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Ab wann kann man von Borderline sprechen?

Frage von Tankredis Tankredis

Hallo beisammen,

und zwar geht es um eine Bekannte und momentane Vorgesetzte.

Wir arbeiten in der Pflege, sie ist Wohnbereichsleitung. Das Team von knapp 12 Pflegerinnen hält soweit gut zusammen, man versteht sich, geht auch gerne mal privat einen Kaffee trinken.

Nur eben die WBL schießt quer; versucht jedem im Team gegen den anderen auszuspielen; verbreitet Lügen um zu ihrem "Recht" zu kommen; explodiert cholerisch bei den nichtigsten Themen; klaut Dinge, die andere Pflegerinnen für die Bewohner mitgebracht haben; mobbt die Personen, die ihrem "Willen" nicht nachgekommen sind; hat aber im Gegenzug Angst, dass sie als "böse" dasteht; will bei jedem beliebt sein. Sie hat es jetzt auch geschafft, dass eine Bewohnerin in eine psychiatrische Klinik verlegt wird, nur weil die WBL mit ihr nicht auskam.

Sie kann auch absolut nicht sachlich kritisieren, offen schon gar nicht. Wenn kommt immer "Namehat gesagt, dass du...". Und...sie prahlt mit Dingen, die ihr nicht gehören. Bsp. "Das ist MEIN Auto", dabei weiß jeder, dass der Ferrari ihrem Freund gehört.

Kann man da von Borderline sprechen? Ich hab' mir zwar die Anzeichen, bzw Sympome gegoogelt, die auch teilweise soweit zutreffen, doch manches ist eben anders... Wir wissen eigentlich nicht mehr, wie wir mit ihr noch umgehen können.

Schonmal danke.

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Antworten (7)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Moonie1970 Moonie1970

    Ich würde da jetzt keinen Anhalt für Borderline rauslesen. Eines muss dir sowieso klar werden: Borderline ist eine Diagnose, die sehr schwer zu stellen ist, selbst für Fachleute. Es hat überhaupt keinen Zweck, wenn man diese Diagnose Bekannten einfach "aufdrückt".

    Dass ihr Probleme mit eurer WBL habt, ist doch eine ganz andere Geschichte. Was hat das mit Borderline zu tun bzw. was würde die Diagnose ändern? Nichts.

    Sie trägt Verantwortung und ihr habt ein Problem. Hat sie eine Stellvertretung? Sprecht mit ihr und bittet diese, mit der WBL die Probleme unter 4 Augen zu besprechen. Wenn das nicht geht, ruft eine komplette Mitarbeiterversammlung ein und schildert eure Probleme. Nicht anklagen, sondern Wünsche äußern. Wenn das auch nicht hilft, geht eine Stufe höher.

    Das alles ist 100 % unabhängig ob Borderline oder nicht. Selbst wenn sie es hätte, geht es nur sie etwas an. Ärztliche Schweigepflicht dürfte dir doch ein Begriff sein?

    Kommentar von quopiam quopiamquopiam

    Mal ganz abgesehen davon, daß das Stellen einer Diagnose allein (!) Sache eines Arztes ist! Gute Antwort, DH!! Gruß, q.

    Kommentar von Tankredis TankredisTankredis

    Dass Borderline eine Diagnose ist, die schwer bis gar nicht zu stellen ist, klar, weiß ich. Obwohl ich festgestellt habe, sie wird gerne dafür verwendet um diverse Launen zu entschuldigen ;-) War auch nur eine Vermutung...weil eben so einiges dafür sprechen würde.

    Wie gesagt, wir hatten aufgrund der Probleme schon zwei Teambesprechungen (auch mit der Vertretung, auch mit der Heimleitung). Beide endeten mit einem "Zusammenbruch" der WBL, einmal weil angeblich die Freundin gestorben sei, das andere mal, weil sich angeblich der Freund in der Nacht zuvor verletzt hätte. Bei beidem stellte sich raus: Es stimmt nicht. Also versucht sie sich den Besprechungen und möglicher Kritik, leider mit Erfolg, zu entziehen. Wir haben sogar zusammen eine Stationsphilosophie erarbeitet, in der die WBL wirklich tolle Ideen hatte, nur an die sie sich leider selbst nicht hält.

    Sie hat eine Stellvertretung, doch die ist genauso machtlos wie wir, zudem die WBL von der Heimleitung auch noch gedeckt wird.

    Wie gesagt, Borderline war nur eine Vermutung. Es ginge zwar nur sie etwas an, und klar, dass die ärztl. Schweigepflicht steht; aber...wir könnten sie und ihr Verhalten wenigstens im Ansatz verstehen. Zudem, ist sie der Typ, der das sowieso sofort rumerzählt hätte, gäbe es eine Diagnose.

    Kommentar von michi89 michi89michi89

    verständnis schön und gut, eure situation bessert das aber nicht und als führungskraft darf sie sich so ein verhalten einfach nicht erlauben.

    Kommentar von Moonie1970 Moonie1970Moonie1970

    Das sehe ich genauso wie michi89. Wenn sie der Belastung als WBL (die sicher nicht ohne ist), nicht gewachsen ist, muss sie den Posten verlassen.

