Für mich ist die Einstufung, die diese Schule hier vornimmt, sehr fraglich. Da kann man ja mehrere Stufen gleichzeitig sein und vor allem sind diese Stufenbeschreibungen, die sie Dir mitgegeben haben, nicht haltbar.
Man lernt nie alles falsch. Es führen tausend Wege nach Rom, man muss den für sich gangbaren finden. Klar gibt es Lehrer, die Wege unterrichten, die selten funktionieren und wir lesen allzuoft, dass ein fester Gertenklaps Teil einer Galopphilfe ist etc. und wir wundern uns, warum der eine oder andere dies oder jenes aus dem Unterricht so mitnimmt. Oft überlege ich auch, ob es am pädagogischen Geschick des Lehrers liegt, es so zu erklären, dass die Schüler auch wirklich verstehen, was sie warum tun. Ich beobachte auch Lehrer, die eben gar nicht erklären, keine Nachfragen von Schülern zulassen: "Wenn hier einer spricht, bin ich das", dabei ist sprechen des Schülers, egal, ob er nun erklären will, woher er etwas hat, was als Fehler bezeichnet wurde, oder ob er direkt fragt, immer ein Nachfragen, der will was begründet haben, um zu verstehen und das ist sein gutes Recht. Denn nur, wenn Misstrauen gegenüber einer Vorgabe des Lehrers aus der Welt geschafft werden kann, kann der Schüler sie überhaupt annehmen. Für mich darf es nie "alles falsch gelernt" geben und vor allem finde ich es vermessen, dem Schüler so zu kommen anstatt ihn einfach da abzuholen, wo er ist und in den eigenen Weg des neuen Lehrers, seine Methodik, seine Hilfengebung etc. einzuführen.
Dann "mit dem Sitz noch Probleme und mit treiben Probleme" ... ist das nicht ein und derselbe Punkt? Oder wird in dieser Reitschule wirklich nur mit Bein hampeln getrieben, sodass ich das treibende Bein vom Sitz entkoppeln kann? Meine Güte!
Interessant, dass jemand eigentlich nur fragt, wie man einzuordnen ist und am Ende raus kommt, dass der Fragesteller froh sein kann, inzwischen in einer anderen Reitschule zu sein, weil die Wahrscheinlichkeit, dass diese besser ist, alles andere als gering ist. Das komische Stufensystem der ersten Reitschule zeugt von solcher unermesslicher Unfähigkeit der dortigen Lehrpersonals, wenn man es sich genau durchliest, dass man als erfahrener Reiter, der viel mehr als nur einen Unterrichtsstil, als nur eine Reitweise etc. gesehen und auch am eigenen Leib erfahren hat, schon ganz nervös wird.
Tipp an WildfireXXD: Vergiss für Dich das Stufensystem der Schule, die Du hinter Dir hast, sieh nach vorne, lass Dich stufenlos auf besseres ein. Es wird alles und es ist Übung, sich einzufühlen. Als ersten Schritt würde ich Dir raten, Dich in die Bewegung einzufühlen, wenn das Pferd sein Grundtempo geht. Tempoänderungen, also auch treiben in höheres Tempo machst Du, indem Du stetig, also nicht plötzlich, dass Du einfach aus dem Takt gerätst, die Bewegungen, in die Dich das Pferd versetzt, verstärkst und dabei auch das Bein etwas Druck mitgibt. Von daher musst Du als erstes immer fühlen können, wie sich das Pferd bewegt und das braucht Übung. Wer selten reitet, muss dafür mehr Zeit planen als wer es oft tut und dem einen fällt sowas leichter, dem anderen schwerer, aber deswegen reitet man nicht schlecht oder gut. Es ist auch die Frage, was ist schlecht reiten? Langsam vorwärts kommen? Egal, Hauptsache, es geht nicht nur rückwärts, man erarbeitet es sich dann halt vielleicht härter als andere. Nicht so schnell oder überhaupt nicht eine hohe Klasse erreichen im Sport? Auch das ist ja nicht unbedingt das Ziel jeden Reiters. Reitet jemand wirklich schlecht, der sein Pferd gut über den Rücken nur in den Grundgangarten ausreitet? Kann man doch so auch nicht sagen. Ich habe für mich irgendwann festgelegt, als schlechtes Reiten eine Reiterei zu bezeichnen, die trotz besserem Wissen und Können des Reiters sich nachteilig auf die Gesundheit des Pferdes auswirkt. Davon sieht man genug und alle anderen bemühen sich auf ihre Weise und nach ihren Möglichkeiten und es können nicht alle alles perfekt können, noch dazu, wo es bei sowas wie reiten keine Perfektion gibt, auch der vermeintlich Perfekteste kann sich weiter entwickeln.
In der alten Reitschule haben sie mir das alles gesagt (dass es solche STufen gibt^^)
Ja, wie schon geschrieben: Vielleicht ist das reitschulintern und dient dazu, die Schüler in die verschiedenen Unterrichtsstufen einzuteilen!
Deiner Erklärung nach zu Urteilen würde ich sagen, dass Du auf (schlechtem) E-Niveau reitest. Mit etwas Übung wird sich das noch festigen.
Allerdings sollte man nicht zu hart daran arbeiten möglichst schnell "die nächste Stufe" zu erreichen, dafür kann man sich nichts kaufen! Lieber ordentlich und in Ruhe reiten lernen und sich nicht so auf "Äußerlichkeiten" versteifen.
Ich orientiere mich an kleineren Schritten. Erstmals korrigieren was ich falsch gelernt habe (wo ich auch viele winzige Fortschritte gemacht habe, wo ich aberstolz drauf bin). Danach werde ich mich vlt mal fragen, was ich überhaupt mal reiten möchte (dressur oder springen, vlt ja beides). Und währenddem ich mich das frage, lerne ich besser reiten... Weil ich ja eh so ein halbes Jahr habe um mich zu entscheuden^^