marialuisa am 08.01.2008 um 8:53 Uhr
Ich lese da, dass über diese Spritfresser, bzw. Geländewagen abgestimmt wurde bei Euch. Was ist für Euch ein Pseudogeländewagen? Ich fahre einen RAV4 (also auch so ein Ding). Ich wohne auf 1250 M Höhe, wir haben hier viel Schnee, enge steile Strassen. Wir brauchen hohe Autos mit Vierrandantrieb, anders geht das nicht. Mein RAV verbraucht zwischen 6.6 und 7.1 l Diesel. Ausserdem habe ich oft meine Enkel im Auto und bin froh, sicher sein zu können. Wie ist das nun mit dem Pseudogeländewagen. Mein Sohn fährt den Tuareg Diesel und der braucht auch nur 8 l. Wie ist das mit all den Mercedes, Audis und sonstigen schweren Wagen? Warum hacken immer alle auf den SUVS herum?
weil die Dinger ein leicht identifizierbares Ziel sind.
Es mag ja durchaus sein, daß es Weltgegenden gibt, wo sie tatsächlich nützlich sind und daß gerade Du in einer solchen wohnst. Wenn Du aber in der Stadt zwischen einem Q8 und einem Tuareg parkst und aus beiden steigen irgendwelche stöckelbeschuhte Hungerhaken aus, dann ist das schon ziemlich merkwürdig.
Ich fahr im Moment noch einen Volvo V70, der mir eigentlich auch zu viel braucht. Wenn ich's mal wirklich eilig hab, dann sind da auch neun bis 10 Liter auf 100km weg, es geht aber auch mit 5,5. Ich denke, der Sinn der ganzen Diskussion ist einfach, die Verhältnismäßigkeit in's Bewusstsein zu rücken. Wir Deutsche haben eine völlig verkorkste Beziehung zum Gebrauchsgegenstand Auto. Wir definieren (und das dürfte vor Allem für die Männer gelten) viel zu viel unseres Selbstwertes über Hubraum, Leistung und Außenwirkung unserer Rostlauben. Es wäre schön, wenn sich das in Zukunft auf die "intelligenz" des Fahrzeuges verschieben würde. Da schneiden halt die Innenstadt SUVs ganz schlecht ab.
pj

Ein "Spritfresser" ist ein Auto, dessen Fähigkeiten du nicht benötigst. Und ein RAV 4 hat neben einer großen (unnötigen) Stirnfläche einen Luftwiderstands-Beiwert wie der Buckingham-Palast. Demnach verbaucht er für die Beförderung von vier Personen auf befestigten Strassen zuviel.
krauthexe am 8. Januar 2008 19:35 Aber mal so richtig Gas geben mit einem Hummer macht schon Spaß...mir jedenfalls

das ist doch o.k. so..da mache dir mal keine Gedanken, aber der Punkt ist doch der, wo im Stadtverkehr die größten Monsterautos als Schaustück umher fahren..
Wer ein jeep o.ä. benötigt, der muss halt so ein Ding fahren..die Umfrage geht um Protzkarren..(wenn ich täglich nur 5 km auf Arbeit fahre benötige ich keinen BMW X5 o. ä.)
marialuisa am 8. Januar 2008 09:08 Ja, wegen 5 km Arbeitsweg ist das sicher auch anders zu lösen. Aber was, wenn derjenige gerne in die Berge fährt, oder dort eine Ferienwohnung hat? Und dann wurde meine Frage immer noch nicht beantwortet. Frag doch mal was so ein Touareg Diesel verbraucht. Der Audi meines Freundes verbraucht mehr.......
So ein X5 mit 4,8-Liter-V8-Maschine verbraucht 12 Liter auf 100 km im Schnitt (CO2-Ausstoß an die 300 g/km!). In der Stadt natürlich entsprechend mehr. Auf einem RAV4-Fahrer, der im Gebirge unterwegs ist, hackt ja auch niemand rum, sondern auf den Herren im Maßanzug, die ihre Damen auf dem Kudamm oder der Kö im X5, Q7, Cayenne usw. zum Shopping fahren.
marialuisa am 8. Januar 2008 10:40 ..also, ja dann............danke

Weil 95% der SUV's in Innenstädten oder auf Autobahnen zu finden sind und da gibt es dann wahrhaftig umweltfreundlichere Alternativen, die natürlich nicht ganz so prestigeträchtig sind.