  • 4
    Antwort von veritas55 veritas55

    Nur eben die WBL schießt quer; versucht jedem im Team gegen den anderen auszuspielen; verbreitet Lügen um zu ihrem "Recht" zu kommen; explodiert cholerisch bei den nichtigsten Themen; klaut Dinge, die andere Pflegerinnen für die Bewohner mitgebracht haben; mobbt die Personen, die ihrem "Willen" nicht nachgekommen sind; hat aber im Gegenzug Angst, dass sie als "böse" dasteht; will bei jedem beliebt sein. Sie hat es jetzt auch geschafft, dass eine Bewohnerin in eine psychiatrische Klinik verlegt wird, nur weil die WBL mit ihr nicht auskam.

    Oje - das klingt wie die exakte Beschreibung einer WBL mit der ich mich bis vor kurzem auseinandersetzen mußte :(!!! Wäre wegen ihrer üblen Nachrede fast meine Arbeit losgewesen wenn sich die WBL und Kolleginnen einer anderen Station nicht total für mich eingesetzt hätten, so dass ich das große Glück hatte, nur aus ihrem Umfeld abgezogen zu werden.

    Von Borderline habe ich keine Ahnung - das Einzige, was ich bei dieser Person festgestellt habe ist, dass sie ein sehr geringes Selbstbewußtsein haben muss weil sie es ständig nötig hat, sich auf Kosten Anderer als besonders toll zu profilieren.

    Ansonsten möchte ich mir über Leute dieser Art am liebsten gar keine Gedanken mehr antun sondern nur einen großen Bogen um sie machen ;) - solange das nicht möglich war ist mir ihre permanente grundlose Anfeindung nämlich gehörig auf den Magen geschlagen, hatte schon erste Burn-Out-Syptome - Gott sei Dank ist diese Zeit nun endgültig vorbei und die Arbeit macht mir jetzt umso mehr Freude weil ich erfahren habe wieviel den Anderen an mir liegt und wie groß der Zusammenhalt ist wenn´s ums Ganze geht... :).

    Da deine Frage schon asbachuralt ist, hoffe ich, dass deine Arbeitsbedingungen sich inwischen ebenfalls verbessert haben und sich diese Frau inzwischen selber entsorgt hat - auf Dauer ist die Wahrheit nämlich immer stärker, auch wenn man das in solch einer akuten Lage manchmal nur schwer glauben kann :).

    Kommentar von veritas55 veritas55veritas55

    Symptome...

  • 3
    Antwort von michi89 michi89

    ich finde das zeigt in erster linie eine absolut cholerische und unkollegiale person. war sie denn früher anders? im endeffekt ist das WARUM für euch auch zweitrangig, wichtig ist das ihr das so nicht hinnehmen könnt. wenn sie eine psychische krankheit hat, ok, aber ihr solltet euch das nicht bieten lassen und sie DARF sich einfach nicht so verhalten als führungskraft. auch sie muss einen vorgesetzten haben und an den solltet ihr euch dringend wenden

  • 2
    Antwort von Fragant007 Fragant007

    Da kann man zunächst von einem zwischenmenschlichen Problem sprechen.. Vielleicht mal ein offenes Gespräch führen, statt hier medizinische Befunde zu stellen?

    Kommentar von Tankredis TankredisTankredis

    Meinst du nicht, wir hätten das nicht schon alle versucht? Wir hatten uns vor knapp drei Wochen als Team zusammengesetzt um eben die Probleme auf der Station zu besprechen...weißt du wie es endete? Sobald das Gespräch auf sie kam, sackte sie zusammen, begann zu weinen, schluchzte hemmungslos los...auf die Frage, was denn los sei, kam "Meine Freundin ist gesten gestorben". Wir beendeten das Gespräch. Einen Tag später, sprachen wir sie darauf an, um ihr nochmal zu sagen, wie leid es uns tut...sie wusste nicht wovon wir sprechen!

    Vor zwei Wochen, eine weitere Teambesprechung. Wir wollten das Thema wieder aufgreifen, wieder zusammengesackt, wieder losgeschluchzt, diesmal war es ihr Freund, der sich in der Nacht verletzt hatte. Am gleichen Nachmittag tauchte ihr Freund putzmunter und kerngesund auf. Von einer Verletzung keine Spur...

    Außerdem ist es KEIN medizinischer Befund, den ich hier stelle, ich bin keine Ärztin. Es ist eine Vermutung...man kann mich auch korrigieren! Und Vermutungen darf man haben.

  • 1
    Antwort von kaesefuss kaesefuss

    Solche Leute können sehr geschickt grossen Schaden verursachen. Am Kragen packen und sofort zu allen zuständigen Vorgesetzen mit Zeugen. Nicht abwimmeln lassen.

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    Antwort von Suicide Suicide

    in dem fall würd ich sagen hat das ncihts mit borderlinezu tun

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    Antwort von guinan guinan

    Von Borderline kannst du sprechen, wenn ein FACHARZT Borderline diagnostiziert und da das eine höchst stigmatisierende Diagnose ist, wird der damit vorsichtig sein und NOCH vorsichtiger dies dann euch zu verraten.

    Ob DU nun ne Diagnose für ihr Verhalten findest, dürfte dir kein bischen weiterhelfen, sondern nur weiterer Stigmatisierung und gegenseitigem Kampf Vorschub leisten. Was aber schon helfen könnte wären Gespräche mit dem nächsten Vorgesetzen oder Teamsupervision.

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