Meine Schwester (23 Jahre) ist linksseitig massiv bewegungseingeschränkt (Dystonie & CRPS) und deshalb seit Dezember 2009 auf einen Rollstuhl angewiesen. Nun habe ich von verschiedenen Seiten gehört, dass sie Anspruch auf einen AktivRollstuhl hätte. Bei ihrem letzten Krankenhausaufenthalt hat man ihr einen Leichtrollstuhl verpasst (z..Z. auf Miete) und hat gesagt, wenn sie in 3 Wochen wieder im Krankenhaus ist, wird ausgemessen und ein AktivRollstuhl bestellt, den sie dann in 7-8 Wochen erhält. Jetzt ist sie seit Montag wieder im Krankenhaus. Heute wurde ihr mitgeteilt lt. Rollstuhlhersteller hätte sie keinen Anspruch auf einen A.-Rollstuhl, da sie nur einseitig eingeschränkt wäre und nicht querschnittsgelähmt. Was stimmt nun ?!? Bei der Krankenkasse kann ich anrufen und bekomme jeden Tag eine andere Antwort von : ja, nein, vielleicht, weiß ich grad nicht ... etc. Wer kann mir sagen, wo ich dementsprechende Infos erhalte? Ein vorläufiger Behindertenausweis (60%) liegt auch vor und eine Erhöhung der Einstufung ist auch wieder beantragt. Danke!!
Ab wann hat man Anspruch auf einen AktivRollstuhl
Antworten (5)
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Sanja2Sanja2
Was Pipi60 sagt ist auf jeden Fall schon mal sehr wichtig! Einen klar definierten Anspruch gibt es leider nicht. Allerdings hat jeder Mensch Anspruch auf die Versorgung, die ihm die bestmögliche Bewältigung seines Alltags verspricht und trotzdem finanziell angemessen ist. Wenn deine Schwester also ein aktiver Mensch ist mit einem hohen Bedürfniss an Bewegung, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und und und, dann hat sie Anspruch drauf. Ein Aktivrollstuhl ist viel wendiger und leichter und individuell richtig angepasst als ein Pflegerollstuhl (den ihr wohl im Moment habt). Zusätzlich zur gesellschaftlichen Teilhabe kann man auch damit argumentieren, dass nachgewiesen ist, dass ein richtig angepasster Akrivrollstuhl Folgeschäden verhindern kann. Die Person sitzt dann nämlich richtig (Vobeugung Rückenprobleme), kann die Greifreifen gut und im richtigen Winkel greifen (Vorbeugung Arm und Schulterprobleme). Lasst euch bei einem guten Berater beraten. Aber wirklich einen guten, da gibt es viel Mist auf dem Markt. Fahrt lieber weiter weg, ein schlechter Rollstuhl ist so schlimm wie Schuhe die drücken, nur hat man den länger und das Ding ist teurer. Viele Rehageschäfte haben zu wenig Ahnung und nehmen sich nicht die Zeit anzupassen. Auch sollten sie bereit sein noch mal anzupassen wenn das Ding schon in Benutzung ist. Denn manche Haken werden erst bei Benutzung sichtbar. Viel Glück damit.
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57wolken57wolken
Meine Tochter sitzt auch im Rollstuhl, allerdings ist sie gehunfähig. Trotzdem schildere ich Dir mal unsere Vorgehensweise. Du besucht verschiedene Sanitätshäuser, die auch Rollstühle haben, sucht einen "schönen" aus. Dann fragt ihr, was auf dem Rezept stehen muß. Dann geht ihr zum Arzt (bei uns ist es sogar der Hausarzt) bei euch müßte es vielleicht ein Orthopäde sein und laßt euch ein Rezept geben. Ich würde da jetzt nicht weiter mit dem Krankenhaus verhandeln. - Die Krankenkasse gibt euch soo eine Antwort, das ist klar. Würde meine Kasse auch, wenn ich ohne Rezept da mal so nachfrage. - Ich würde dem Arzt auch sagen, das ich mich ja nicht aus lauter Spaß in den Rollstuhl setzen möchte, sondern weil ich Ihn BRAUCHE. In welcher Region wohnt ihr denn? könnte euch in Norddeutschland sonst welche empfehlen. l. G.
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pippi60pippi60
Legt Widerspruch ein und lasst den Fall erneut prüfen. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass heute erst mal generell abgelehnt wird. Und nach dem Widerspruch klappt es doch. Viel Glück und alles Gute!
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wienochmalwienochmal
wenn deine schwester nun wieder im krankenhaus ist würde ich mich dort an den sozialen dienst wenden, vielleicht können die dir weiterhelfen
alles gute
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hanninanni01hanninanni01
hallo. meine tochter ist "nur" gehbehindert und hat einen schwerbehindertenausweis mit 60% gdb. sie wird jetzt 11 jahre alt und hat ihren rolli seit ca. 4 jahren. bis dato hatte sie einen kinderrollstuhl aber nun ist der neue maßgefertig und fertig......ein aktiv-rollstuhl!!!! unser arzt hat gesagt, dass sie einen braucht und wir haben einen bekommen. sprich noch einmal mit eurem behandelnden arzt. ansonsten wäre vielleicht besser sich auch noch mal eine andere meinung zu holen
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