marialuisa am 8. Januar 2008 09:00 was ist bei einem RAV4 prestigeträchtig? Auch ich bin manchmal auf der Autobahn, und wohne trotzdem hoch oben, wie z.B. viele Menschen in Bayern, Oesterreich oder in der Schweiz. Da gibt es alle paar Kilometer Berge und Anhöhen. Ein Mercedes ist für mich viel eher prestigeträchtig, oder nicht? Besonders wenn er einer der hochklassigen ist, und von denen gibt es doch eine Menge? Oder soll ich jetzt ein Auto für die Autobahn und eines für die Berge besitzen, man muss die Sache auch völlig durchdenken. Die Autos auf der Autobahn "wohnen" sicher nicht alle unten. Und den möchte ich sehen, der hier mit einem kleinen "normalen" Auto den Winter übersteht?
na ja, aber Du wirst ja zugeben, daß bei weitem weniger Menschen auf Höhen über 1000m leben als SUVs zugelassen werden.
Und: ich hab 12 Jahre in Bayern gelebt und habe doch wirklich ohne Vierradantrieb überlebt. Allerdings hab ich nur auf knapp 700m gewohnt.
marialuisa am 8. Januar 2008 09:06 ...ja, wenn ich auf 700 M wohnen würde, hätte ich noch zu gerne meinen Golf damals behalten. Der hat aber auch seine 8.4 l gebraucht, also reden wir hier über Spritverbrauch oder "hochbeinige" Autos?
dann lass es mich mal so sagen: ich lebe jetzt im Rhein/Main Gebiet, auf ca. 160m Meereshöhe. Nach Deiner Argumentation dürfe hier dann eigentlich kein einziger SUV existieren. Na gut, nehmen wir mal die ganze Pferde- und Bootsbesitzer raus, für die ist die Anhänglast von mehr als zwei Tonnen wichtig, aber dann?
Es geht mir auch nicht darum, eine bestimmte Fahrzeugklasse zu verteufeln. Wie gesagt, die SUVs sind einfach ein leicht identifizierbares Ziel.
Mir geht es einfach darum, daß wir uns in eine merkwüdige Richtung entwickelt haben. Größer größer größer und unter keinen Umständen eine Höchstgeschwindigkeit unter 200km/h....
pj
marialuisa am 8. Januar 2008 09:31 ..nein nein, gar nicht, du missverstehst mich. Jeder Mensch sollte doch das Auto fahren, welches für ihn am sinnvollsten ist.
richtig. Aber jeder Mensch soll auch den Preis dafür bezahlen. Für verbrauchten Verkehrsraum und CO2 Ausstoß.
Es gibt halt Verkehrssituationen, die sich von einer zugeschneiten Almzufahrt unterscheiden.
pj
pj
Pinbuster am 8. Januar 2008 10:29 Du gehörst eben zu den 5%, für die ein solches Auto Sinn macht.
ich bin ganz bei dir. Ich bin (notgedrungenerweise) dienstlich viel mit Mietwagen unterwegs, deswegen habe ich schon auf längeren Strecken die verschiedensten Autos kennengelernt. SUVs brauchen meistens mehr, als normale Kombis/Limousinen, aber dein angegebener Wert ist doch eher Spitze. Ich habe auch erst kürzlich einen Touareg gefahren. Mit 8 Litern (Diesel) bin ich aber nicht hingekommen. Als Durchschnitt (Überlandfahrt, keine Autobahn) hatte ich 10,5 Liter!!!! Mit größeren Limousinen (Audi, BMW, Mercedes) fährt man auch selten unter 9,5 Liter Diesel bzw. 13 Liter Super. Das ist schon viel! Wenn ich es mit meinem (zugegebenermaßen auch nicht gerade kleinen) VW vergleiche (ich tanke Bio-Diesel, Verbrauch ca. 7 Liter/100km), dann summiert sich da schon was zusammen.
Allerdings schießen andere Autos echt den Vogel ab. Ich hatte mal einen Ford (irgend so ein Riesen SUV), welche sage und schreibe 21 Liter/100 km Super verpulvert hat (zum Glück zahlt den Verbrauch die Firma ;) ). Allerdings hat es echt Spass gemacht mit der Schrankwand (ich glaube so ca. 4,5 Liter Hubraum hatte er) auf der Auto mit einem C180 Wettrennen zu fahren. Bei der Beschleunigung hatter der Benz keine Chance, nur in der Endgeschwindigkeit war er besser, weswegen es immer hin und her ging...
