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Ab wann lebt ein Mensch???

Frage von blackorchid132 blackorchid132

Komische Frage ich weiß!

Aber in der Schule nehmen wir gerade das Thema "Abtreibung" durch und wir haben dabei gelernt das man in Deutschland bis zur 12 Schwangerschaftswoche abbrechen darf (gibt natürlich Außnahmen aber grundsätzlich ist das ja so). Später darf man das deshalb nicht mehr weil man sagt das sich das Kind bis zur 12 Woche so weit entwickelt hat, dass es als "lebendig" angesehen wird. Wenn nun nach der 12 Woche abgetrieben wird fällt das unter Mord! Wenn aber nun eine Schwangere die Treppe herunterfällt und dabei das Kind stirbt (auch wenn das nach dem dritten Schwangerschaftsmonat passiert) wird sie nicht wegen fahrlässiger Tötung angeglagt. Wenn sie jedoch auf einen Passanten fällt der daraufhin stirbt, dann wird sie wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Nach dieser Definition lebt das Ungeborene also doch noch nicht, oder habe ich da etwas falsch verstanden? Ich würde jetzt einfach nur gerne wissen ab wann man denn nun von Leben reden kann, bei der Zeugung, ab einer bestimmten Woche im Bauch der Mutter, bei der Geburt oder möglicherweise erst nach den paar ersten Monaten auf der Welt, wenn sich das Gewissen gebildet hat... so ganz verstehe ich das nunmal nicht und auch die Rechtssprechung ist nicht eindeutig!

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Antworten (10)

  • 7
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Schreiberlilli Schreiberlilli

    Hallo blackorchid!

    Abtreibung ist die gewalsame Entfernung eines Embryos aus dem Mutterleib. Ein Embryo ist die befruchtete Eizelle in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft.Ein im Mutterleib bereits begonnendes LEBEN!

    Abtreibung ist auch nach dem Gestz nicht erlaubt, bleibt aber straffrei, wenn die werdene Mutter sich der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung einer anerkannten Einrichtung innerhalb einer festgesetzten Frist unterzieht. Außerdem muss zwischen dem Beratungstermin und dem Abbruch eine gewisse Zeitspanne liegen. Der Abtreibungsarzt darf nicht der behandelnde Gynäkologe sein.Die Frau muss die Beratung mit einer entsprechenden Bescheinigung der Beratungsstelle beweisen. Da der Staat dieses Gesetz so erlassen hat, steht er wohl dahinter. Für MICH bedeutet das die Legalisierung von Mord. Weil für MICH das Leben mit der Zeugung beginnt und nicht erst mit der Geburt.

    Die rechtliche Definition erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Die Meinungen darüber, wann das Leben beginnt, gehen auseinander. Diskussionen darüber gibt es immer wieder.

    Ich findes es einfach SCHRECKLICH !!!

    Traurige Grüße

    Kommentar von Reisswolf53 Reisswolf53Reisswolf53

    Eine sehr enge Sichtweise, die die konkreten Umstände einer möglichen und notwendigen Abtreibung nicht berücksichtigt. Rein biologisch ist ein befruchteter Embryo zwar irgendeine Form von Leben (auch eine unbefruchtete Eizelle ist "Leben" und geht normal jeden Monat alleine "von dannen"; sind Gräser und andere Pflanzen kein Leben?), aber das Zentralnervensystem entwickelt sich erst richtig ab 12. Woche; ein Mensch ist erst ein Mensch in seiner sozialen Umwelt; jeder Embryo hat das Recht auf Leben (genau wie Du), aber keiner hat die Pflicht, in irgendeinem menschlichen Sumpfumland dahin zu vegetieren! In jedem Fall sollte eine Abtreibung sehr verantwortungsvoll entschieden, aber nicht per se verboten werden! Schon gar nicht aus irgednwelchen religiösen (Schein-)Gründen!

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    @Reisswolf:

    Ich vertrete MEINE Meinung!

    Du vertrittst DEINE Meinung!

    Kommentar von Progo ProgoProgo

    >Rein biologisch ist ein befruchteter Embryo zwar irgendeine Form von Leben - Ein menschlicher Embryo ist ein lebender Mensch, der sich zu nichts anderem entwickeln kann.

    >sind Gräser und andere Pflanzen kein Leben? - Sie sind kein menschliches Leben.

    >ein Mensch ist erst ein Mensch in seiner sozialen Umwelt - Dem nach wäre Robinson Crusoe kein Mensch gewesen, solange er allein auf seiner Insel war.

