Ab wann ist etwas homophob?

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8 Antworten

Also zunächst einmal ist "etwas" nie homophob, Dinge fühlen nicht und können auch nicht gegen etwas sein.

Das mit der Angst ist schon richtig. Angst vor dem Unbekannten ist ein
Urinstinkt, man kennt etwas nicht und lehnt es aus Selbstschutz erst
einmal ab. Es kann auch Hass sein, aber meist ist es Angst.

Hass entsteht, wenn tiefe und lang andauernde Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können.

Auslöser für Angst können erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen
Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.

Homophobie ist aber auch anerzogen, das heißt, selbst jemand, der seine Angst durch nachdenken überwinden könnte, ist manmal noch homophob, weil ihm eingegeben wurde, dass Homosexualität etwas unnatürliches, böses, ekliges ect. ist.

Die meisten Leute könnten es auch gar nicht begründen, da intensives Nachdenken über die Sache an sich schon zu mehr Toleranz führen würde.
Sprich, wenn du die erwähnten Leute fragst, was sie für falsch halten und diese Kette dann weiter aufdrösselst, wirst du irgendwann keine Antwort mehr bekommen, weil sie es selbst nicht wissen.

Das ist wie diese allumfassende Erklärung, wenn man anhand der Bibel nicht mehr weiter kommt; "Gottes Wege sind unergründlich". Das erklärt dann alles, es ist halt so, ich hab keinen Grund.

Eine Unterscheidung zwischen Homophobie aus glaubensgründen und anderen Gründen ist nicht nötig. Es ist immer das gleiche, es werden nur andere Begründungen vorgeschoben.

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Homophobie ist weniger eine Angst vor dem Unbekannten, sondern mehr der Unwille, sich mit gegebenen Fakten zu befassen. Die da ganz einfach lauten, dass Homosexualität weder eine schlimme oder ansteckende Krankheit, noch was Unnormales ist.

Für mich ist jemand in dem Moment homophob, in dem er etwas verurteilt oder anprangert, von dem er tatsächlich keine Ahnung hat und demzufolge keine richtigen Argumente bringt, sondern nur Stammtischparolen zum Besten gibt.

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Kommentar von don2016
19.10.2016, 02:24

...jooo, Geschwätz aus der Steinzeit oder von den bibeltreuen Brüdern...

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Angst und Hass greifen wunderbar ineinander über, wobei auch die Erziehung eine Rolle spielt. Nicht alle Menschen haben gelernt, frei und intensiv zu denken. Manche richten sich eher nach Mustern und lehnen daher Neues grundsätzlich erstmal ab, müssen sich langsam daran gewöhnen. Traditionen und Werte sind der Rahmen in ihrem Leben, der ihnen Sicherheit gibt. Es ist etwas, worauf man sich verlassen kann. Deswegen reagieren auch viele Menschen so aggressiv auf Flüchtlinge bzw. Einwanderer, denn sie sind unbekannt und fremd. Sie könnten eine Gefahr für die eigene kleine Welt darstellen.

Ehrlich gesagt empfinde ich für homophobe wie auch für fremdenfeindliche Menschen meist Mitleid, da sie im Inneren so arm sind. Durch Nachdenken erhält die Welt soviel Farbe und ich finde es schade, dass nicht alle das so sehen und miterleben können.

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Guten Quack!

Also ich persönlich sehe in Homophobie nicht wirklich Hass oder Angst. Es ist meiner Meinung nach eher eine Ablehnung und/oder Abwertung, zumindest in den meisten Fällen.

Ich ersetze gerne Homosexuelle durch Dunkelhäutige, Frauen, Rothaarige und Linkshänder, um ihnen den Blödsinn etwas zu verdeutlichen.

"Ich finde Homosexuelle falsch, ich mag sie nicht und toleriere sie nicht." -> "Ich finde Dunkelhäutige falsch, ich mag sie nicht und toleriere sie nicht." Das ist für mich Rassismus bzw. Homophobie.