Für mich ist aber ein Verbrauch auch stark von der Größe des Autos abhängig. Man kann den Lupo-Verbrauch doch nicht mit einem T4 vergleichen. Wenn ich immer nur 10 km alleine zur Arbeit fahre (im Flachland), dann brauche ich auch nur ein kleines Auto (mit max. 4 Liter Verbrauch). Wenn ich meistens mit der Familie unterwegs bin, dann ist es sowohl ökologischer als auch sicherer ein größeres Auto zu fahren. Auch sind Fahrgemeinschaften besser als sparsame Autos (wenn nur ein Auto fährt, dann braucht es fast immer weniger als zwei!). Für solche Fälle sind meiner Meinung nach auch 8 Liter akzeptabel.
Und warum andere auf SUVs rumhacken? Weil sie neidig sind und auch gerne sowas hätten...
warum musst Du einen grundsätzlich guten Beitrag mit einem so falschen Schlußsatz abschließen? Wie Du, so habe auch ich schon jede Menge unterschiedlicher Autos als Mietwagen oder Firmenwagen bewegt. Darunter war vom Fiat Panda bis zum ML320 so ziemlich alles. Gerade jener ML320 allerdings ist auch eines der übelsten Autos, das ich jemals gefahren habe. Und das lag nicht nur an den 15l Super, die er pro 100km haben wollte. Neid ist es ganz sicher nicht, was mich diese Dinger für eine völlige Fehlentwicklung halten lässt.
pj
marialuisa am 8. Januar 2008 09:26 nun versteh ich dich jetzt nicht pj, - eine völlige Fehlentwicklung -? Jetzt könnten wir wieder von vorne beginnen. Ich brauche so eine "völlige Fehlentwicklung". Wenn Du grad aus dem Fenster schauen könntest und sähest, was ich sehe, dann würdest du das nicht sagen. Gestern hat uns die Schneefräse im Stich gelassen und heute liegen ca. 15 - 20 cm Eiskruste auf der kleinen steilen Strasse hier. Da muss sogar mein RAV im ersten Gang gaaaaaaaanz langsam hinauf und hinunter......und dann hast du immer noch das Gefühl auf einem schlingernden Floss zu sein....sorry mein mac hat kein scharfes S
ich sprach von einem ML320, mit dem ich mich mal ein paar Tage durch München und über die umliegenden Autobahnen habe quälen müssen. Das Ding war wirklich grauenvoll. Ich hatte keine Bergpässe zu überwinden, es war Sommer und die meisten Autobahnen in ausgezeichnetem Zustand. Nur saß ich in einem Fahrzeug, das für diese Umgebung völlig ungeeignet war. Die meisten dieser Fahrzeuge werden in dieser Umgebung bewegt. Jetzt sei doch so gut und lass mal die "ich brauch meinen aber". Erstens ist der Toyota kein SUV im strengen Sinne sondern eher ein aufgebockter Kompaktwagen (wie ein Suzuki Vitara oder dieser neue VW) und zweitens bestreitet ja keiner, daß es eine Daseinsberechtigung für solche Fahrzeuge gibt. Sonst wären sie nicht entwickelt worden. Aber: wer von Deinen Nachbarn hat einen X5 mit dem großen V8? Ich kann Dir hier innerhalb kurzer Zeit bestimmt fünf zeigen. Q8? Gibt's in Frankfurt auch genug. Und ich kann Dir garantieren, daß wir hier nicht mehr als fünf oder 10 Schneetage im Jahr haben.
pj
marialuisa am 8. Januar 2008 09:46 ok, es ist halt überall anders. Vielleicht sind wir hier in der Schweiz etwas empfindlicher bei diesem Thema. Die Schweiz ist ein völliges Gebirgsland. Da geht es praktisch überall rauf und runter und im hohen Norden ist das halt schon anders.... aber wie du auch sagst, was wenn jemand ein Pferd oder Schiff hat. Ja ja, über dieses Thema (ich meine es geht ja eigentlich immer noch um den Spritverbrauch oder) könnte man immer wieder sprechen. Das ist ein Fass ohne Boden.
deshalb ist es ja auch müßig von einem Verbot solcher Fahrzeuge zu sprechen. Einfach populistischer Quark, aber: die Gesellschaft muß zu einem Punkt kommen, wo der Besitz eines solchen Fahrzeuges nicht als Statussymbol gilt, sondern als "Armer Kerl, Du hast wohl echt ne schwere Anreise".