    Kommentar von Anton96 Anton96Anton96

    Ich kann dir da nicht folgen, gerade die die so wehement gleich von Mord reden würden oft bei einem Schwerbehindertem Kind die Mutter alleine im regen stehen lassen. Es ist leicht den moralischen Zeigefinger zu erheben wenn man selber nicht betroffen ist.

  • 7
    Antwort von Avuva Avuva

    Laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist Abtreibung in Deutschland grundgesetzwidrig, bleibt lediglich unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Das verstehe, wer kann. Legal ist das nicht.

    In der Praxis kann in Deutschland bis zur Geburt straffrei abgetrieben werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen als gegeben erscheinen. 2009 wurde diese Regelung zu Spätabtreibungen vom Gesetzgeber geringfügig eingeschränkt, indem auch hier eine Bedenkzeit oder eine Beratungsangebot verpflichtend eingeführt wurden.

    Ursprünglich war eine eugenische Indikation (Kind behindert) vorgesehen. Aufgrund der Proteste von Behindertenverbänden (Eugenik hatten wir in Deutschland doch schon mal...) hat der Gesetzgeber darauf verzichtet und an Stelle dessen die medizinische Indikation weiter gefasst: Wenn der Mutter ein Leben mit einem behinderten Kind unzumutbar erscheint, dann darf sie straffrei bis zur Geburt abtreiben lassen.

    Die derzeitige Gesetzeslage beruht auf einem parteiübergreifenden Kompromis. Nach der deutschen Wiedervereinigung gab es in den beiden Teilen unterschiedliche Rechtslagen. Diese mussten vereinheitlicht werden. Herausgekommen ist die Fristenregelung (12 Wochen) mit Beratungspflicht.

    Wobei die 12-Wochen-Frist rein willkürlich gesetzt worden ist, ein Kompromis eben. Es gibt keinerlei biologische Begründung für genau diesen Termin.

    Es gab mal einen Fall, der durch die Presse ging, da hat eine Frau ihr Trisomie21 Kind spät "abgetrieben", aber das Kind hat überlebt. Dieses Kind heisst Tim und wurde als das Oldenburger Baby bekannt. Die Mutter war übrigens den Rest ihres kurzen Lebens danach in psychiatrischer Behandlung. Infos dazu unter http://www.tim-lebt.de/


    Das Bundesverfassungsgericht stellte 1993 fest: Der Mensch entwickelt sich nicht erst zum Menschen, sondern als Mensch. Er ist also als ein sich Entwickelnder immer schon bereits Mensch und nicht ein potentielles Vorstadium von Menschsein. Ein Embryo ist also schon in der Entwicklung ein Mensch und wird nicht erst später zum Menschen.

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Danke für diesen guten Kommentar!

  • 7
    Antwort von Meckertante Meckertante

    Sobalt sich das Same mit der Eizelle verbindet. Ab dann entwickelt sich ein Lebewesen. Jegliche Abtreibung ist also Mord.

    Kommentar von blackorchid132 blackorchid132

    Dann ist der Staat also rechtlich gesehen für Mord?!?

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Abtreibung ist auch nach dem Gestz nicht erlaubt, bleibt aber straffrei, wenn die werdene Mutter sich der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung einer anerkannten Einrichtung innerhalb einer festgesetzten Frist unterzieht. Außerdem muss zwischen dem Beratungstermin und dem Abbruch eine gewisse Zeitspanne liegen. Der Abtreibungsarzt darf nicht der behandelnde Gynäkologe sein.Die Frau muss die Beratung mit einer entsprechenden Bescheinigung der Beratungsstelle beweisen.Da der Staat dieses Gesetz so erlassen hat, steht er wohl dahinter. Für MICH bedeutet das die Legalisierung von Mord. Weil für MICH das Leben mit der Zeugung beginnt und nicht erst mit der Geburt.

    Kommentar von Avuva AvuvaAvuva

    In Deutschland wird bei Gericht im Fall einer Tötung unterschieden zwischen Todschlag und Mord. Wenn jemand mit einem Auto einen Menschen tötet, gehen Juristen davon aus, dass das keine Absicht war, denn niemand setzt sich ans Steuer, um einen anderen Menschen umzubringen. Also ist das Totschlag.

