Frage von Hummelburg, 35

Ab wann kann einen die Krankenkasse aussteuern?

Mein Mann hatte am 1.6.16 einen Herzstillstand, wurde reanimiert und hatte danach eine neurologische Reha. Er hat einen Defibrilator eingesetzt bekommen und ist jetzt vom Kardiologen bis 21.11.16 krank geschrieben worden. Heute kam ein Schreiben von der AOK in dem ihm mitgeteilt wurde, daß das Krankengeld nur noch bis zum 21.11.16 gezahlt wird und er ja mehr als 6 Stunden am Tag arbeiten kann und er sich auf dem Arbeitsamt arbeitslos melden soll, da er von seinem Arbeitgeber gekündigt wurde, da er noch in der Probezeit war. Es ist noch anzumerken, daß er genau am 1.6., als er den Herzstillstand hatte, von der AOK Rheinland Hamburg in die AOK Bayern gewechselt hat. Weiß jemand, an wen man sich wenden kann, und ob es rechtens ist, daß die Krankenkasse kein weiteres Krankengeld zahlen will. Soll man einen Rechtsanwalt einschalten? Bin für jede Antwort dankbar.

Antwort
von eulig, 20

existiert ein vom MDK für die Krankenkasse ausgestelltest Gutachten, auf das sich die Krankenkasse beruft? gab es eine Begutachtung oder hat die Rehaklinik mitgeteilt, dass er für 6 Stunden arbeitsfähig, aber für Vollzeit arbeitsunfähig ist?

ihr könnt Widerspruch einlegen. dazu benötigt ihr aber auch euren Facharzt, der eine Stellungnahme schreibt. fordert euch zur Begründung des Widerspruches die Unterlagen bei der Kasse an, die die Kasse dazu veranlasst haben, diese Beendigung auszusprechen.

eine Aussteuerung ist das übrigens nicht. bitte hier nicht die Begrifflichkeiten durcheinander bringen. eine Aussteuerung ist etwas anderes. hier geht es um eine Beendigung aufgrund angenommener Arbeitsfähigkeit.

Kommentar von Hummelburg ,

Hallo, erstmals vielen Dank, Deine Antwort war sehr hilfreich. Es existiert kein Gutachten. Mein Mann wird sofort am Montag einen Termin beim Kardiologen ausmachen, damit dieser eine Stellungsnahme schreiben kann  und Widerspruch bei der AOK einlegen und die Unterlagen anfordern. Mein Mann war auf neurologischer Reha und ist dort als nicht arbeitsfähig entlassen wurden. Auch wurde ihm in der Reha angeraten, eine kardiologische Reha zu machen, allerdings weiß er nicht, ob dies irgendwo vermerkt wurde.

Nochmals vielen lieben Dank

Antwort
von HalloRossi, 19

Ja, sobald er nicht mehr krankgeschriebenen ist, muss die Krankenkasse auch nicht mehr zahlen. Also, wenn er halt jetzt 6 h arbeiten kann, dann muss er Arbeitslosengeld beantragen, bis er eine neue Stelle hat.

Kommentar von Hummelburg ,

Laut Kardiologen ist er arbeitsunfähig und er ist ja vorab bis 21.11. krank geschrieben. Weitere Krankschreibung erfolgt garantiert. Seine Herzleistung beträgt noch 29+/-5%

Kommentar von HalloRossi ,

Ja aber das weiß doch die Krankenkasse jetzt noch nicht? Er muss dann spätestens am 20 wieder hin und sich weiter krankschreiben lassen. Er hat 78 Wochen Anspruch in 3 Jahren. Wenn das noch nicht verbraucht ist, gibt es keinerlei Probleme. Es sei denn, auf der Reha wurde begutachtet, dass er arbeitsfähig ist.

Antwort
von wilees, 26

War er schon vor dem 1.6.d.J. häufiger oder längerfristig krank?

Kommentar von Hummelburg ,

Nein war er nicht

Kommentar von wilees ,

Wer hat der Krankenkasse mitgeteilt, er sei mehr als 6 Stunden pro Tag arbeitsfähig, wenn er doch bis jetzt - wohl durchgehend - arbeitsunfähig geschrieben war?

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