Ab wann hat man eine Willenserklärung abgegeben?

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2 Antworten

In Deinem Beispiel liegt unproblematisch eine Willenserklärung vor. Der Käufer bringt unzweideutig zum Ausdruck die Sache kaufen zu wollen. Sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand einer Willenserklärung liegt vor.

Der Käufer hat also das Angebot des Verkäufers angenommen. Der Kaufvertrag ist damit zustande gekommen. Über die wesentlichen Vertragsbestandteile (Sache, Vertragsparteien, Kaufpreis) war man sich einig. Die Art und Weise der Bezahlung ist nicht wesentlicher Vertragsbestandteil.

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sog. konkludentes Verhalten reicht aus: dadurch, dass man im Supermarkt Waren auf das Kassenband legt, tut man kund, eben diese Waren kaufen zu wollen, also das Angebot des Selbstbedienungsladens für diese Artikel annehmen zu wollen. Mit der Bezahlung und dem "Abtransport" der Sachen ist der Vertrag schon abgewickelt. Bei den Läden, bei denen ich gewöhnlich einkaufe, wäre es kein Problem, wenn ich feststelle, mein Geld zu Hause vergessen zu haben. Dann habe ich den Mitarbeitern unnötig Arbeit "aufgehalst", weil sie den Kram ja wieder in die Regale räumen müssen, aber ein zufriedener Kunde ist ja AUCH was wert und wird, wenn er es nicht schon ist, zum Stammkunden. Ich habe mich bereits mehrfach per E-mail bei Aldi-Nord und Lidl  für die Freundlichkeit der Mitarbeiter bedankt, die mir meine Einkäufe immer ins "Gepäcknetz" meines Rollis packen. Bei öffentlichen Versteigerungen reicht oft schon ein Winken, Nicken oder das Hochhalten der Bieternummer aus, um weiter mitzubieten.


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