    Mord dagegen geschieht vorsätzlich. Nach dieser Definition wäre die sogenannte Tötung lebensunwerten Lebens im 3. Reich ebenfalls Mord gewesen. Deshalb haben die Nazionalsozialisten den Begriff verändert: Vorsatz und niedere Beweggründe, wie zum Beispiel Habgier (Raubmord) müssen zusammenkommen. Erst dann darf das in Deutschland Mord genannt werden. Diese Änderung wurde nie rückgängig gemacht und gilt deshalb bis heute.

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Nach dieser Definiton IST die Tötung "lebensurwerten" Lebens MORD! Wie oft werden auch heute noch behinderte Kinder abgetrieben, "nur", WEIL sie behindert sind. Das ist der moderne Holocaust.

  • 1
    Antwort von FeldKobold FeldKobold

    Ich würde sagen, ab der Geburt. Alles was vorher liegt, hat in der Begründung irgendwie sowas mystisches...

    Du schreibst "erst nach den paar ersten Monaten auf der Welt, wenn sich das Gewissen gebildet hat... " - das hat sich aber bei menchen Menschen nach Jahrzehnten auf der Welt noch nicht entwickelt, ergo leben sie nach der Definition nicht - sind aber recht lebendig...

  • 1
    Antwort von Kuege1chen Kuege1chen

    Das ist eine gute und wirklich schwierige Frage.

    Erstmal zum Gefühl: Als ich schwanger war hat das Kind für mich in dem Moment zu leben angefangen als ich es erfahren habe. Es war einfach da und gehörte jetzt zu mir.

    Zur rechtlichen Frage: Wenn jemand eine schwangere Frau verletzt so dass sie das Kind verliert, kann der Täter bei vorsätzlichem Handeln auch wegen Mordes angeklagt werden.

    Wie du siehst kann ich die Frage auch nicht wirklich beantworten. Und ich glaube auch nicht dass es eine allgemeingültige Antwort gibt.

    P.S: Im Erbrecht lebt man übrigens ab Zeugung.

  • 1
    Antwort von Fred12345 Fred12345

    Man lebt sobald man ohne den Organismus der Mutter bzw. ohne seine Hilfe überleben kann. Das geht nur nach der Geburt :D

    Kommentar von blackorchid132 blackorchid132

    Und was ist dann mit manchen Frühgeburten? Die sind "außerhalb" der Mutter aber häufig ohne Maschinen noch nicht lebensfähig. Leben diese dann nun oder nicht???

    Kommentar von Avuva AvuvaAvuva

    Was ist denn das für eine willkürliche Definition?

  • 1
    Antwort von altermann58 altermann58

    Dazu fällt mir ein:

    Ein katholischer, evangelischer Geistlicher und ein Rabbi streiten sich: "Wann fängt das Leben an?"

    Der Katholik: Das Leben beginnt im Augenblick der Verschmelzung von männlicher und weiblicher Zelle...

    Der Protestant: Nein, erst wenn das Kind geboren wird!

    Der Rabbi: Nein! Nein! Nein! Das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus und alle Haustiere gestorben sind!

    ...

    Am Rande:

    Es soll Aufnahmen von/bei Abtreibungen in der 12. Woche geben, in denen die kleinen Föten/Embryos dem saugenden Sog des "Staubsaugers" entgehen wollen, der sie in Stücke reißt und dann herausbefördert...

    Ich möchte die Entscheidung nicht treffen... zumal nach Ländern sehr unterschiedliche Rechtssprechungen vorliegen - obwohl doch die Entwicklung des Kindes in diesem Stadium weltweit gleich ist!

    Kommentar von Frechnasihasi FrechnasihasiFrechnasihasi

    So eine Aufnahme mussten wir uns damals in der Berufsschule ansehen... das war wirklich erschreckend

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Solche Aufnahmen sollten während des Beratungstermins gezeigt werden.

    Kommentar von Avuva AvuvaAvuva
  • 1
    Antwort von BillyBoo BillyBoo

    Wenn er auf die Welt gekommen ist und den ersten Schrei gemacht hat.Er muß geatmet haben,damit entfaltet sich die Lunge.

    Kommentar von blackorchid132 blackorchid132

    Und was ist dann mit manchen Frühgeburten? Die sind "außerhalb" der Mutter, haben geatmet sind aber häufig ohne Maschinen noch nicht lebensfähig. Leben diese dann nun oder nicht???

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Mit dem ersten Schrei lernt das gerade geborene Baby, selbständig zu atmen.

