Die Wohnung meines Freundes ist das reinste Chaos. Also ich könnte mich da nicht mehr wohl fühlen. Er sagt, er hat keine Chance das Chaos zu bändigen. Hat er mal für eine Woche einigermassen Ordnung geschaffen, hängt er wieder für Wochen durch - und lebt im Totalchaos. Hab mal eine Sendung darüber gesehen, dass diese Menschen auch sammeln was das Zeug hält. So dramatisch würde ich es noch nicht bezeichnen, aber es ist schon hart an der Grenze. Wenn wir uns bei ihm treffen - muss ich immer fluchtartig die Wohnung verlassen, halte es kaum paar Minuten aus, denn das Auge kann keine Sekunde in dieser Wohnung ruhen. Ist er also schon ein Messie? Ich mache mir Sorgen um ihn...
Ab wann kann man von einem Messie-Syndrom sprechen?
Antworten (5)
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4Antwort von
Gast Nach der international gültigen Definition der Weltgesundheitsbehörde, s. http://www.who.org, liegt das Messie-Syndrom, dann vor, wenn gleichzeitig(!) folgende beiden Faktoren zutreffen 1. Das Aufräumen des Wohnung des Betroffenen dauert mehr als zwei Tage 2. Nach einem derartigen Zusammenräumen ist die Wohnung binnen Monatsfrist wieder im status quo ante
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2Antwort von
teardrop1109teardrop1109
Hallo, ich neige dazu hier noch nicht von einem Messie zu sprechen, weil er ja wenigstens manchmal das Aufräumen noch hinkriegt. Das kann ein Messie nicht. Ich habe seit ca. 15 Jahren so etwas ähnliches neben mir sitzen mit Ring und Schein. Wenn es mir zuviel wird dann überzeuge ich ihn mit "Androhung härtester Strafen" alles wegzuschmeißen. Was glaubst du, wie schnell dann einigermaßen Ordnung herrscht. Selbstverständlich vermüllt er nicht die ganze Wohnung. Aber Schreibtisch und seinen Hobbyraum - oh, Mann, teilweise unbeschreiblich. Achte mal drauf, ob er tatsächlichen Müll wenigstens ab und zu von selbst wegwirft. Dann ist er kein Messie sondern eigentlich nur wie alle Menschen von Natur aus - faul.
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1Antwort von
EvaRoth Ein Messie ist eine Person, die mit der Organisation ihres Lebens nicht mehr zurecht kommt, sich also nicht mehr ausreichend selbst organisieren kann, um ein Leben zu führen, mit dem er selbst zufrieden ist. - Das kann sowohl die nicht aufrecht zu erhaltende Ordnung in der Wohnung betreffen als auch permanente Unpünktlichkeit ("Zeitmessie") sowie das Nichtbeantworten von Korrespondenz und das Verschusseln wichtiger Termine wie Auto zum TÜV bringen etc. - Maßstab ist immer das Befinden des Betroffenen. - Und auch er entscheidet letztlich, ob er das ändern will oder nicht bzw. ob er sich helfen lassen will oder nicht.
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1Antwort von
XanderXander
Hört sich ganz nach so einer Art Anfangsstadium an, wie sind denn seine persönlichen Kontakte und das äußere Umfeld? Bei Messies ist, glaube ich, Isolation ein häufiges Symptom, dazu kommt das nicht wegschmeissen können. Pass auf ihn auf und versuch ihm zu helfen indem du dich näher informierst!
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prophet01 Von einem Messi spricht man dann, wenn edie Person nahezu alles sammelt und aufbewahrt. Sie kann sich von nichts trennen und versinkt nach und nach im eigenen Chaos. Für die Person bedeutet dies allerdings kein Chaos - sie fühlt sich wohl. Bei Deinem Freund scheint es sich allerdings nur um eine stinkfaule Person zu handeln, den man immer wieder kräftig in den A.... treten muss, damit er seinen Hintern mal bewegt. Von einem Messi würde ich da noch nicht sprechen.
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