pj
hi pj, mein letzter Satz wurde bewusst so geschrieben. Ich sehe nämlich nicht nur die Ökobilanz sondern auch die Fahreigenschaften. Wenn du auch viel unterwegs bist, dann kannst du vielleicht nachvollziehen, welches Auto ich nehmen würde, wenn mir ein ML320 oder ein Panda angeboten werden würde. Ich gebe allerdings auch zu, dass bei der Auswahl eines A4/6 oder Cxxx und eines X5 ich vermutlich nicht den SUV nehmen würde. Aber entspannt fährt man Auto nur, wenn es auch Spaß macht (ich meine mit Spaß nicht, dass ich rasen muss, sondern man muss bequem, sicher und entspannt fahren können). Und egal wie, größere Autos haben auch fast immer den größeren Spaßfaktor (man fühlt sich sicher, es gibt zig praktische und durchdachte Hilfsmittel, man hat Platz, etc.). Ich habe nichts gegen SUVs und es gibt wahrlich viel mehr Einsatzmöglichkeiten für diese Gefährte als in den bergigen Alpen. Ich behaupte sogar, dass auch ein anderes Allradfahrzeug in den Bergen sehr gut zurecht kommt, da muss es kein SUV sein.
es ging mir ja auch nicht um die Daseinsberechtigung der SUVs, sondern um das Neidargument. Das trifft in Meinen Augen einfach nicht zu.

das ist der Neid der Besitzlosen.....
glauben all die, die hoffen, für ihren Besitz beneidet zu werden.
Joshua W..... am 8. Januar 2008 09:12 das hat damit nichts zutun, Du glaubst doch nicht im Ernst das all die Leute hier die sich jetzt negativ darüber äußern, hätten sie ein solches Fahrzeug sich dagegen aussprechen würden bzw. dieses abschaffen würden....auch mit solch einem Fahrzeug läßt sich umweltschonend u. spritsparend fahren
Aber Du kannst doch nicht behaupten, daß die Tatsache, daß Menschen, die sich einer Sache gegenüber kritisch äußern vom Neid getrieben sind, weil diejenigen, die diese Sache besitzen sich nicht kritisch äußern? Hab ich Deine Logik da nun richtig verstanden?
Vielleicht habe ich einfach keinen SUV, weil ich keinen brauche, keinen will und mir ein solches Gefährt auch einfach zu unökonomisch wäre?
pj
marialuisa am 8. Januar 2008 09:33 unökonomisch für dich. Für mich ist das sehr ökonomisch sogar. Undwie joshua sagt, es lässt sich auch mit so einem Auto umweltschonend fahren. Und wie gesagt, mein RAV braucht selten mehr als 7 l und das sogar hier oben.
Pinbuster am 8. Januar 2008 10:38 Ich würde meinen Citroen C1 Diesel für den täglichen Weg zur Arbeit nie und nimmer gegen einen ML, X5, Q7 etc. tauschen.
ha! ich hatte den Opa des C1, einen AX Diesel. War so Anfang der 90er. Mit dem bin ich regelmäßig unter fünf Liter gefahren, bei vorsichtiger Fahrweise waren sogar vier drin. 1000km Reichweite für - damals - etwa 20EUR. Daß er dann auch noch fast 30000km gehalten hat (ok, eine neue Zylinderkopfdichtung gab's mal) hat die Investition perfekt gemacht.
pj
300.000.... zählen müsst man können, wenigstens die Nullen ;)
danke für Deine Antwort. Also ich wüsste wirklich nicht wie ich hier den Winter überstehen könnte, ohne. Aber ich verstehe Euch schon, in der Stadt ist es wirklich nicht nötig. Aber wenn es um den Spritverbrauch geht, dann ist das einfach nicht wahr. Es sei denn jemand fährt einen Hummer oder einen Porsche Cayenne. Nun ich bin eine Frau und mir ist es wurscht was ich fahre, hauptsächlich sicher....
ich weiß nicht, wie das bei der neuesten Generation SUVs ist, aber vor einigen Jahren hat der ADAC ja die Dinger mal getestet und das Ergebnis war katastrophal. Ich glabe aber, das war die erste Generation, die noch echte Geländewagen waren, so mit Leiterrahmen und angesetzten Karosserieblechen.
Und zum Thema Spritverbrauch: der ist natürlich von vielen Parametern abhängig. Wie schnell fährst Du, wie vorausschauend fährst Du, aber auch wie schwer ist Dein Fahrzeug, wie aerodynamisch ist Dein Fahrzeug. Natürlich überlappen sich alle Fahrzeugklassen in einem gewissen Bereich. Ich trau mich aber zu wetten, daß der Flottendurchschnitt der SUVs um einige Prozent höher liegt als der Flottendurchschnitt anderer hochwertiger Fahrzeuge mit gleicher Transportleistung. Und darum geht es ja im Endeffekt.
pj