    Kommentar von BillyBoo BillyBooBillyBoo

    ja, sie gelten als Lebendgeburt blackorchid132

    Kommentar von Avuva AvuvaAvuva

    Diesen Unsinn lese ich zum ersten mal: Ein Mensch lebt erst, wenn er atmet!

    Kommentar von BillyBoo BillyBooBillyBoo

    Wenn das Neugeborene geatmet hat gilt es als Lebendgeburt, wenn nicht dann ist es eine Todgeburt

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Mit der Geburt stellt sich der Kreislauf des Babies um. Vorher bezog es den Sauerstoff durch die Nabelschnur, die bekannterweise durch den Mutterkuchen mit dem mütterlichen Blutkreislauf während der gesamten Schwangerschat verbunden ist. Der Mensch benötigt Sauerstoff ZUM LEBEN!!! Wenn diese Sauerstoffzufuhr schon im Mutterleib abgebrochen wird, dann stirbt das Kind schon während der Schwangerschaft, vor- während- oder nach der Geburt. Wird sie unterbrochen, dann kann das Gehirn des Kindes beschädigt werden. Kurz nach der Geburt muss das Neugeborene selber für seine Sauerstoffzufuhr sorgen, da diese durch das mütterliche Nabelschnurblut ausbleibt. Das geschieht durch die selbständige Lungenantmung. Der erste Schrei ist sozusagen das erste Luftholen, um die Lungen zu entfalten, damit diese ihre Tätigkeit aufnehmen können. Wenn ein Baby geboren wird und die Sauerstoffzuführ durch die Nabelschnur schon unterbrochen wurde, bevor das Kind auf Lungenatmung umschalten kann - und ist das Baby aufgrund dieser fehlenden Sauerstoffzufuhr gestorben, dann spricht man gesetzlich von einer Totgeburt.

    Kommentar von BillyBoo BillyBooBillyBoo

    sag ich doch,ein Neugeborenes kann auch noch nach der Geburt sterben,hat es geatmet Lebendgeburt hat es noch nicht geatmet Totgeburt.

  • 1
    Antwort von user489 user489

    Ich denke mal weil das Ungeborene noch ein Teil der Mutter ist gilt das nicht als Fahrlässige Tötung. Das wäre so wie wenn sie auf sich selbst fällt und dabei stirbt, wird sie auch nicht verklagt. Ist zwar jetz ein ziemlich blöder Vergleich, aber du weißt was ich damit sagen will.

    Kommentar von blackorchid132 blackorchid132

    Ja ich verstehe was du meinst, aber wenn sie nur nicht angeklagt wird weil sich das Baby in ihrem Körper befindet, dann ergeben wenn man danach geht auch andere Gesetze keinen Sinn. Zum Beispiel das mit der Abtreibung, eine Frau muss eine Abtreibung von einem Arzt durchführen lassen aber eigentlich wäre das Gesetzt ja Blödsinn wenn das Kind nur "als Teil der Frau" angesehen wird. Denn dann würde man ja sagen können es ihr Körper ist und sie das Recht hat zu entscheiden was damit passiert...

    Kommentar von user489 user489user489

    Die Abtreibung von einem Arzt durchführen zu lassen finde ich ja auch besser, da das sonst ziemlich gefährlich ist. Allerdings finde ich auch das jede Frau überall das Recht auf Abtreibung haben sollte, was ja in vielen Ländern nicht der Fall ist.

    Kommentar von Avuva AvuvaAvuva

    Du findest, daß es ein "Recht" darauf geben soll, ungeborene Kinder umzubringen? Abscheulich!

    Kommentar von user489 user489user489

    Tja, das ist meine Meinung. In Brasilien gibt es zur Zeit einen Fall wo der Fötus ohne Gehirn im Mutterleib gebildet wird. Aber ihr wurde die Abtreibung untersagt, weil es ja "lebt". Die Mutter muss dann den Rest ihres Lebens mit dieser psychischen und physischen Belastung leben sich um ein Kind zu kümmern das nie ohne Maschinen leben wird, werde denken noch fühlen, nur ein Haufen Zellen. Das ist abscheulich.

    Kommentar von Schreiberlilli SchreiberlilliSchreiberlilli

    Soweit ich weiß, ich ein Baby, dass ohne Gehirn geboren wird, überhaupt nicht lebensfähig.

  • 1
    Antwort von Frechnasihasi Frechnasihasi

    Ein Mensch lebt wenn er geboren wird... vorher ist er lebensfähig

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