Die Gründe, die sie nennen, sind keine Gründe. Es gibt kein haltbares Argument für Homophobie. Sie verstecken hinter ihren scheinheiligen Gründen ihre persönliche Abneigung. Diese persönliche Abneigung wird gerne mit religiösem Gelaber übertönt. Sie nutzen ihre Religion aus, um gegen Homosexuelle zu wettern.

Zumindest habe ich bisher noch kein Argument gehört, was mich überzeugen könnte anders zu denken.

Doch nicht alle Gläubigen sind gegen Homosexuelle und auch große Kirchen lassen homosexuelle Paare in ihren Kirchen heiraten.

Diese Ansicht kriegt man in den meisten Fällen auch nicht aus den Köpfen der Leute, die etwas gegen bestimmte Menschengruppen haben. Da beißt man auf Granit. Wichtig finde ich persönlich nur, dass man diese Kommentare nicht unkommentiert stehenlässt und ihnen entlockt, dass sie eigentlich gar keine Argumente für ihren Blödsinn haben.

Mit freundlichen Grüßen

die Lachsente

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Ich glaube nicht das Homosexuelle irgendwie gefährlich oder gefährlicher sind. Aber Homophobe zu hassen ist auch nicht der richtige Weg,das ist so als würde man als Vegetarier einen Hund dafür verurteilen das er Fleisch frisst. 

Dass Problem ist das man nichts besiegen kann das man bekämpft, das ist der Ursprung des Hasses und der Angst, die Lösung ist es zu akzeptieren und zu lieben. Immerhin haben Homosexuelle auch ihre Vorzüge für Heterosexuelle und umgekehrt (Das gilt auch für andere Gruppen) , man muss diese nur mehr beachten als die angeblich negativen Aspekte, nur so kann man eine zukunftsfähige  Gesellschaft aufbauen. 

Auf der Sexuellen Ebene zum Beispiel: Ich könnte mich darüber aufregen das Hetero-Männer nicht als Partner für mich in Frage kommen, oder ich kann mich darüber freuen das sie nett zu mir sind ohne mich nicht ins Bett kriegen zu wollen (Was man bei Homo-Männern, nie ganz weiß). Als Hetero-Mann kann man sich davor gruseln das Homo-Männer nett zu einem sind um einen ins Bett zu bekommen, oder man weiß es zu schätzen das man als so Attraktiv angesehen wird das dieser einige Mühen im Kauf nimmt um bei einem zu landen, oder man nutzt es das sie sich besser mit Mode auskennen und wissen worin man sexy aussieht (Das finden Frauen dann auch oft sexy ;-) 

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Ich bin da genau so, ich kann meine Klappe nie halten und muss alles tot diskutieren.

Es gibt die (meistens männlichen) Kandidaten, die an sich gar nichts gegen homosexuelle haben, aber eine Abneigung gegen den Sex zweier Männer haben.
Da kommen gerne mal Aussagen zustande wie:"Ich habe nichts gegen Homosexuelle, das ist aber einfach ekelhaft, wenn 2 Männer sich küssen, das will ich doch nicht sehen!! Aber Lesben sind geil."
Dann gibt es die unaufgeklärten Leute, die einfach nicht so begeistert sind. Deren Argumente sind meist komplett belanglos und jenseits von plausibel... "Ich weiß nicht, das ist einfach komisch, Mann und Frau sind doch irgendwie füreinander geschaffen..."
Dann gibt es die Leute, die eben darauf verharrt sind, dass die Religion das nicht will und Gott das einzig wahre ist. Da kommen eben die Aussagen bei raus, die man ja kennt... "Es heißt Adam und Eva, nicht Adam und Adam oder Eva und Eva!" Oder "Gott hat Frau und Mann gemacht, sonst könnten sich ja alle miteinander fortpflanzen!"
Und eben (ich nenne es mal ganz dreist so) die AfD-Wähler, wo die Argumente ja bekannt sind: "In Deutschland braucht man das Ebenbild einer perfekten Familie, die aus Vater, Mutter und Kind/ern besteht!"

