Frage von Cosinera, 51

Ab wann in Lohnfortzahlung?

Hallo, meine Freundin ist seit 4 Wochen krank gechrieben. Nun wäre sie wieder gesund gewesen , war einen Tag arbeiten und nun hat sie sich das Bein gebrochen und wird wohl die nächsten 4 Wochen wieder bei der Arbeit fehlen. Wie ist das mit der Lohnfortzahlung? Sie tritt ja nach 6 Wochen Krankmeldung in Kraft. Ist da egal wenn es verschiedene Krankheiten sind oder werden die nun gesondert gezählt? Hab mal gehört das die 6 Wochen nur zählen wenn es ein und die selbe Krankheit ist. Kenn t sich da jemand aus?

Antwort
von eulig, 26

dadurch, dass sie vor dem Beinbruch einen Tag arbeiten war, erhält sie wieder 6 Wochen Lohnfortzahlung.

wäre der Beinbruch während der ersten Erkrankung passiert, wäre das ein Hinzutritt einer neuen Erkrankungen und würde keine neue Lohnfortzahlung auslösen, sondern nach 6 Wochen würde es Krankengeld geben.

es ist also ihr Glück, dass erstens die zweite Erkrankung eine andere ist UND sie einen Tag dazwischen gearbeitet hat.

Antwort
von 19BVB09, 30

Du hast Recht, 6 ununterbrochene Wochen wegen der selben Krankheit.

Kommentar von Cosinera ,

Also mal angenommen sie wäre 6 Wochen wegen Rückenschmerzen krank gewesen und nun nochmals 6 Wochen wegen Beinbruch und danach nochmal 6 Wochen wegen irgendwas anderem. Also sie würde 18 Wochen fehlen, jedoch immer mit einer neuen Krankheit. Sie würde nie in eine Lohnfortzahlung kommen und der AG muß sie "normal" bezahlen, ist das richtig? Falls ja, dann ist das echt heftig für einen AG, oder? Krass

Kommentar von Familiengerd ,

Diese jeweiligen 6 Wochen sind die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, danach folgt die Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse, die 70 % des Bruttoentgelts, aber nicht mehr als 90 % des Nettoentgelts beträgt.

Die Wiederholung der 6-wöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber geschieht aber nur, wenn die verschiedenen Erkrankungen mit Unterbrechung aufeinander folgen.

In Deinem Beispiel:

6 Wochen krank wegen Rückenschmerzen: der Arbeitgeber zahlt für diese 6 Wochen; schließt sich der Beinbruch unmittelbar daran an, ohne dass zwischendurch gearbeitet wurde (und sei es nur für 5 Minuten) oder hätte gearbeitet werden können, muss der Arbeitgeber nicht wieder 6 Wochen lang zahlen, dann gelten beide Erkrankungen - obwohl aus verschiedenen Gründen - als ein zusammenhängender Erkrankungszeitraum, es setzt dann die Krankengeldzahlung ein.

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