

Und Herr Uhrig, schon ruhig bleiben und keine halbwahrheiten verbreiten.

Kommentar von FordPrefect ,

Das lohnt sich überhaupt nicht.

Das kann man so pauschal nun tatsächlich nicht sagen. Es kommt *immer* auf den Einzelfall an.

Denn bei der PKV musst du alles und jedes Familienenmitglied extra versichern.

Korrekt.

Das wird evtl. noch bezahlbar sein, wenn du in Brot und Arbeit stehst.

S.o. - es hängt natürlich stark davon ab, welche Lebens- und Altersperspektive man selbst anstrebt.

Jedoch im Alter und bei Rentenbezug kennt die PKV kein Erbaremen.

Äh - das tut die GKV auch nicht (bei freiwillig Versicherten sind ja auch alle Einnahmearten bis zur BBG beitragspflichtig). Und das hat ja nun mit der Frage der separaten Absicherung aller Familienmitglieder nun gar keinen Bezug mehr; die werden doch zu diesem Zeitpunkt mittlerweile bitte alle selbst eigenständig versichert sein.

Übrigens ist die kostenlose FamV schon seit Jahren im Stillen auf der potentiellen Streichliste - weil die GKV und der Staat sich diese Mitversicherung schon lange nicht mehr leisten können. Darüber wird halt nur nicht öffentlich geredet.

Lese einmal die einschlägigen Berichte und schaue die TV Sendungen dazu. Viele Rentner können die PKV Beiträge nicht mehr stemmen und müssen alle Zusatzverträge bis auf den Basistarif kündigen.

Das ist wahr, aber eben nicht per se alleine die Schuld des Versicherungssystems - sondern meistens der Versicherten selbst, die entweder dauernd den VR gewechselt (-> Verlust der Rückstellungen), oder aber es versäumt haben, rechtzeitig die entsprechenden Tarifbausteine für die Altersentlastung mitzubuchen (und zu bezahlen). Grundsätzlich gilt: Die Entscheidung zwischen zwei divergierenden Systemen darf nie wesentlich durch die Sparbrille getrübt getroffen werden. Wer sich privat versichert, und dabei alleine auf die prognostizierte Einstiegsrate schielt, dem ist auch nicht zu helfen.

Zweifellos hat die PKV gegenüber der GKV u.a. einen wesentlichen Unterschied - im Gegensatz zum gesetzlichen Versicherungssystem ist das der PKV durchfinanziert. Und gäbe es die PKV nicht, würde sich die medizinische Versorgung in weiten Teilen Deutschlands massiv verschlechtern, weil nur durch die weitaus höheren Leistungen der PKV sich viele Arztpraxen und Versorgungszentren überhaupt noch kostendeckend betreiben lassen. Ohne die Privatpatienten und deren Quersubvention des gesetzlichen Versorgungssystems sähe es außerhalb der Ballungszentren düster aus mit der Versorgung.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community