Ansonsten würde ich einfach sagen, dass Intoleranz viel mit der Erziehung zu tun hat, besonders die Leute, die nicht mal genau wissen, wieso sie es eigentlich so falsch finden. Die haben es schlichtweg in die Birne gebrannt bekommen.

Aaaber ich sage immer, dass die Leute an ihrem Hass zerbrechen.  
Die Homosexuellen praktizieren ja nach wie vor den "abartigen" Sex. Das ist für mich immer eine Genugtuung, zu wissen, dass die Leute sich furchtbar aufregen, mich aber niemals davon abhalten können :p

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Kommentar von xXSnowWhiteXx
22.11.2016, 07:52

Hahaha, ja! Und wenn diese Leute so uneinsichtig sind, dann will nan die ja umso mehr aufklären :'D Ich hatte da die Tage einen, der meint das ich als Trans-Frau die Gesellschaft zerstöre und die Welt zu einer Freakshow mache :D dann zerbricht einem irgendwann der Kopf, aber ja du hast recht!♡ Danke für die Antwort!♥

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Kommentar von dieVeganerin
12.12.2016, 00:43

Ich finde freakshows super, nur leider sind transsexuelle meiner Meinung nach keine freaks, sondern normale Menschen.

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Ganz einfach... Diejenigen die es im Jahre 2016 immer noch nicht als Normal ansehen, sind für mich ziemlich ungebildet und zurückgeblieben.

Meist haben die Menschen, die solche Aussagen treffen, keinen wirklichen Grund. "Sie entsprechen einfach nicht dem Norm"... Typische Ausrede.

Ich sehe da allerdings keinen Sinn. Wie verblendet muss ein Mensch von den Normen sein um Liebe zwischen Menschen und sich selbst nicht zu tolerieren... Wir alle leben in einer Welt und man kann solch einfache Dinge wie Liebe entweder Tolerieren oder es aus dem Weg gehen. Niemand will jemanden in seinem Umfeld haben der Liebe verbietet... zu mal Homosexuelle und so weiter niemandem etwas antun... Sie sind immer noch Menschen... Das sollte jeder mit einem IQ wissen.

Und nochmal zurück zu dem Glaubens gelaber. Wieso hören Menschen an jemanden der nicht einmal existiert ? Verblendet und dumm. Auch wenn man ihn wirklich als Person im Kopf fixiert hat. Ich denke nicht das Gott liebe verbietet... Das würde sich doch einfach nur widersprechen ? Gott ist auch kein hetzer... denke ich mal. Die Menschen die wirklich jemanden im Namen Gottes etwas antun wollen sind dann nicht mal mehr bei Gott willkommen.

Homosexuallität tut niemandem weh. Bildung und Intelligenz ist alles.

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Kommentar von xXSnowWhiteXx
18.10.2016, 19:40

Hm...ja du hast Recht. Alle richtig dämlich. 

Bei der Gottes Sache, ist es wieder ne philosophisch unbeantwortbare Frage, ob es einen Gott gibt, aber ich verstehe es gut. Im Namen einer Gottheit zu hassen, ist furchtbar. Zu mal ein Gott doch wohl so mächtig und höher als wir alle wäre, um über Vorlieben und sonstige Gelüste hinwegsehen zu können. 

Danke für deine Antwort! <3 

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Kommentar von don2016
19.10.2016, 02:23

...viele Gläubige spielen doch den Richter, man könnte sagen: denn sie wissen nicht, was sie tun :-)))...wenn sie die Bibel mal richtig verstehen würden, diese Bibelableser... dann wüßten sie doch, wer nur richten darf oder ?...hallelujah...

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Das hat nichts mit einer "Angst" zu tun, sondern man ist einfach gegen Homosexualität! Genauso wie Xenophobie ja keine Angst vor "Fremden" ist, sondern es ist der "Fremdenhass". 

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