Man spricht doch von depressiven Verstimmungen und von einer echten Depression? Ab wann lässt sich denn welche Ausprägung diagnostizieren? Richtet sich das nach der Zeitdauer?
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Ich würde mal sagen, dass eine depressive Verstimmung noch keine Krankheit in dem Sinne ist, da sie nur ein paar Tage oder maximal Wochen andauert. Eine Depression dagegen ist eine absolut ernstzunehmende Krankheit, die behandelt werden muss. Eine depressive Verstimmung kennen wohl die meisten Menschen und leider mehr oder weniger stark daran. Eine Depression kann Hormon bedingt sein und die "Einstellung" der Medikamente durch den Arzt ist oft langwierig und kompliziert.

Es gibt Selbsttests, die dir zumindest eine Tendenz geben können. Gewissheit erlangst du nur im Gespräch mit einem Psychologen oder Psychiater.
http://www.kompetenznetz-depression.de/betroffene/selbsttest.htm
YuLy42 am 13. Juli 2008 15:56 
Depression ist eigentlich nur ein Überbegriff, die Diagnose wird meistens noch verfeinert und ist dann auch aussagefähiger, schau mal hier wird es gut erklärt: http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene3.html?id=1983#30k25
Wolpertinger am 13. Juli 2008 15:58 Und noch ein guter Text von Tante Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Depression
sowie der Link zu meiner Google suche: http://www.google.de/search?hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=Diagnosekriterien+Depression%2Bdepressive+Verstimmung&spell=1
Sehr hilfreiche Links - danke!

Man unterscheidet unter 4 Despressionsarten. Diese haben auch etwas mit der Länge zu tun. Die Anfangsdepression beginnt, wenn man nur immer am Grübeln ist und dadurch sehr traurig wird. Die 4. Stufe endet mit Tablettenschlucken oder Einweisung in eine Psychatrie.
Depressionen werden nach Länge und Symptomen unterschieden. Mindestens 2 Wochen lang muss eine bestimmte Anzahl an Symptomen vorhanden sein, damit man von einer Depression spricht. Grob unterscheidet man in leichte, mittelschwere und schwere Depression (je nach Anzahl der vorhandenen Symptome). Symptome sind: Schlafstörungen (vor allem frühes Erwachen, Einschlafprobleme), kein Interesse mehr an Sex, Appetitverlust oder -zunahme, depressive Stimmung (mit und ohne Weinen), Interessenverlust an Dingen, die normalerweise angenehm waren, gestörtes Denk- und Konzentrationsvermögen, Verlust des Selbstvertrauens, suizidale Gedanken oder Handlungen, unbegründete Selbstvorwürfe. Da einige dieser Symptome auch bei anderen erkrankungen vorkommen, kann man als Laie tatsächlich keine Diagnose stellen, sondern sollte sich in psychotherapeutische Hände begeben. Depressive Verstimmungen sind gegen Depressionen klar abzugrenzen, sie gehören zum Leben dazu und sind meist Folge eines einschneidenden Ereignisses. Übrigens gibt es auch noch die sogenannte Dysthymie: darunter versteht man eine konstante, wiederkehrende leichte Depression, die sich über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren erstreckt. dazwischen liegen Phasen normaler Stimmung, die aber meist nur wenige Wochen bis Monate dauern. Die leistungsfähigkeit des Betroffenen bleibt meist erhalten. Dysthymien werden übrigens wesentlich seltener und schwerer erkannt als Depressionen, dabei sind sie nicht unbedngt selten!
besser hätte ich es nicht sagen können.hut ab. lg

Als Laie kannst Du das nicht unterscheiden. So etwas gehört in die Hände von Fachkräften.
Der Begriff Depression wird von Psychiatern sehr unterschiedlich "verschlüsselt". Man kann einerseits kurzzeitige Anpassungsstörungen beschreiben, die mit einer depressiven Verstimmung einhergehen. Dabei kann z.B. ein Wohnortwechsel, Veränderungen am Arbeitsplatz oder im Privatleben zu einer vorrübergehenden Belastung werden, die mit depressiven Merkmalen einhergeht.
Von einer Depressiven Episode (Major Depression) spricht man, wenn die Symptomatik schwerwiegend und mindestens über 2 Wochen auftritt. Dabei kann es sich um eine einmalige, oder wiederkehrende Problematik handeln. (Ich lasse mal den Sonderfall der manisch-depressiven bzw. schizoaffektiven Syndrome aus).
Von einer Dysthymie spricht man, wenn es sich um eine "etwas leichtere", dafür aber lange bestehende Symptomatik (über Jahre) handelt.
Ich selber vergebe auch häufiger die Diagnose "Depressive Störung NNB" = nicht näher bezeichnet. Eigentlich eine "Restkategorie", die ich aber bei der sog. affektiven Labilität = Stimmungsschwankungen im Zusammemhang mit Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssstörungen vergebe.
Mehr sonst ggf auf http://web4health.info/de/answers/bipolar-menu.htm
Gruss M. Winkler
wenn es länger ist als zwie wochen und du merkst , dass es einfach nicht besser wird, dann ist es eine depression. du kannst dann einen arzt aufsuchen .

Sollte eine der folgenden Bedingungen vorhanden sein, würde ich von Depression sprechen:

bei mir hat die depression so angefangen: ich hatte keine ahnung, das es sowas gibt: ich habe wochenlang nicht meinen haushalt aufräumen können, ja, es waren monate, bis ich ärztliche hilfe in anspruch nahm. aber nicht weil ich nicht aufräumen konnte, sondern weil ich zu nichts mehr einen antrieb hatte. lg thanna.