ich habe gerade ein streitgespräch mit einer freundin. sie ist freie journalistin für verschiedene magazine und zeitungen, nennt sich aber autorin - so will sie es zumindest auf ihre visitenkarte drucken lassen. ich finde das irreführend, weil man dann eigentlich davon ausgehen müsste, dass sie bücher schreibt, was sie zumindest momentan nicht tut. darf sie sich trotzdem autorin nennen? bzw.: ab wann darf man sich so nennen?

"Autor" heißt ja nichts anderes als Urheber (eines Werkes). Allerdings wird der Begriff hauptsächlich für literarische Werke verwendet und hat im journalistischen Bereich doch eher was Kauziges. :-)

Ein Autor (lat.: auctor „Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser“) ist der Verfasser oder geistige Urheber eines Werkes. Dabei handelt es sich meist um Werke der Literatur im weitesten Sinn (Schriftsteller, Fachbuch-, Lehrbuch-, Sachbuch-, Drehbuch-, Fernseh-, Opern- oder Bühnenautor).
Ein Autor muß auch nicht zwangsweise eigene Bücher Veröffentlichen.
Man ist auch Autor wenn man ein Werk in einem Gedichtband veröffentlicht oder wie Deine Freundin Werke für verschiedene Magazine schreibt.
Ein Freund von mir ist auch Autor. Autor eines Beitrages in einer Physikalisch-Wissenschaftlichen Zeitschrift.
Autor ist jeder, der einen Text gleich welcher Art in welchem Medium auch immer veröffentlicht und dafür Urheberrechte geltend machen kann.
Grundsätzlich kann jeder sich dazu berufen fühlende Mensch Autor werden und sein eigenes Werk schaffen. Schüler, die eine schriftliche Hausaufgabe abliefern oder Studenten, die eine Diplomarbeit etc. schreiben, sind bereits als Autoren anzusehen.
(Wikipedia)

Der Begriff "Autor" ist kein rechtlich geschützter Begriff. Daher kann sich jeder theoretisch auf seine Visitenkarte Autor nennen.
Wenn man etwas schreibt! Allerdings kann sich auch ein Maler als "Autor" des Bildes bezeichnen, oder als Bildverfasser. Die Frage ob es dann gleich ein Kunstwerk ist, ist davon natürlich noch nicht berührt. Interessant und umstritten ist diese Frage im Film. Da gibt es die Autoren, die Verfasser der Drehbücher, und die "Autheurs de cinemá", die so genannten Autorenfilmer, die Regisseure. Die beiden, neben manchen anderen an der Herstellung der Filme Beteiligten, streiten sich deshalb auch lebhaft um die Frage der Autorenschaft.
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Sobald du dein erstes Buch publiziert hast.
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