SVV an sich sollte psychotherapeutisch behandelt werden.
Egal, ob du dich ritzt oder schneidest, bleiben immer hässliche Narben, die ein Leben lang bleiben können. Und auch wenn du es zwei Monate ohne geschafft hast - ich nehme an, inzwischen ritzt du dich wieder -, solltest du zur Beratungsstelle gehen.
Die können unter Umständen auch Probleme aufdecken, die dir selbst noch nicht vollkommen klar waren und dir helfen, damit umzugehen und eine angemessene Lösung zu finden. Du schreibst, du versuchst, wieder aufzuhören, aber so lange du damit allein bist und dir keiner beisteht, wie es etwa bei diesen Beratungsstellen ein Therapeut, bzw. eine Therapeutin tun würde, bist du immer Rückfall-gefährdet.
Eine ehemals gute Freundin vor mir, zu der ich leider seit einiger Zeit den Kontakt verloren habe, hat sich ebenfalls geritzt.
Sie wusste, dass sie süchtig war, hat auch oft versucht, damit aufzuhören, aber der Schmerz war für sie bereits so sehr zur Sucht geworden, dass sie das nie richtig geschafft hat. Als sie annähernd auf dem Weg war, davon wegzukommen, ist sie magersüchtig geworden - ihre Probleme hatten sich also einfach auf eine andere Sucht verlagert.
Das Problem bei solchen psychischen Erkrankungen ist immer, dass die Betroffenen alleine ohne Beistand meist nicht allzu viel dagegen ausrichten können, auch wenn sie viel Willenskraft haben, da sie oft Probleme haben, die ihnen selbst noch nicht bewusst sind. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, mal in einer Beratungsstelle vorbeizuschauen, schließlich schadet das nicht. :)
Die beraten dich dort anonym und nehmen deine Anliegen ernst.
eigendlich wird da überhaupt kein Unterschied gemacht. SVV ist SVV. Egal ob du dir Haare ausreizt, den Kopf gegen die Wand haust, dich tief schneidest/ritzt oder nicht.